Buchhändler Amazon will PayPal das Fürchten lehren

Internet & Webdienste Lange Zeit war das zum Online-Auktionshaus eBay gehörende Bezahlsystem PayPal der einzige ernst zu nehmende Anbieter in diesem Bereich. Mittlerweile hat man allerdings mit Google CheckOut zumindest in den USA einen starken Konkurrenten bekommen.

Jetzt will auch der Online-Buchhändler Amazon am Geschäft mit Micro-Payments teilhaben und hat ein eigenes Angebot dieser Art gestartet. Seit Freitag können die Nutzer von Amazon.com auch auf anderen Websites einkaufen, wobei ihre Nutzer- und Kontodaten dort ebenfalls genutzt werden.

Das neue Angebot nennt Amazon "Flexible Payment Service" (FPS). Das Programm wurde zunächst nur für ausgesuchte Onlineshopbetreiber gestartet, die von Amazon selbst ausgewählt werden. Diese können FPS mit Hilfe einer Programmierschnittstelle in ihr eigenes Angebot integrieren.


Für die Kunden soll FPS eine Reihe von Vorteilen bieten. Unter anderem ist es nun nicht mehr nötig, für jeden Onlineshop ein eigenes Nutzerkonto anzulegen, wenn man bereits ein Konto bei Amazon besitzt. Angesichts der zahllosen Nutzer von Amazon und der sehr einfachen Abwicklung des Zahlungsvorgangs, hat FPS durch aus große Erfolgschancen.

Natürlich wickelt auch Amazon die Online-Bezahlung für Drittanbieter nicht kostenlos ab. Wie auch bei Konkurrenz wird für jede Transaktion eine geringe Gebühr fällig. Diese liegt zumindest anfangs offenbar niedriger als bei den anderen großen Anbietern PayPal und Google CheckOut. Wann Amazon FPS auch in Deutschland bzw. Europa starten will, ist noch offen.

Weitere Informationen: Amazon Flexible Payment Service Beta
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