Der Anti-Piraterie-Spezialist Denuvo hat einen neuen Besitzer

Das österreichische auf Anti-Tamper-Maßnahmen spezialisierte Unternehmen Denuvo galt langer Zeit als Schrecken der Piraterieszene. Die gleichnamige Sekundärverschlüsselung für den eigentlichen Kopierschutz galt lange Zeit als unknackbar, zuletzt verlor man aber Wirkung. Nun hat Denuvo einen neuen Besitzer.
Logo, Drm, Kopierschutz, Denuvo
Denuvo
Es ist sicherlich keine Übertreibung, wenn man behauptet, dass Denuvo in der Szene lange Zeit regelrecht verhasst war. Die Kopierschutzmaßnahme galt eine ganze Weile lang als vollständig wasserdicht. Mit der Zeit bekam Denuvo aber immer mehr Risse und irgendwann einmal kam es zum Dammbruch. Davon hat sich das Unternehmen (technisch) zwar nie erholt, die Besitzer des Unternehmens konnten aber dennoch das Interesse eines Käufers auf sich ziehen.

Anti-Piraterie-Größe

Das gelang nämlich erfolgreich, denn Denuvo wurde laut einem Bericht von TorrentFreak an Irdeto verkauft. Das niederländische Unternehmen operiert weltweit und ist eine Größe im Anti-Piraterie-Geschäft.

In einer Pressemitteilung schreibt Irdeto, dass man sich mit Denuvo verbündet, "um Piraterie zu bekämpfen und Spiele auf Desktops, Mobilgeräten, Konsolen und VR-Geräten zu schützen". Als Kunden erwähnt Irdedo Publisher wie Electronic Arts, Ubisoft, Warner Bros und Lionsgate Entertainment. Was Spiele betrifft, werden Titel wie Star Wars Battlefront II, Football Manager und Injustice genannt.

An der Struktur von Denuvo will der neue Besitzer nichts ändern, alles soll wie bisher weitergehen, auch das Hauptquartier in Salzburg soll laut derzeitigen Plänen dort bleiben. Dennoch könnte der neue Besitzer von Denuvo auch strategische Anpassungen durchführen. Denn der Kopierschutzanbieter soll sich verstärkt auf Online- bzw. Multiplayer-Angebote konzentrieren.

Die beiden Unternehmen verhandeln sicherlich schon länger miteinander, dennoch kommt man nicht umhin, auf für Denuvo negative Schlagzeilen zu verweisen. Denn erst gestern wurde bekannt, dass die letzte Version der Technologie (Denuvo v4.8) ausgehebelt werden konnte.

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