Spanien: "Three Strikes"-Regelung ist vom Tisch

Recht, Politik & EU In Spanien ist das Thema einer Einführung der so genannten "Three Strikes"-Regelung vom Tisch. Die Medienindustrie beugte sich nun dem Widerstand von Seiten der Provider.

Wie auch in verschiedenen anderen europäischen Ländern sollte durchgesetzt werden, dass Internet-Nutzern der Zugang gesperrt wird, wenn sie mehrfach bei Urheberrechtsverletzungen ertappt werden. Verhandlungen mit den Providern des Landes verliefen jedoch ergebnislos.


Der spanische Branchenverband der Medienindustrie SGAE hatte in der Frage auch keine Unterstützung von der Regierung zu erwarten. Dessen Präsident Aldo Olcese teilte nun offiziell mit, dass man in den Internet-Nutzern "derzeitige oder zukünftige Kunden" sehe und Strafmaßnahmen gegen diese außer Frage stünden.

"Wir haben kein Interesse daran, Internet-Nutzer zu kriminalisieren, weil sie illegale Downloads tätigen", so Olcese. Das heiße allerdings nicht, dass man nicht weiterhin versuchen werde, die unrechtmäßige Verbreitung von geschützten Inhalten über das Internet einzudämmen.

Die Konzentration soll dabei aber auf die zahlreichen BitTorrent-Tracker gelegt werden. Deren Zahl sei in Spanien binnen weniger Monate von 70 auf 200 gestiegen. Sie bilden laut Olcese die Basis dafür, dass man Spanien als Paradies für Piraterie bezeichnen könne. Deshalb wolle man juristisch gegen solche Angebote vorgehen.
Diese Nachricht empfehlen:
 
Dort vom Tisch, bei uns auf den Tisch...
 
@FloW3184: ...und in Frankreich sowieso.
 
@FloW3184: mal sehen wie lange. Derzeit ist die Abgabe der Steuererklärung online via ELSTER noch freiwillig, wird aber sicherlich zukünftig Pflicht werden. Immer mehr Anträge/Formulare wird es auch nur noch online geben - ich nenn jetzt mal die "Abrwackprämie". Weg vom Papierstaat hin zum bürgernahen Online-Amt geht nicht, wenn den Bürgern die Internetzugänge weggesperrt werden.
 
@Sehr-Gut: Wir bekommen halt den ganzen Müll, den andere nicht schlucken wollen. Wir schlucken ihn, weil wir zu faul sind mal auf die Straße zu gehen... Würde gerne mal im Fernsehn sehen, wie der Bundestag niederbrennt... trau mich aber (noch) nicht, es selbst zu machen.
 
@Tyndal: Dann werden diese "Bürger" mit gesperrtem Internetzugang eben komplett enteignet (Erlöse gehen an die MI) und entmündet, dann brauchen sie auch keine Online-Steuererklärung mehr abgeben. Ist zwar etwas Sarkasmus dabei, aber man sieht ja an Hartz IV wie Menschen entmündet werden wenn sie für den Staat nicht mehr "vollwertig" sind, ich denke dieses Klassensystem wird in Zukunft extremer. ^^


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

Community

  • Neue Kommentare
  • Neue Mitglieder

WinFuture wird gehostet von Artfiles

MSDN Online

News zu IT Pro- und Dev-Tools