Microsoft setzt bei Skype-Supernodes auf Linux

Microsoft hat nach der Übernahme des VoIP-Anbieters Skype die Grundstruktur von dessen Netzwerk überarbeitet und dabei die für die Suche nach Kontakten in dem P2P-basierten Netz verwendeten so genannten "Supernodes" zunehmend auf Linux-Server umgestellt.
Nach Angaben des Sicherheitsspezialisten Kostya Kortchinsky von der Firma Immunity Security setzt Microsoft seit rund zwei Monaten nicht mehr auf die bisher übliche Verwendung von Client-Rechnern als Supernodes. Dabei handelte es sich um PCs von ganz normalen Nutzern, die in dem Peer-To-Peer-Netz von Skype den Aufbau von Verbindungen und die Suche nach anderen Usern erleichterten. Als Supernodes fungierten vor allem solche Clients, die über eine hohe Bandbreite verfügten.

Stattdessen hat Microsoft laut Kortchinsky inzwischen auf spezielle Server in seinen Rechenzentren umgestellt, die dank einer speziell angepassten Linux-Variante eine höhere Sicherheit garantieren sollen, berichtet 'Ars Technica'. Aktuell sind insgesamt gut 10.000 der neuen Supernodes im Einsatz, so dass keine normalen Skype-Clients mehr als Supernodes genutzt werden.

Die von Microsoft gehosteten Linux-Server laufen mit grsecurity, einem Paket aus Patches und Konfigurationen, das für eine bessere Absicherung gegen Angriffe sorgen soll. Die neuen Supernodes sind nicht nur sicherer, sondern auch belastbarer. Konnten die Client-Supernodes im Schnitt nur rund 800 Nutzer haben, so bedienen die neuen Server laut Kortchinskys Nachforschungen rund 4100. Theoretisch sind bis zu 100.000 Nutzer möglich.

Kortchinsky geht davon aus, dass Microsoft bei Skype durch die Zentralisierung der Supernodes für mehr Sicherheit und eine größere Stabilität des VoIP-Dienstes sorgen kann. Außerdem ist das Netzwerk nun in der Lage, eine deutlich größere Zahl von Nutzern aufzunehmen. Kurze Zeit nach der Übernahme von Skype durch Microsoft hatte ein weitreichender Ausfall für Frust unter den Nutzern gesorgt.

Die Redmonder haben sich inzwischen zu dem Thema geäußert. Mark Gillett, Corporate Vice President für Skype Product Engineering & Operations bei Microsoft, erklärte dazu, dass man Supernodes entwickelt habe, die auf dedizierten Servern in sicheren Rechenzentren laufen können.

Die grundlegende Architektur des P2P-Netzwerks von Skype werde dadurch nicht verändert. Grundsätzlich würden alle Gespräche weiterhin direkt zwischen den Clients und somit ohne Beteiligung der Supernodes abgewickelt. Die Umstellung auf zentrale Supernodes bringe vor allem Vorteile im Bezug auf Leistungsfähigkeit, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit, die den hunderten Millionen von Skype-Usern zugute kommen. Microsoft, Skype, Chat, Voip, Instant Messaging, Internettelefonie Microsoft, Skype, Chat, Voip, Instant Messaging, Internettelefonie Skype
Mehr zum Thema: Filesharing
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