Windows 8: Tablets durch Lizenzkosten zu teuer?

Microsoft, Ceo, Steve Ballmer Bildquelle: Microsoft
Die hohen Lizenzkosten für die ARM-Version von Windows 8 lassen Herstellern von künftigen Tablets mit dem neuen Betriebssystem nur sehr wenig Spielraum, um die angepeilten Preisziele zu erreichen, ist aus Taiwan zu hören.
Wie der taiwanische Branchendienst 'DigiTimes' meldet, versuchen die Hersteller bei ARM-Tablets mit Windows RT die Komponentenkosten zu drücken, um die Geräte zu konkurrenzfähigen Preisen verkaufen zu können. Bei Modellen mit 10-Zoll-Display soll der sogenannte "Bill Of Materials" (BOM) einen Wert von 300 bis 350 Dollar nicht überschreiten.


Bei Windows 8-Tablets mit 7-Zoll-Display streben die Anbieter einen BOM von 150 bis 200 Dollar an. Durch die daraus resultierenden Endkundenpreise wollen die Hersteller in der Lage sein, die Geräte besser gegenüber Apples iPad und dem Amazon Kindle Fire zu positionieren. Problematisch ist hierbei, dass Microsoft angeblich recht hohe Preise für die Lizenzen von Windows 8 kassieren will.

So soll der Preis einer Windows RT-Lizenz bei rund 90 bis 100 Dollar liegen, was den Endpreis des jeweiligen Tablets deutlich nach oben treibt. Die Markenanbieter müssen daher wahrscheinlich ihre Marge reduzieren, damit die Geräte im Handel im Vergleich zu günstigen Android-Tablets wie dem Kindle Fire nicht zu teuer werden.

Problematisch ist hierbei, dass die Anbieter von Windows 8-Tablets nicht mit zusätzlichen Einnahmen aus dem Vertrieb von Inhalten und Zusatzdiensten rechnen können, wie es bei Amazon der Fall ist. Der US-Onlinehändler erzielt durch sein reichhaltiges Content-Angebot zusätzliche Umsätze, die es dem Unternehmen ermöglichen, den Kindle Fire zu einem sehr günstigen Preis anzubieten.

Auch bei den neuen Windows 8-Tablets mit x86-Prozessoren von Intel gibt es Sorgen, dass die Geräte zu teuer werden könnten, um für die Kunden noch attraktiv zu sein. In den meisten Fällen wird mit Preisen jenseits der 600-Dollar-Marke gerechnet, was die Verwendung von x86-Plattformen für die Hersteller nicht lohnenswert erscheinen lässt. Hintergrund sind hier die von Intel veranschlagten CPU-Preise und ebenfalls die Lizenzkosten von Microsoft.

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