Ab-in-den-Knast: Reiseportal-Chef wurde verhaftet

Flugzeug, KLM, Boeing 747-400 Bildquelle: BriYYZ / Flickr
Die sächsische Polizei hat zwei führende Manager des Leipziger Internet-Unternehmens Unister verhaftet - darunter auch den Geschäftsführer und Gründer Thomas W., berichtete die 'Leipziger Volkszeitung'. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Dresden würden auch Ermittlungen gegen weitere Führungskräfte laufen. Insgesamt sollen acht Manager des Unternehmens im Visier der Fahnder stehen. Diesen wird unbefugte Geschäftstätigkeit und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Beim Firmengründer wird Fluchtgefahr vermutet, weshalb er vorerst in Untersuchungshaft bleiben soll.

Gestern hatte das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen die Geschäftsräume von Unister durchsucht. Das Unternehmen betreibt verschiedene Online-Reiseportale wie Ab-in-den-Urlaub.de, Reisen.de und Fluege.de. Über diese sollen auch Versicherungsprodukte vertrieben worden sein, ohne, dass die Firma dafür eine Genehmigung der für Versicherungen zuständigen Behörden hatte, so der Vorwurf. Gegenstand der Untersuchung ist auch die Steuerpflicht. Unister hat nach eigenen Angaben Umsatzsteuer für das angebotene Produkt gezahlt, strittig sei aber, ob statt dessen Versicherungssteuer hätte gezahlt werden müssen.

Wie Wolfgang Klein, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, gegenüber der Zeitung ausführte, seien die Ermittlungen infolge einer anonymen Anzeige aufgenommen worden, die im Oktober gestellt wurde. Der Anfangsverdacht habe sich im Laufe der Untersuchungen erhärtet. Unter anderem geht es wohl darum, dass Unister unter Eigenregie Reiserücktrittsversicherungen anbot. Hier herrschten bei der Firma und den Behörden wohl unterschiedliche Auffassungen wie diese zu werten seien - ob nun als Zusatz-Service zu einem Reiseprodukt oder aber als genehmigungspfichtige Versicherung.

Seitens des Unternehmens zeigte man sich "überrascht und verwundert" über das Vorgehen der Polizei. Immerhin stand man wohl im Kontakt mit dem Finanzamt, um die rechtlichen Fragen zu klären. Weitergehend äußerte man sich angesichts des schwebenden Verfahrens nicht, sondern überlässt nun den Anwälten die weitere Arbeit. Flugzeug, KLM, Boeing 747-400 Flugzeug, KLM, Boeing 747-400 BriYYZ / Flickr
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