Microsoft: Verbesserungen für mobiles Surfen

Forschung & Wissenschaft Forscher von Microsoft Research und der University of California in Los Angeles (UCLA) haben untersucht, wie Smartphone-Besitzer unterwegs im Internet surfen. Dabei haben sie potentielle Verbesserungsmöglichkeiten ausfindig gemacht. Die Geräte von 43 Probanden wurden mit einer speziellen Software ausgestattet, die den Internet-Traffic analysiert. Laut dem Forschungspapier war es recht schwierig, Personen zu finden, die an der Untersuchung teilnehmen wollten. Dies erklärt die recht niedrige Anzahl von Teilnehmern der Studie, jedoch sollen die Ergebnisse trotzdem aussagekräftig sein.

Man fand heraus, dass die meisten Daten durch das Surfen und Abrufen von E-Mails entstehen. Dementsprechend werden hauptsächlich kleine Dateien übertragen. Die Hälfte davon wird verschlüsselt ausgetauscht. Dafür kommen die Protokolle HTTPS und IMAP4S zum Einsatz. Der Overhead dieser kleinen Datei ist im Verhältnis zu ihrer Größe recht groß. Bei verschlüsselten Dateien fällt dies noch deutlicher auf.

Bei der Übertragung der Daten via TCP konnte ein hoher Paketverlust beobachtet werden. Im Durchschnitt mussten 3,3 Prozent der runtergeladenen und 3,7 Prozent der hochgeladenen Pakete neu übertragen werden. Zum Vergleich: Im weltweiten Durchschnitt liegt der Wert bei unter 1 Prozent, in den USA sogar nur bei 0,1 Prozent.

Als Lösung für dieses Problem schlagen die Forscher die gemeinsame Übertragung von mehreren kleinen Dateien vor, so dass der Overhead im Verhältnis kleiner ausfällt. Davon macht beispielsweise der Browser Opera Mini Gebrauch, der aufzurufende Websites auf eigenen Servern komprimiert und dann in Form größerer Dateien an das Handy überträgt.

Weitere Verbesserungsmöglichkeiten gibt es bei den 3G-Modems, genauer gesagt bei deren Stromsparfunktionen. Man hat ermittelt, dass 95 Prozent aller Pakete spätestens 4,5 Sekunden nach dem letzten übertragen werden. Geschieht innerhalb dieser Zeitspanne nichts, könnte das Modem in den Schlafmodus wechseln, um Strom zu sparen. In der Praxis tut es dies aber erst nach 17 Sekunden - ein Verhalten, das den Akku unnötig belastet.

Würde man dies ändern, ließe sich der Stromverbrauch der 3G-Modems um bis zu 35 Prozent senken, errechneten die Forscher. Noch mehr Energie könnte man sparen, wenn man wüsste, wann das nächste Paket ausgetauscht wird. Allerdings lässt sich dies praktisch nicht umsetzen. Bis zu 60 Prozent könnten eingespart werden. Das UMTS-Modem eines Smartphones macht im Durchschnitt rund ein Drittel der Gesamtleistungsaufnahme aus.
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