Andy - Kostenloser Android-Emulator für Windows

Android-Apps und Spiele direkt unter Windows nutzen: Dies geht zum Beispiel mit der Virtualisierungslösung Andy, die kostenlos eine vollwertige Version des mobilen Betriebssystems - inklusive Play-Store-Anbindung - auf den Desktop zaubert. Zahlreiche Zusatzfunktionen runden das Paket ab. Derzeit steht Andy in der Version 46.12.375 für 64-Bit-Systeme zum Download bereit.
AndyAndy: Android auf dem Desktop

Android auf VirtualBox-Basis

Andy verfolgt somit ein ähnliches Ziel wie der ebenfalls kostenlose BlueStacks App Player, allerdings haben sich dessen Entwickler für einen anderen Weg entschieden: Andy bringt Android nämlich in Form einer virtuellen Maschine auf den PC, die mit dem Open-Source-Tool VirtualBox ausgeführt wird.

Während der Installation wird daher auch VirtualBox eingerichtet. Eine bereits vorhandene Version wird gegebenenfalls angepasst. Nach dem ersten Start muss die virtuelle Android-Umgebung dann wie ein normales Smartphone oder Tablet über den Assistenten von Google eingerichtet werden.(Tipp: Das @-Zeichen lässt sich mit der Tastenkombination [Shift] + [2] eingeben.)

Anschließend steht dem Nutzer eine vollwertige Android-Umgebung zur Verfügung, die auf den ADW Launcher setzt. Ein Blick in die Einstellungen zeigt, dass Andy derzeit (Stand: März 2015) Android in der Version 4.2.2 einrichtet. Die Entwickler versprechen jedoch, dass in Zukunft neuere Versionen angeboten werden.

Viele Einstellungsmöglichkeiten

Eingaben können über die Maus, Tastatur oder einen Touchscreen (auch mit Multi-Touch-Unterstützung) erfolgen. Eine an den PC angeschlossene Kamera oder ein Mikrofon lassen sich ebenfalls nutzen. Fährt man mit dem Mauszeiger an den unteren Fensterrand, erscheint ein spezielles Menü, das einen Wechsel zwischen einer Portrait- und Landscape-Orientierung oder in den Vollbildmodus erlaubt.

Weitere Optionen von Andy sind im System Tray versteckt. Hier haben Nutzer unter anderem die Möglichkeit, Backups zu erstellen, die Auflösung zu ändern oder den zu verwendenden Arbeitsspeicher/die zu verwendenden CPU-Kerne festzulegen.
Andy

PlayStore, AppSync und Remote Control

Praktisch: Apps lassen sich nicht nur innerhalb von Andy über den PlayStore herunterladen. Sie können deren Installation auch von jedem beliebigen Webbrowser aus über die Website des Play Store initiieren. Zusätzlich kann Andy auf das lokale Dateisystem zugreifen, was zum Beispiel die Installation von APK-Dateien erleichtert oder einen Dateiaustausch vereinfacht.

Mit der vorinstallierten App 1ClickSync bietet Andy auch die Möglichkeit, am PC getestete Apps mit einem verbundenen Smartphone oder Tablet zu synchronisieren. Hierfür muss man der App allerdings seine Google-Login-Daten anvertrauen. In unserem Test hatte die Synchronisation aber auch selbst dann nicht reibungslos funktioniert.

Über die App "Andy Remote Control" kann außerdem ein Smartphone oder Tablet mit Andy gekoppelt und dann beispielsweise als Gamepad bei Spielen genutzt werden. Hierzu spiegelt die App den Bildschirm von Andy auf das Mobilgerät. Die Verbindung erfolgt über das eigene WLAN-Netzwerk.

Andy bringt Android auf den PC

Zwar bringt Andy derzeit noch nicht die neueste Version von Googles Betriebssystem auf den Desktop, das aktuelle Abbild von Android 4.2.2 läuft jedoch auf einem ausreichend schnellen PC erfreulich flüssig. Zusatzfunktionen wie der Direktzugriff auf das lokale Dateisystem oder die Möglichkeit, ein Smartphone als Gamepad zu benutzen, zählen zu den weiteren Stärken der Software. Im Gegensatz zum BlueStacks App Player kommt Andy auch ohne Sponsoring-Programme daher.

Hinweis: Andy setzt als Betriebssystem mindestens Windows 7 voraus und läuft sowohl auf 32- als auch 64-Bit-CPUs. Wichtig ist, dass die CPU Virtualisierung unterstützt und dass diese Funktion im System-BIOS eingeschaltet ist. Ob Ihre CPU Virtualisierung unterstützt, können Sie zum Beispiel mit dem Tool CPU-Z herausfinden (Unter "Instructions" muss entweder AMD-V oder Intel VT aufgeführt sein).

Ferner benötigt Andy mindestens 3 GB Arbeitsspeicher (RAM), bis zu 20 GB freien Festplattenplatz und eine Grafikkarte, die OpenGL ES 2.0 unterstützt. Außerdem sollten Sie alle Windows Updates installiert haben und die aktuellsten Grafikkartentreiber verwenden. (Tipp: Update Packs verwenden)

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