Kabel Deutschland: Neue AGB mit Daten-Drosselung

Nutzer von Kabel Deutschland, die in letzter Zeit einen neuen Vertrag abgeschlossen bzw. ihren alten verlängert haben, müssen ab sofort mit der Drosselung von Daten rechnen: Ab 10 Gigabyte Gesamt-Traffic am Tag wird der Download (allerdings nur bei Filesharing) auf 100 kBit/s gebremst.

Wie die Technikseite 'Teltarif' berichtet, sind beim Internet-Provider Kabel Deutschland (KDG) seit Mai neue Allgemeine Geschäftsbedingungen in Kraft: Diese "Qualitätssicherungsmaßnahmen" (das 'PDF gibt es hier') sollen dazu dienen, allen KDG-Kunden die schnellstmögliche Übertragungsgeschwindigkeit zu gewährleisten.

Konkret bedeutet das, dass wer viel herunterlädt, mit einer Drosselung der Geschwindigkeit rechnen muss. Unter Punkt 8.2 ("Übertragungsgeschwindigkeit") heißt es nämlich, dass an den "Knotenpunkten des Breitbandkabelnetzes automatisch Gesamtverkehrsvolumenmessungen durchgeführt" würden.

Grundsätzlich würde man zwar jede Art von Verkehr gleichmäßig durchleiten, heißt es in den AGB. Wenn aber "die Gefahr einer Überlastung des Netzes besteht", dann werde in den betroffenen Netzsegmenten der Verkehr zur Sicherung der Servicequalität priorisiert und zwar nach einer vorgegebenen Reihenfolge. Vorrang (also keinerlei Drosselung) haben "zeitkritische Anwendungen" wie Video-Streaming, Internet- bzw. Videotelefonie sowie Online-Gaming. Danach kommen das "normale" Internet-Surfen sowie der Zugriff auf soziale Netzwerke.


Filesharing-Dienste werden dagegen stark gebremst, wenn "der Kunde an einem Kalendertag Gesamtdatenvolumen von mehr als 10 GB" herunterlädt. Kabel Deutschland "kann die ihm zur Verfügung stehende Übertragungsgeschwindigkeit ausschließlich für File-Sharing-Anwendungen bis zum Ablauf desselben Tages auf 100 kBit/s für den Downstream begrenzen", heißt es in den aktualisierten AGB.

Der Provider drosselt allerdings nicht nur Peer-to-Peer-Netzwerke, die neue Regelung gilt auch für "One-Click-Hoster und Net-News", wie es in den AGB heißt. Außerdem schreibt KDG, dass man sich vorbehält, die Maßnahmen anzupassen, "wenn und soweit dies aus technischen Gründen oder auf Grund neuer Dienste und/oder derzeit noch nicht absehbarem Nutzungsverhalten erforderlich ist, um das durch die beschriebenen Qualitätssicherungsmaßnahmen verfolgte Ziel weiterhin erreichen zu können."
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Und die 128 MBIT gleich mit verkauft *LOL*
 
@DerBessere: Wenn diese Änderung für laufende / bestehende Verträge kommt, tritt ja automatisch das Recht zur vorzeitigen / sofortigen Kündigung binnen 4 Wochen nach Mitteilung an den Kunden ein. Einfach davon Gebrauch machen!
 
@Kiebitz: "Nutzer von Kabel Deutschland, die in letzter Zeit einen neuen Vertrag abgeschlossen bzw. ihren alten verlängert haben, " Es gilt offensichtlich nicht für Bestandkunden automatisch.
 
@DerBessere: nix LOL....bin zwar kein Kabel Deutschland Kunde...mom. noch bei Unitymedia..aber ich finde eine solche AGB Änderung mehr als ärgerlich. Würds mich treffen, würd direkt die Kündigung folgen. PS: Ich bin weder Downloader noch hab ich einen hohen Traffic, aber einen bestehenden Vertrag einfach zu ändern.....das hätte sich KD vorher überlegen sollen. Finds generell frech, bestehende Verträge zu ändern, zum. wenn es keine Vorwarnung wie es z.B. bei Tagesgeldkonten gibt (Zinsatz bis dato garantiert) Vielleicht sollten die genau eine solche Zeile der AGB hinzufügen, dann wüssten die Kunden zum. worrauf sie sich einlassen. @Kieblitz: Du hast gut Reden. Einfach Gebrauch machen. Eben das tun die wenigsten, und dem Unternehmen ist dies auch Bewusst. Des Weiteren hab ich auch keine Lust alle paar Monate meinen Vertrag zu kündigen, weil AGB`s geändert werden. Der ganze Schreibkram ect. Ne...sowas sollte verboten werden zum. für Bestandskunden. Vertrag ist Vertrag....und jegliche Änderung sollte im Vorfeld nicht bindend sein. Soll heißen, dann kann Josefjedermann seinen Vertrag kündigen, ohne Einhaltung der Vertragsbindung. Wer weiß was sonst in 2 Jahren Vertrag vom Unternehmen ausfgeht. Eine AGB Änderung...und zack man darf gehen? Dieses Recht sollte dem Kunden vorbehalten sein. Viele stellen sich schon an, wenn ein Umzug stattfindet, und diese wollen einfach neue AGB`s durchsetzen? Nix da...bis Vertragsende gilt der Alte Vertrag...so sollte es sein.
 
@KlausM: Da Provider Modems und Router meist recht schlecht sind, dürften sich technisch bewanderte Menschen wohl auch bessere Geräte extra gekauft haben. Wird man wegen unerträglichen überraschenden Provider Vertragsänderungen genötigt, einen andern Internetzugang zu suchen, so fallen dann oft hohe Folgekosten an. Eine derartige Rechtsunsicherheit und Investitionsunsicherheit dürfte es für Privatkunden nicht geben. Mindestvertragslaufzeiten wurden schließlich von den Providern gefordert, also sollte es auch für die Kunden eine Mindestrecht- und Vertragssicherheit geben.


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