Massive DoS-Attacke legte tagelang Myanmar lahm

Hacker Das südost-asiatische Land Myanmar wurde mit einer DoS-Attacke über Tage nahezu vom Zugang zum Internet abgeschnitten. Weder der Ursprung noch der Sinn des Angriffs ist bisher gekannt. Bei der Aktion wurde das Ministerium für Post und Telekommunikation, zu dessen Systemen auch der zentrale Internet-Knoten des Landes gehört, mit einer massiven Flut von Anfragen bedacht. Bis zu 10 bis 15 Gigabit pro Sekunde Traffic hieß es zu verarbeiten, was die Systeme in die Knie zwang.

Bereits am 25. Oktober sollen die Angriffe nach Angaben der 'Myanmar Times' begonnen haben. Allerdings waren sie zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht besonders stark. Zum Monatswechsel entfalteten sie dann aber eine Wucht, mit der die Systeme zum erliegen kamen.

Möglicherweise steht die Attacke in Verbindung mit den ersten Wahlen nach 20-jähriger Militärdiktatur. Diese sollen am Sonntag stattfinden. Oppositionelle kritisierten dabei, dass die Wahlen nicht frei sind und die Bevölkerung auch nur zum Teil über die Zusammensetzung des Parlamentes entscheiden darf - immerhin bleibt ein Viertel der Sitze dem Militär vorbehalten.
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