Copyright: Google muss Open Source-Projekt stoppen

Recht, Politik & EU Der Suchmaschinenbetreiber Google musste ein Open Source-Projekt im Video-Bereich vorerst zurückziehen. Dazu sah sich der Konzern nach einer entsprechenden Aufforderung unter Berufung auf das restriktive US-Copyright-Gesetz DCMA gezwungen. In dem Projekt soll eine Möglichkeit geschaffen werden, den proprietären CoreAVC-Codec auch unter Linux nutzbar zu machen. Die Software wurde von CoreCodec entwickelt. Es handelt sich um eine Umsetzung des H.264-Standards.

Laut Google hat der Codec entscheidende Vorteile: Er sei deutlich schneller als alle verfügbaren Open Source-Codecs, bietet Multithread-Unterstützung und kann PAFF-Streams verarbeiten.

Wie der Suchmaschinenbetreiber dem Entwickler-Team nun mitteilte, wirft CoreCodec dem Projekt nun vor, ohne Genehmigung des Rechteinhabers Reverse Engeneering zu betreiben. Google sah sich daraufhin gezwungen, die Team-Webseite bis zur Klärung des Problems abzuschalten.

Mit der Entwicklung könnte es allerdings bereits in Kürze weitergehen. Dan Marlin, Chef von CoreCodec, kündigte bereits an, dass man mit Google darüber verhandeln wolle, wie das CoreAVC-for-Linux-Projekt weitergeführt werden könne.
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