Jetzt andersrum: Chinas Tech-Industrie will in Deutschland produzieren
Die Selbstverständlichkeit, mit der auch die deutsche Wirtschaft China lange Zeit als billige Werkbank ansah, dürfte einen Knacks bekommen. Denn jetzt kommen chinesische Konzerne nach Deutschland, um ihre Produkte hier fertigen zu lassen. In Thüringen will ein chinesischer Konzern nun seine Akku-Zellen herstellen lassen.
Contemporary Amperex Technology Ltd. (CATL) wird eine entsprechende Fabrik in dem Bundesland hochziehen. Entsprechende Gerüchte darüber kursierten seit Wochen und wurden heute vom thüringischen Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) gegenüber der Nachrichtenagentur DPA bestätigt. Heute Nachmittag soll es in Berlin einen offiziellen Termin geben, auf dem Konkreteres bekanntgegeben wird.
In Thüringen freut man sich bereits auf eine der wichtigsten Investitionen, die die landeseigene Wirtschaft in den vergangenen Jahren abbekommen hat. Es wird auch schon davon geträumt, zu "einem der wichtigsten europäischen Standorte für Batterietechnologie aufzusteigen", wie Tiefensee es dem Bericht zufolge ausführte.
Die Berichte zeigen unter anderem auch die sich verändernden Rollen im Automobilbereich, für den das Werk hauptsächlich produzieren soll. China ist mit Vorreiter bei der Elektromobilität und musste sich dafür auch ein Stück weit von der Lobbyarbeit der deutschen Automobilkonzerne emanzipieren, die hier noch deutlich hinterherhinken. Aber auch die hiesigen Hersteller bauen an Elektrofahrzeugen, für die man die Akku-Technologien mangels eigener Expertise aber von chinesischen oder anderen ausländischen Anbietern beziehen muss.
Siehe auch: Deutsche Auto-Lobby scheitert - China bringt Quote für E-Mobilität
In Thüringen freut man sich bereits auf eine der wichtigsten Investitionen, die die landeseigene Wirtschaft in den vergangenen Jahren abbekommen hat. Es wird auch schon davon geträumt, zu "einem der wichtigsten europäischen Standorte für Batterietechnologie aufzusteigen", wie Tiefensee es dem Bericht zufolge ausführte.
Thüringen freut sich auf China
Laut den bisher bekannten Informationen soll die Akku-Fabrik im Erfurter Kreuz, der größten Industrieansiedlung in Thüringen aufgebaut werden. Die Rede ist hier von Investitionen in dreistelliger Millionen-Euro-Höhe. Bis zu tausend Arbeitsplätze sollen direkt im Werk der CATL entstehen - allerdings nicht sofort, sondern längerfristig und wenn es gut läuft. Hinzu kämen natürlich noch solche, die bei Zulieferern und Dienstleistern anzusiedeln sind.Die Berichte zeigen unter anderem auch die sich verändernden Rollen im Automobilbereich, für den das Werk hauptsächlich produzieren soll. China ist mit Vorreiter bei der Elektromobilität und musste sich dafür auch ein Stück weit von der Lobbyarbeit der deutschen Automobilkonzerne emanzipieren, die hier noch deutlich hinterherhinken. Aber auch die hiesigen Hersteller bauen an Elektrofahrzeugen, für die man die Akku-Technologien mangels eigener Expertise aber von chinesischen oder anderen ausländischen Anbietern beziehen muss.
Siehe auch: Deutsche Auto-Lobby scheitert - China bringt Quote für E-Mobilität
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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