Guardian-Chef warnt Zeitungen vor Abschottung

Wirtschaft & Firmen Alan Rusbridger, Chefredakteur der britischen Tageszeitung 'The Guardian', hat die Presseverlage davor gewarnt, voll auf Paid Content-Kurs zu gehen und den freien Zugang zu ihren Inhalten komplett zu unterbinden. Während einer Rede in London distanzierte er sich damit von Äußerungen großer Verleger wie Rupert Murdoch oder Hubert Burda, die eine Abkehr von der derzeitigen Online-Strategie fordern. Sie berufen sich dabei auf die Probleme, journalistische Arbeit lediglich mit Werbung auf Webseiten zu finanzieren.

Journalisten könnten sich mit einer strikten Abschottung ihrer Inhalte vor nichtzahlenden Nutzern ins Abseits stellen, warnte Rusbridger. Paid Content möge aus der geschäftlichen Sicht eine richtige Sache sein, aus redaktioneller Sicht drohen aber deutliche Rückgänge bei den Leserzahlen und ein entsprechend geringerer Einfluss der Presse auf die Gesellschaft.

"Es entfernt dich von der Methode, wie die Menschen sich heute untereinander verbinden", sagte er. Es funktioniere nicht, eine vollständige Kontrolle über den Distributionskanal aufzubauen, ohne sich gleichzeitig von der vernetzten Welt zu isolieren.

Rusbridger mahnte außerdem an, die veränderte Stellung von Journalisten in der heutigen Gesellschaft zu akzeptieren. Die Zeiten, in denen die großen Verlage Institutionen waren, denen die Leser mehr oder weniger vertrauen mussten, seien vorbei.

"Die Situation ist nun so, dass viele Leser die Möglichkeit haben, ihre eigenen Urteile zu fällen, ihren Vorlieben Ausdruck zu verleihen, ihre eigenen Inhalte zu produzieren und ihre eigenen Ansichten zu artikulieren", so der Guardian-Chef. Das Informieren und Lernen laufe heute mehr über direkte Kontakte ab, als über die bisherigen Autoritäten.

Journalisten könnten weiterhin eine bestimmte Form einer Autorität darstellen. Dafür müssen sie nach Ansicht Rusbridgers aber bereit sein, sich in die vernetzten Kommunikationswege einzubringen.
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