Guardian wird wegen Snowden-Berichten angegriffen

Presse, the guardian, Redaktion, The Observer Bildquelle: Bryantbob (CC-BY-SA 3.0)
In Großbritannien wird die Tageszeitung The Guardian zunehmend für ihre Veröffentlichungen aus dem Snowden-Archiv angegriffen. Die Publikation würde damit Terroristen in die Hände spielen, heißt es.
Zuletzt hatte sich Andrew Parker, der neue Chef des britischen Geheimdienstes MI5 zu dem Thema zu Wort gemeldet. Dieser erklärte, dass Terroristen ein Vorteil verschafft würde, wenn man die Möglichkeiten und die Grenzen der geheimdienstlichen Arbeit öffentlich debattiert.

Parker würdigte insbesondere die Beiträge des GCHQ, dessen Aufgabe vor allem in der Überwachung von Telekommunikationswegen besteht, für die Verhinderung von Terroranschlägen in den letzten Jahren. Gerade dieser steht in Großbritannien nun aber im Mittelpunkt der Veröffentlichungen, die auf den Dokumenten beruhen, die der ehemalige Geheimdienst-Mitarbeiter Edward Snowden aus den NSA-Netzen heraustrug. Laut dem MI5-Chef würden Terroristen heute ein breites Spektrum an Kommunikationskanälen nutzen und seine Organisation sei dringend auf die Erkenntnisse angewiesen, die vom GCHQ gesammelt und ausgewertet würden.

Alan Rusbridger, der Chefredakteur des Guardian, erklärte daraufhin, dass es den Geheimdiensten letztlich nur darum ginge, eine öffentliche Debatte um ihre Arbeit zu verhindern. "Das MI5 kann aber nicht die einzige Stimme sein, die in der Diskussion gehört wird", erklärte er gegenüber der BBC.

Wie er ausführte, habe seine Publikation erst das Ausmaß öffentlich gemacht, mit dem ganze Völker potenziell unter eine weitgehende Überwachung gestellt werden. Seiner Ansicht nach ist es dringend erforderlich, dass der Öffentlichkeit solche Informationen zur Verfügung gestellt werden. Angesichts dessen, dass die Arbeit der Geheimdienste im britischen Parlament faktisch nicht kritisch diskutiert wird, sei es an der Presse, hier einen entsprechenden Gegenpol zu bilden.

Dabei wies Rusbridger den Vorwurf, unverantwortlich zu handeln, weit von sich. Immerhin würden sich die Veröffentlichungen auch deshalb inzwischen über Monate hinziehen, weil jedes Dokument und jede Information gewissenhaft dahingehend überprüft wird, ob eine reale Gefahr für die nationale Sicherheit entstünde, wenn man diese publiziert. Man werde hier in der kommenden Zeit auch fortfahren, die Dokumente aus dem Snowden-Archiv zu sichten und die Öffentlichkeit zu informieren. Presse, the guardian, Redaktion, The Observer Presse, the guardian, Redaktion, The Observer Bryantbob (CC-BY-SA 3.0)
Mehr zum Thema: Edward Snowden
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