iTunes: Universal Music will mehr Geld von Apple

Wirtschaft & Firmen Die Universal Music Group (UMG), eine Tochter des französischen Medienkonzerns Vivendi, will von Apple mehr Geld für die bei iTunes angebotenen Lieder. Dies erklärte Vivendi-Chef Jean-Bernard Levy bei einem Treffen mit internationalen Pressevertretern.

Derzeit liegt die Umsatzbeteiligung von UMG bei 70 US-Cent pro Titel. Der Endkunde zahlt 99 US-Cent für jeden bei iTunes gekauften Musiktitel. Da man künftig mehr Kontrolle über die Preisgestaltung haben möchte, ist das Unternehmen laut Levy bereits in Gesprächen mit anderen Online-Musik-Shops.

Levy fordert von Apple unter anderem eine andere Preisgestaltung bei den Musiktiteln. So fordert er, dass aktuelle Lieder zu einem höheren Preis verkauft werden, als Lieder die bereits mehr als 30 Jahre alt sind. "Wir benötigen ein differenziertes Preissystem", erklärte Levy den Journalisten.



Weiter ließ er verlauten, dass das Vertriebsabkommen mit Apple jeweils nur 30 Tage gilt und danach erneuert werden muss. Dies biete zum einen den Vorteil, dass man den Druck auf Apple hochhalten kann und zum anderen, dass man jeweils zum Monatsende aus dem Vertrag aussteigen könnte.

"Wir sind derzeit in einer Phase, in der sehr viele verschiedene Akteure in Kontakt miteinander stehen und wir befinden uns nicht nur in Gesprächen mit Apple", so Levy weiter. Erst im August hatte sich NBC Universal dazu entschlossen, seinen Vertrag mit Apple nicht zu erneuern und vertreibt sein Angebot nun über Amazon.
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