Microsoft: Kriminelle nehmen den Nutzer ins Visier

Sicherheit Die verstärkte Konzentration von Software-Herstellern auf die Sicherheit ihrer Produkte führt zu veränderten Strategien bei Kriminellen. Diese richten ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf die Anwender.
Der Software-Konzern Microsoft kommt in der neuen Auflage seines regelmäßig erscheinenden "Security Intelligence Report" zu dem Schluss, dass Social-Engineering-Methoden wie Phishing, Adware und falsche Sicherheits-Software immer häufiger eingesetzt wird, um Nutzern zu schaden.

So sei die Zahl der Phishing-Attacken über soziale Netzwerke und Gaming-Webseiten weltweit um mehr als 1.200 Prozent gestiegen, hieß es. Sechs der zehn weltweit am stärksten in der Verbreitung gewachsenen Schadprogramme gehören außerdem zur Kategorie Rogue-Software, unter der falsche Sicherheits-Programme und Adware zusammengefasst werden.

Die Zahl der entdeckten Adware-Programme stieg laut dem Bericht binnen sechs Monaten um 70 Prozent. Hauptsächliche Verursacher des Anstiegs waren neue Programme wie JS/Pornpop und Win32/ClickPotato, die Verbraucher mit gefälschten Werbeanzeigen im Browser zu infizierten Webseiten und Downloads locken. ClickPotato greift dafür sogar auf das Nutzungsverhalten des jeweiligen Anwenders zurück, hieß es.

Ebenso entwickeln sich Soziale Netzwerke und Onlinegaming-Webseiten zu immer beliebteren Angriffsflächen für Phishing-Attacken, um an Passwörter und persönliche Daten der Nutzer zu gelangen. Insgesamt macht die Zahl der Phishing-Attacken über soziale Netzwerke mittlerweile 84,5 Prozent aller entsprechenden Angriffe aus. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 8,3 Prozent, während der Großteil via E-Mail erfolgte.

In Deutschland waren im Zeitraum der Untersuchung 5,3 von 1.000 geprüften Rechnern mit Malware infiziert. Damit hat sich die Infektionsrate im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2,2 von 1.000 überprüfter Systeme) deutlich erhöht. Dennoch liegt Deutschland unter dem weltweiten Durchschnitt von 8,7 von 1000 infizierten Computern.
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