Urteil gegen 'Intel-Hacker' nach 12 Jahren aufgehoben

Wirtschaft & Firmen Der Amerikaner Randal Schwartz wurde Anfang der neunziger Jahre vom Prozessorhersteller Intel als externer Mitarbeiter engagiert. Er war damals überrascht, wie unsicher das Passwortsystem des Unternehmens aufgebaut war und schrieb ein Perl-Script, mit dem er die Passwörter anderer Mitarbeiter sammelte. Mit dieser Aktion wollte er die Intel-Bosse nach eigenen Angaben auf die Sicherheitslücken in ihrem Unternehmen aufmerksam machen. Doch die Chefs sahen das Ganze als kriminelle Handlung. Schwartz musste gehen und wurde 1995 im US-Bundesstaat Oregon angeklagt. In der Folge wurde er unter anderem zu fünf Jahren Bewährung, gemeinnütziger Arbeit, einer Geldstrafe und zur Übernahme der Gerichtskosten verurteilt.

Nun wurde das Urteil gegen den als "Intel-Hacker" bekannt gewordenen Programmierer vom Gouverneur des Bundesstaats aufgehoben. Somit wurde Schwartz nach immerhin 12 Jahren von den Vorwürfen freigesprochen. Damit geht eine fast unendliche Odysee durch diverse Instanzen zuende. Schwartz ist als Autor mehrerer Bücher zum Thema Perl-Programmierer bekannt.
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