Der Feind des Feindes: Microsoft wertet OpenStreetMap massiv auf

Kartendienst, Openstreetmap, open street map, OSM Bildquelle: openstreetmap.org
Microsoft zeigt sich gegenüber der Open Source-Community einmal mehr sehr generös - auch wenn das nicht komplett uneigennützig passieren dürfte. Klar ist allerdings, dass mit Hilfe der Redmonder der Allgemeinheit bald sehr viel besseres Kartenmaterial unter freien Lizenzen zur Verfügung stehen wird. Wie das Unternehmen mitteilte, stellt das Bing Maps-Team die aufbereiteten Daten zu Gebäude-Grundrissen öffentlich zur Verfügung. Die Daten sollen vor allem dem freien Karten-Projekt OpenStreetMap zugute kommen. Denn dieses kann aktuell nur in relativ wenigen Regionen entsprechende Informationen in Form von Kartenmaterial zur Verfügung stellen.

Aktuell sind in OpenStreetMap im Gebiet der USA aktuell etwas über 30 Millionen Gebäude als Grundriss zu sehen. Diese stammen teils aus Messungen von Helfern oder auch aus Unterlagen, die von öffentlichen Verwaltungen bereitgestellt wurden. Microsofts Bing-Abteilung fügt nun weitere fast 125 Millionen Gebäude hinzu. Die fraglichen Daten stehen aber auch allen anderen Interessenten zur Verfügung. Sie lassen sich von einem entsprechenden GitHub-Konto herunterladen.

Wie Bing an die Daten kommt

Dass die Redmonder über so viel umfangreichere Daten verfügen, liegt keinesfalls an einem höheren Personalbestand. Vielmehr wurden die Bing-Grundrisse im Wesentlichen von einem KI-System aus Satellitenbildern abgeleitet. Die Software wurde darauf trainiert, Bauwerke auf den Bildern zu erkennen und sie in mehreren Verarbeitungsstufen in Grundrisse zu überführen, die sich in grafische Karten einfügen lassen.

Die entsprechende Kooperation mit dem freien Kartendienst entspringt dabei einerseits der größeren Offenheit Microsofts gegenüber der Open Source-Community, was in den letzten Jahren immer wieder zu neuen Kooperationen führte. Microsoft ist aber sicherlich auch daran gelegen, dem dominierenden Marktführer Google Maps etwas entgegenzusetzen. Das funktioniert nicht nur mit dem eigenen Service, sondern auch über den Hebel, den Nutzern klarzumachen, dass auch der Rückgriff auf alternative Dienste generell sinnvoll sein kann. Dafür müssen diese aber eben auch entsprechend viel zu bieten haben.

Und gerade OpenStreetMap dürfte über die Datenspende noch einmal ordentlich verbessert werden können. Dabei hat das Projekt in bestimmten Bereichen durchaus einige Vorteile gegenüber Google Maps. Insbesondere Nutzer, die sich abseits der offiziellen Straßen und Wege bewegen wollen und gern auch mal einen Waldspaziergang über Trampelpfade machen, werden hier besser fündig.

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