Datenzentren: Mehr Server, aber Verbrauch sinkt

Server, Datenzentrum, AT&T Bildquelle: David Jones / Flickr
Obwohl immer mehr Aufgaben im IT-Bereich in Rechenzentren verlagert werden, haben diese in den letzten Jahren eine positive Entwicklung hinsichtlich des Stromverbrauchs vorzuweisen. Dieser sank, obwohl inzwischen deutlich mehr Server im Einsatz sind.
Die Zahl der Server ist zwischen 2008 und 2011 um 7 Prozent auf gut 2,3 Millionen gestiegen. Gleichzeitig sank der gesamte Stromverbrauch der Geräte zusammengenommen um 4 Prozent auf 9,7 Terawattstunden. Das entspricht der Stromproduktion von vier mittelgroßen Kohlekraftwerken.

Der Anteil am gesamtdeutschen Stromverbrauch liegt dabei bei rund 1,8 Prozent und ist damit konstant geblieben, da insbesondere wegen der Wirtschaftskrise der Stromverbrauch insgesamt zurückgegangen ist. Das ergab eine aktuelle Studie des Borderstep-Instituts im Auftrag des IT-Branchenverbandes BITKOM.

Durch die Steigerung der Energieeffizienz konnten allein im vergangenen Jahr insgesamt 1,4 Terawattstunden eingespart werden. Zum einen ist die Informationstechnik selbst effizienter geworden. Insbesondere konnte der Stromverbrauch von Servern gesenkt werden, wenn sie nicht voll ausgelastet sind. Außerdem ist weniger Energie für die Klimatisierung der Rechenzentren sowie deren Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) nötig.

"In einem durchschnittlichen Rechenzentrum verbrauchen Klimatisierung und USV rund 40 Prozent des gesamten Stroms", so BITKOM-Vizepräsident Volker Smid. Durch konsequente Nutzung von Green-IT-Konzepten solle der Stromverbrauch in Zukunft um rund ein weiteres Viertel gesenkt werden. Angesichts der hohen Betriebskosten, die vor allem auf den Energieverbrauch zurückzuführen sind, haben die Unternehmen hier ein starkes wirtschaftliches Argument für effektivere Anlagen.

Trotz der verbesserten Energieeffizienz haben sich die Stromkosten für die Rechenzentren zwischen 2008 und 2012 nämlich um 12 Prozent erhöht. Der Grund waren die stark gestiegenen Strompreise. Laut Studie werden die Stromkosten bis 2015 um weitere 200 Millionen Euro steigen. "Stromkosten sind mittlerweile mit Abstand der größte Kostenblock in Rechenzentren", sagt Smid. Entsprechend hoch ist die Wirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit der Rechenzentrumsbetreiber.

Der Trend geht auch in Deutschland zu größeren Rechenzentren mit mehr Servern. So sank die Zahl der aus wenigen Serverschränken bestehenden kleineren Rechenzentren zwischen 2008 und 2011 um 5 Prozent auf rund 31.500. Die Zahl der größeren und mittleren Rechenzentren mit mindestens 500 physikalischen Servern stieg hingegen um 15 Prozent auf etwa 500. Angetrieben wird diese Entwicklung vor allem durch Cloud Computing und Outsourcing. Server, Datenzentrum, AT&T Server, Datenzentrum, AT&T David Jones / Flickr
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