Betrug durch Gebrauchtspiele: THQ rudert zurück

Spiele Cory Ledesma, Creative Director beim Publisher THQ, sorgte gestern für Aufsehen, als er die Käufer von Gebrauchtspielen als Betrüger bezeichnete. Jetzt folgte eine offizielle Stellungnahme seines Arbeitgebers, in der die Aussage relativiert wird. "Das Wichtigste für uns ist es, qualitativ hochwertige Spiele zu entwickeln. Solche, die sich die Spieler unbedingt kaufen wollen. Wenn der gesamte Erlös an den Machern dieser Spiele vorbeigeht, ist es schwierig, sie zu fördern und finanziell zu unterstützen. Das ist an sich eine einfache Rechnung", erklärte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Danny Bilson.

"Aber wir möchten in keiner Weise die Käufer gebrauchter Spiele bestrafen", setzte er fort. "Für die Tatsache, dass Ihnen für unseren Premium Online Access Kosten entstehen, schenken wir Ihnen neue Download-Inhalte. Das heißt beispielsweise, dass wenn man unser kommendes WWE-Spiel gebraucht erwirbt, erhält man für ca. 10 US-Dollar nicht nur den Zugang zu sämtlichen Online-Elementen des Spiels, sondern auch das erste DLC-Paket."

"Wir versuchen stets, das Thema positiv zu gestalten. Jedoch müssen wir ebenso darauf achten, dass die neue Ware unsere Premiumware ist und die gebrauchte Ware eben gebrauchte bleibt. Wir müssen unsere Software entsprechend so gestalten, dass sie dies auch beweist", versucht Bilson die Wogen zu glätten.
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