Vodafone in der Kritik wegen Netzabschaltung

Wirtschaft & Firmen Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat den Mobilfunkbetreiber Vodafone wegen der teilweisen Abschaltung seines Mobilfunknetzes in Ägypten scharf kritisiert. Der Generalsekretär der Organisation, Salil Shetty, hat sich gegenüber dem 'Handelsblatt' dazu geäußert. In seinen Augen ist Vodafones Bereitwilligkeit, das eigene Netz teilweise in Ägypten abzuschalten, unglaublich. Der Netzbetreiber Vodafone hat bereits auf diese Geschehnisse reagiert und teilte mit, das mobile Telefonieren am Samstagmorgen in Ägypten wieder ermöglicht zu haben.

Grundsätzlich sollen die Behörden in Ägypten technisch in der Lage sein, das Netz von Vodafone zu schließen. Laut einer Pressesprecherin von Vodafone wurde das Netz so früh wie möglich in Ägypten wieder aktiviert. Es gehe auch um die Sicherheit der Angestellten in Ägypten, fügte sie hinzu.

Laut Amnesty International handelt es sich bei der Abschaltung des Netzes in Ägypten nicht nur um Betrug an den Kunden. Viel mehr entlarve dieser Schritt die schockierende Geringschätzung der Meinungsfreiheit von einem der weltführenden Telekommunikationsunternehmen, heißt es.

Vodafone hat in Ägypten rund 25 Millionen Kunden und ist dort einer der größten Mobilfunkanbieter.
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