Microsoft zeigt, wie man Touch- und Pen-Eingabe kombinieren kann

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Bei der Bedienung von Tablets mit Touchscreens gibt es derzeit eigentlich nur ein Entweder/Oder, man nutzt sie entweder mit dem Finger oder mit einem Stift. Beides gleichzeitig ist nicht vorgesehen, doch Microsoft Research hat sich dazu diverse Gedanken gemacht und zeigt, wie sich beide Bedienmethoden sinnvoll kombinieren lassen.

Ein von User-Interface-Spezialist Bill Buxton geleitetes Team bei der Forschungsabteilung von Microsoft hat sich überlegt, welche Vorteile in Bezug auf Produktivität eine derartige Zweigleisigkeit haben könnte. Dabei hat man sich drei Anwendungsszenarien angesehen, nämlich eine Tabellenkalkulation, einen Webbrowser und ein Zeichenprogramm.

Menüs auf der linken Seite

Dabei hält die linke Hand zum einen das Tablet, zum anderen liegt der Daumen auf der linken Seite des Geräts auf dem Bildschirm. Am Rand des Displays sind nämlich bei der Excel-Nutzung teils radiale Menüs positioniert. Während man mit der rechten Hand und dem Pen die Eingaben macht und Bildschirmelemente markiert, wird der Daumen zur Auswahl von Einstellungen oder Tools verwendet. Das Ganze erinnert an einen virtuellen Joystick, mit dem man auf einfache Weise per angesteuerter Richtung Untermenüs erreicht oder Funktionen auswählt.

Auch das Tappen oder Halten des Bildschirms wird zum Interagieren genutzt. Die vielen Funktionen, die sich damit durchaus effektiv durchführen lassen, sind vielfältig, Kopieren, Verschieben und Stilauswahl sind nur einige wenige Beispiele.

Auf dem Display ist auch ein länglich-vertikales Touchpad-ähnliches Feld zu sehen, darüber kann mit Wischgesten nach unten oder oben heran- oder herausgezoomt werden. Die Felder bzw. ihre Funktionalitäten lassen sich auch kombinieren, hier führt Microsoft Research Copy & Paste als Beispiel an.

Beim Browser ist ein Nutzungsszenario ziemlich naheliegend, denn mit dem Daumen wird u. a. gescrollt und mit dem Pen klickt man Links an oder macht sich am Bildschirm Notizen. Bei einem Zeichenprogramm funktioniert das Ganze ähnlich wie bei der Tabellenkalkulation, auch hier werden links diverse Werkzeuge eingeblendet und ausgewählt.
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Ist ziemlich geil, in welche Richtung es gehen kann. Nur leider muss alles bei Windows am Desktop-Nutzer vorbei und der hat keinen Sinn für moderne Bedienkonzepte; für den ist das Startmenü die Krone der Schöpfung. Deswegen müssen wir noch verdammt lang darauf warten bis wir solche Konzepte wirklich benutzen dürfen. Wahrscheinlich wird es in ca. 3 Jahren von Apple erfunden.
 
Ich finde, das Konzept ist genial. Und da es sich ja nur um Software handelt, müsste es doch recht schnell und einfach zu implementieren sein.
PS @eshloraque: letzter Satz - made my day :-)
 
Ich würde ja jetzt euphorische Begeisterung zeigen. Aber Microsoft hat seit zig Jahren rein gar nichts von ihren Research Videos in normale Produkte umgesetzt. Demzufolge kann man das nur als Werbevideos betrachten.
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