Die niederländische Partei D66 möchte DDoS-Angriffe, bei denen Server mit unzähligen Anfragen überlastet werden, legalisieren lassen. Eine zugehörige Legalisierungskampagne wurde bereits gestartet.
DDoS-Angriffe werden einerseits als Cyber-Verbrechen, auf der anderen Seite aber auch als digitale Demonstrationsmöglichkeit angesehen. D66 spricht sich für Letzteres aus und fordert die Anwendung des im Grundgesetz verankerten Rechts auf Demonstrationen auch für das Internet.
Die niederländische Partei orientiert sich diesbezüglich an den Gegebenheiten herkömmlicher Demonstrationen. So sollen die zugehörigen Unternehmen beispielsweise im Vorfeld darüber informiert werden, wenn eine Attacke geplant wird und sich auf diese Weise entsprechend vorbereiten können.
Angeführt wird diese Kampagne von Kees Verhoeven von der liberalen D66-Partei. Verhoeven fühlt sich in erster Linie gestört daran, dass das fundamentale Recht für Demonstrationen nicht wie gewünscht im Internet angewendet werden kann, berichtet das Online-Portal 'RT'.

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