12 ultimative Akkuspar-Tricks für Android

Smartphone, Akku, Batterie, Ladegerät, Powerbank
Geht Ihrem Smartphone auch schon nach wenigen Stunden der Saft aus? Dann wird es Zeit für unsere Akkuspartipps! Doch statt dem Einheitsbrei, den Sie sonst auch überall lesen (Helligkeit runter, Wi-Fi aus...), tauchen wir etwas tiefer in die Thematik ein. Hinweis: Der folgende Artikel basiert auf Android 6.0 und wurde auf einem Galaxy S6 verfasst. Die Schritte und Ratschläge unterscheiden sich jedoch nicht wesentlich von älteren oder neueren Versionen - und falls doch, weisen wir explizit darauf hin. In jedem Fall aber sollten Sie anhand unserer Anleitung nachvollziehen können, wo die Einstellungen bei Ihnen zu finden sind.
Akkusparguide für Android

#1 - Display, 3G/4G, Wi-Fi, Bluetooth & Co.

Gut, bevor es ans Eingemachte geht: Die üblichen Ratschläge dürfen in einem Artikel nicht fehlen. Den meisten Nutzern wird, wie eingangs erwähnt, klar sein, dass die Herabsenkung der Bildschirmhelligkeit und das Einstellen eines niedrigen Timeouts zur Displaydeaktivierung ordentlich Akku spart. Auch die Abschaltung von Wi-Fi & 3G/4G ist, wenn Sie die Funktionen gerade nicht benötigen, ein essentieller Schritt zum Stromsparen. Doch was taugen diese Uralt-Ratschläge eigentlich bei Ihnen? Kontrollieren Sie es doch einfach mal: Die kostenlose GSam Battery Monitor App verrät Ihnen den aktuellen Stromverbrauch und kann Ihnen Aufschluss darüber geben, welche Komponenten bei Ihrem Smartphone wie viel Akku saugen! Starten Sie dazu die App und lassen Sie sie über den Zeitraum von einigen Stunden im Hintergrund laufen. Nach rund 2 Stunden konnten auf unserem Testgerät die schlimmsten Akkufresser identifiziert werden.

Die Datenübertragung verursachte in unserem Beispiel per Wi-Fi rund 20% des Gesamtverbrauchs und damit genauso viel wie der Bildschirm bei voller Helligkeit - damit hätten wir nicht gerechnet. Da wir in unserem Falle Bluetooth gar nicht dauerhaft benötigten, konnten auch hier nochmal rund 5% eingespart werden.

Deaktivieren Sie in jedem Fall Funktionen, Apps (mehr dazu unten) oder Hardwarekomponenten, die auf Ihrem Smartphone viel Akku saugen und vertrauen Sie den zahlreichen Ratschlägen im Internet nicht blind, sondern überwachen Sie den Verbrauch auf Ihrem Gerät.
Akkusparguide für Android
Hinweis: Neuere Android-Versionen bieten eine fast ebenso detaillierte Übersicht, die Sie unter Einstellungen und Akku finden können. Unter Akkuverbrauch sehen Sie, welche Komponenten oder Apps den Akku leersaugen.

Die Abschaltung der Komponenten erreichen Sie über einen Wisch am oberen Bildschirmrand und dem Antippen der Wi-Fi, Bluetooth, GPS oder anderer Komponenten.

#2 - Stromfresser erkennen & loswerden

Nun aber zu den Apps: Die Top-Stromfresser zu ermitteln ist mit Hilfe der oben genannten Funktionen bzw. dem GSam Battery Monitor relativ einfach. Wird hier eine App aufgeführt, die Sie seit Wochen oder gar Monaten nicht mehr geöffnet haben und schlicht nicht mehr benötigen, löschen Sie sie am besten vollständig. Und wenn Sie eine App gar nur alle paar Wochen benötigen, sollten Sie sie auch nur bei Bedarf installieren. Ansonsten kann es vorkommen, dass konstante Hintergrundaktivität und Benachrichtigungen Ihren Akku grundlos belasten.

So weit, so einfach!

Viel schwieriger wird's hingegen, wenn Sie eine App dauerhaft benötigen. Was tun? Glücklicherweise bieten viele der Top-Akkufresser, etwa Facebook, Outlook oder WhatsApp zahlreiche Einstellungen, mit denen sich die Hintergrundaktivität eingrenzen lässt. Beispiel Facebook: Unter Einstellungen, App-Einstellungen und App-Updates finden sich (vermutlich bewusst gut versteckt) Schalter, mit denen Sie Facebook den Maulkorb aufsetzen und den Stromverbrauch reduzieren:
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In den FB-App-Einstellungen schalten Sie automatische Hintergrundaktualisierungen, Benachrichtigungen und automatische Installationsbenachrichtigungen ab.
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Ähnliche Einstellungen finden Sie auch in Apps wie beispielsweise OneNote, Spotify, Runtastic oder Outlook.

Generell gilt: Gehen Sie all Ihre häufig genutzten Apps gründlich durch und entfernen Sie die Häkchen vor Einstellungen wie Auto-Synchronisation, Hintergrundaktivitäten, Push-Benachrichtigungen - oder sonstigen Aktivitäten, die die App im Hintergrund ausführt. Natürlich nur soweit wie Sie möchten und wie kompromissbereit Sie sind. Besonders bei E-Mail-Apps sollten akkubewusste Nutzer dafür sorgen, dass E-Mails vom Server nur manuell abgerufen werden.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie man seine Apps "greenifyt", auch sonst sind viele weitere nützliche Tipps enthalten, die das Smartphone sparsamer machen, was den Akkuverbrauch betrifft. Smartphone, Akku, Batterie, Ladegerät, Powerbank Smartphone, Akku, Batterie, Ladegerät, Powerbank
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Alles abschalten bzw runterregeln, was die Vorteile eines Smartphones ausmacht. Sorry, aber da ist es besser das Nokia 5110 wieder vorzuholen.
 
@Alfred J Kwack: das steht so nicht im artikel...da steht sinngemäß: alles abschalten, was nicht unbedingt benötigt wird...die taschenlampen-app braucht zb sicher kein gps und auch keine netzverbindung...
 
Nur weil es en vogue ist bei Smartphone, PC etc. quasi alles mitlaufen zu lassen, egal ob sinnvoll oder nicht - bedeutet nicht gleichzeitig, dass man es auch braucht.
Der Vergleich mit dem 5110 ist ziemlich schwarz und weiß. Die Möglichkeiten sind ja bei modernen Smartphones gegeben aber ich muss dann auch damit leben, wenn ich sämtliche Features nutze auch sämtliche Features am Akku nuckeln.
Wir sind Opfer unserer eignen Überkomfortisierung. Deshalb is' beispielsweise nichts mehr mit einstellbaren Betriebsystemen bei der der Installation. Zu Win9x Zeiten war einem durchaus erlaubt einige Dinge abzuwählen. Heute ist das anders. Immer volles Rohr drauf, egal ob man es braucht oder ob es nützlich mit. Wir haben es ja schließlich.
Überfluss sorgt eben leider auch für eine gewisse Dekadenz bzw. Faulheit. Das sieht anders aus wenn mit etwas gehaushaltet werden muss. DANN auf einmal wird optimiert. Und das ist leider nicht nur bei Smartphones, PCs, Macs etc. so. Das zieht sich durch viele Lebensbereiche.

Aber natürlich haben auch die Hersteller die Pflicht endlich entsprechende Akkus einzubauen, statt diese 3000mha Spielzeuge. Hier gewinnt natürlich das 5110 Beispiel so richtig.
Doch wir kaufen brav weiter und so entsteht kein Handlungsbedarf...siehe Überfluss, in dem Fall für den Hersteller.

On Top stehen wir uns dann noch selbst im Weg, DENN wir brauchen es nicht, wir wollen es haben ;)!
 
@FuriKuri: Viele der hier genannten Tipps sind aber wirklich unmöglich. Wenn man den Sync deaktiviert bekommt man keine Push-Benachrichtigungen mehr und die Kontakte werden nicht geräteübergreifend verwaltet - da kann man wirklich zum alten Handy greifen (wobei hier auch bei aktivem GPRS der Akku schneller leer ist als einem lieb sein kann).

GPS und WiFi werden zusammen mit der Mobilfunkzelle für die Standortbestimmung verwendet und Android verwaltet es hier ziemlich gut alleine, auch ohne Ausschalten der Komponenten. Warum man, um den Akku zu schonen, bei eingestecktem Ladekabel nicht WiFi dauerhaft aktiviert haben soll sondern auf NIE stellen ist auch schlecht, warum sollte man Mobilfunkdaten verbrauchen, wenn das Handy zu Hause in der Ladeschale steht.

Der Tipp mit 2G/3G/4G bewirkt dann auch noch ein Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Nein, lieber Autor, man soll nicht auf ein älteres Band setzen während man im Internet surft oder gar große Daten herunterlädt - es spart tatsächlich Strom nur 2G zu verwenden, wenn das Gerät nur regelmäßig schaut ob mal wieder eine "Pushbenachrichtigung" abgerufen werden muss und sonst alle vier Stunden mal die Wetterdaten aktualisiert. Automatisiert funktioniert es leider nicht vernünftig und daher ist es nervig immer wenn man es braucht auf ein schnelleres Internet umzuschalten.

Der beste Tipp ist wohl nicht jeden Rotz zu installieren - und da gehören Battery Monitoring Apps genau wie Optimierer mit dazu - es gibt ausnahmen, aber diese Programme sollten nur gestartet werden, wenn man diese selbst aufruft und nicht selbst im Hintergrund Energie klauen. Zu schauen welche Apps unbegründet bei Systemstart mit hoch kommen ist natürlich auch hilfreich, deinstallieren oder die Berechtigung entziehen - sollen die Entwickler bei der Nutzung dieses Intents doch auf ihrer App sitzen bleiben.

Wer die Twitter- oder Facebook-App nutzt und nicht deinstallieren möchte will wohl auch nicht auf die Aktualisierungen verzichten - dann kann man die Seiten auch im Browser aufrufen und kann dort sogar zoomen aber verzichtet auf genau diese Features.
 
@otzepo: Twitter aktualisiere ich manuell. Wenn ich 8 Stunden nicht bei Twitter lesen kann, brauch es auch nicht alle 15min schauen, ob es was neues gibt.
 
@Remotiv: Mach ich mit Feedly auch so, wird in WiFi aktualisiert damit ich auf Zugfahrten was zu lesen habe.

Der beste Akkuspar-Tipp wäre es, wenn die Blackberry-Option herstellerübergreifend verwendet werden würde - dann hätte man einen echten Push vom Provider und könnte die mobilen Daten im Standby komplett deaktivieren (mit LTE jetzt aber auch hinfällig, da dieses System einen anderen Ansatz hat)
 
Also die Sycro anzupassen und gewisse Apps zu regulieren, stoppen oder auszutauschen (Facebook lite, Messenger ist inklusive oder Facebook im Browser verwenden) kann ich noch als richtig anerkennen. WLAN unterwegs zu deaktivieren scheint je nach Gerät ein guter Tip zu sein.
Wenn ich jedoch alle Tips so zusammenfasse, kommt mir der Gedanke "Abschalten spart auch Akku"
Mit root gibt es mehr Optionen, Greenify z. B.
 
Wer sein Smartphone ganz normal nutzt, sollte bei den meisten Geräten auch ohne diese "Tricks" über den Tag kommen.
Wer nicht gerade im Urlaub ist und viele Fotos macht oder beruflich bedingt das Smartphone viel benötigt, hängt entweder zuviel davor oder macht Dinge damit, z. B. spielen, bei denen diese Tipps auch nicht helfen.
 
Was bei mir ein Akkufresser war: Als die Telekom auf LTE umgestellt hatte, der LTE Empfang aber hier nicht so gut war. Durch das ständige Netz-suchen hatte der mein Galaxy S5 im Standby in nichtmal einem Tag den Akku komplett geleert. Nach Umstellung auf 2G/3G hielt es wieder mehrere Tage. Große Datenmengen, wie Updates, lade ich eh zuhause über WLAN, daher kann ich es verschmerzen.
Genauso ist es bei mir ein Unterschied ob man im WLAN über 2,4 GHZ oder 5 GHz eingewählt ist. 5GHz ist zwar etwas schneller, der Empfang zumindest bei meinem Telekom Speedport bei 2,4GHz etwas besser und verbraucht weniger Strom.


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