FBI macht Betreiber von "Zombie"-Netzen dingfest

Internet & Webdienste Als Botnet bezeichnet man eine über das Internet verbundene Gruppe von Computern, die von Onlinekriminellen für Angriffe auf bestimmte Rechner missbraucht werden, um von deren Betreibern Geld zu erpressen, an Kreditkarteninformationen zu gelangen oder Spam-Mails zu verschicken. Der US-Inlandsgeheimdienst FBI hat jetzt einigen Betreibern solcher Netzwerke das Handwerk gelegt. Diese hatten zahlreiche Computer mit Hilfe von Trojanern und anderer Schad-Software in ihre Gewalt gebracht und meist ohne das Wissen ihrer jeweiligen Besitzer missbraucht.

In dieser Woche wurde ein Mann angeklagt, der ein Botnet verwendet hatte, um die Computersysteme von Krankenhäusern anzugreifen. Diese wurden dadurch in die Knie gezwungen, so dass die Krankenhäuser teilweise nicht mehr richtig arbeiten konnten. Der Mann hatte mehr als 10000 so genannte "Zombies" verwendet.

Als weiteren Erfolg rechnet das FBI auch die Festnahme von Robert Alan Soloway aus Seattle, der als einer der größten Spam-Versender der Welt gilt (wir berichteten). Der dritte und letzte Fall ist der eines Mannes aus dem US-Bundesstaat Kentucky, der elf Wochen lang Spam über ein Botnet versendet hatte. Das FBI hatte die drei Männer im Rahmen einer "Operation Bot Roast" genannten Ermittlungsaktion dingfest gemacht.

Insgesamt soll es weltweit rund eine Million Computer geben, die ohne das Wissen ihrer Besitzer von Internetkriminellen missbraucht werden.
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