Canonical-Gründer Shuttleworth spricht erstmals über das Unity-Aus

Smartphone, Ubuntu Linux, Ubuntu Edge Bildquelle: Canonical
Im vergangenen April hat Ubuntu-Anbieter Canonical bekannt gegeben, dass man den Support für Unity aufgibt. Damit hat der Linux-Distributor auch alle seine Pläne in Richtung Konvergenz zwischen Desktop, Mobile und sogar TVs beendet. Für viele war das eine alles andere als erfreuliche Nachricht, nun hat sie Canonical-Gründer Mark Shuttleworth erläutert. Nach vielen Jahren - vorgestellt wurde Unity bereits 2010 - hat Canonical die Pläne, sein Betriebssystem quasi flächendeckend anbieten zu wollen, recht überraschend aufgegeben. Unity war vereinfacht erklärt eine Version des Desktop-OS, die auf allen erdenklichen Plattformen funktioniert.

Eine Folge von Unity sollte ein eigenes Smartphone sein, das Ubuntu Edge löste auch viel Interesse aus. So konnte man im Crowdfunding Zusagen in Höhe von 13 Millionen Dollar erhalten, das Gerät war gemeinsam mit Unity ein Vorreiter des mittlerweile gängigen Konzepts, bei dem ein Smartphone an einen großen Bildschirm angeschlossen und als Desktop-PC-Ersatz eingesetzt wird.


Hintergründe zum Aus

Vor rund einer Woche wurde Ubuntu 17.10 veröffentlicht und es ist die erste Version seit 2010, die auf die GNOME Shell als Standard-Desktop setzt. In einem Interview mit eWeek erläutert Canonical-Chef Mark Shuttleworth erstmals die Hintergründe zum Aus des ambitionierten Projektes.

Demnach hing die Entscheidung mit den Plänen zum Börsengang zusammen. Denn als rein privates Unternehmen könne man sich Projekte, die wirtschaftlich nicht ganz so tragbar sind, leisten. Nach einem Initial Public Offering (IPO) ist man aber Anlegern verpflichtet und könne solche technologischen Alleingänge nicht mehr rechtfertigen.

Dennoch ist Shuttleworth auch traurig über das Unity-Ende und möchte eigenen Angaben nach so etwas nie wieder durchmachen. Er gab aber auch eigene Fehler zu und meinte, dass man sich Fehleinschätzungen in Zusammenhang mit Unity geleistet habe, da man gedacht hat, dass die Industrie hinter der Idee stehen würde. Er bereut es aber nicht, es dennoch probiert zu haben.


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