Frankreich: Software soll "Three Strikes" aushebeln

Hacker Französische Hacker haben eine neue Software namens Hadopi-Router veröffentlicht. Mit dieser wollen sie dafür sorgen, dass die so genannte "Three Strikes"-Regelung faktisch nicht durchsetzbar wird.

Die französische Regierung hatte ein Gesetz beschlossen, wonach Internet-Nutzern nach mehrfachen Urheberrechtsverletzungen im Internet der Zugang gesperrt wird. Die eigens eingerichtete Hadopi-Behörde soll Beweise sammeln, dass beispielsweise von einer bestimmten IP-Adresse aus Filesharing betrieben und geschützte Inhalte ausgetauscht wurden.


Die letzte Fassung sieht vor, dass ein Richter anhand dieser Belege anordnet, dass der zuständige Provider den Anschluss sperren muss. Kritiker des Gesetzes hatten allerdings angemerkt, dass damit auch Personen für etwas bestraft werden könnten, die nichts unrechtes getan haben. Immerhin muss es nicht zwangsläufig so sein, dass eine Urheberrechtsverletzung vom Anschlussinhaber selbst vorgenommen wurde, sondern vielleicht von einem Familienmitglied oder einem ganz anderen Nutzer.

Hier soll die nun der Hadopi-Router ansetzen. Wird die Software auf einem WLAN-fähigen Gerät gestartet, fängt sie systematisch an, die Keys verschlüsselter WLAN-Verbindungen in der Umgebung zu knacken. Sobald der erste Erfolg zustande kommt, wird der betroffene WLAN-Router für die Verbindung zum Internet genutzt. Ändert dessen Besitzer das Passwort, weicht die Software automatisch auf einen anderen Hotspot aus und beginnt im Hintergrund wiederum, das neue Login zu knacken.

Insbesondere WLANs, die noch mit WEP verschlüsselt sind, lassen sich relativ leicht für dritte öffnen. Wie die Hacker gegenüber der Tageszeitung 'Le Monde' ausführten, wollen sie im Grunde nicht, dass ihre Software für missbräuchliche Zwecke eingesetzt wird.

"Wir haben sie veröffentlicht, um jedermann die Möglichkeit zu geben, zu verstehen, dass die von der Hadopi-Behörde gesammelten technischen Daten nicht als Beweise taugen", erklärte einer der Entwickler, der unter dem Pseudonym "V" auftritt.

Die Software soll möglichst weit verbreitet werden, damit sie in den Fokus der Öffentlichkeit kommt. "Die Richter werden dann nicht mehr sagen können, dass sie nicht bescheid wissen", so "V". Sie würden sich so dem Risiko aussetzen, Strafen gegen jemanden anzuordnen, von dessen Schuld sie unmöglich überzeugt sein können.
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gibts die software schon?
 
@LoD14: Laut aktuellem Stand der Dinge _noch_ nicht public. Wird sich aber bestimmt in den nächsten Tagen ändern.
 
@LoD14: Das heißt aurcrack und gibt es unter Linux schon lange. Das dumme ist nur, dass so A: die Netzlast unerträglich hoch wird und B: das hacken eines Access-Points straffbar ist.
 
@Sam Fisher: meinst du zufällig aircrack?
 
@Sam Fisher: Zu A: Solange du dich mit dem loggen von Packeten begnügst die von den benutzern des Wlans erzeugt werden udn mit diesem den key crackst und nicht den traffic durch packetinjection erhöst ändert das garnichts am trafic. ___ Zu B: Wenn du es machst wie ich sagte, dann ist es auch nicht wirklich strafbar da du ja nur die packete aufzeichnest die dir dein nachbar in deine wohnung schickt. Wenn du dann jedoch den key benutzt den du dadurch rausgefunden hast, das wiederum ist bestimmt nicht erlaubt. Andererseits wenn der wlan accespoint offen ist, dann kann es ja nicht wirklich strfafbar sein, denn genaugenommen weist du deinen pc ja an, den accespoint bei verbindungsaufbau zu fragen ob er sich verbinden darf, woraufhin der accesponit auf geheiß des besitzers dir ja antwortet ok du darfst dich verbinden.


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