Chuwi Gamebook: Gaming-Notebook mit AMD-CPU im Test

Beim Chuwi Gamebook handelt es sich um ein Notebook auf AMD-Ryzen-9-9955HX-Basis. Chuwi verbaut im Gamebook ein 16-Zoll-WQXGA-IPS-Display. Das matte Display kann in der Praxis überraschen: Obwohl kein OLED-Panel verbaut ist, sind die Farben sehr intensiv. Über dem Bildschirm sitzt eine 2-Megapixel-Frontkamera, die Windows Hello unterstützt. Die Anmeldung hiermit funktioniert zuverlässig. Mit an Bord ist eine NVIDIA 5070 Ti mit 12GB GDDR7-Speicher. Das Gamebook bewegt sich folglich in einem High-End-Spielbereich. Die Blackwell-Grafikkarte verfügt über 1.406 AI-TOPS. Die Leistungsaufnahme der Grafikkarte liegt bei 140 Watt.

Der AMD Ryzen 9 9955HX ist ein Prozessor auf Basis der Zen-5-Architektur. Der Prozessor taktet mit bis zu 5,4GHz. Er verfügt über 16 Cores und 32 Threads. Der L3-Cache ist 64 MB groß. Die maximale Leistungsaufnahme des Prozessors liegt bei 55 Watt. Das ist teils so viel wie bei anderen Mini-PCs komplett. Ab Werk sind 32 GB DDR5-RAM und eine 1-TB-SSD verbaut. Es handelt sich um Dual-Channel-DDR5-RAM mit 5.600MHz. Der RAM lässt sich auf bis zu 64 GB aufrüsten. Chuwi verbaut eine 1-TB-PCIe-4.0-SSD.
Review: Chuwi Gamebook Review: Chuwi Gamebook Review: Chuwi Gamebook
Es kommt eine YMTC PC41Q-1TB-B zum Einsatz. Auch wenn PCIe 4.0 x4 erst mal gut klingt, liegt die Performance unter dem, was erwartet werden könnte. Die Lesegeschwindigkeit liegt bei 5507,14 Megabyte pro Sekunde. Die Schreibgeschwindigkeit pendelt sich etwas darunter ein: Geschrieben werden neue Daten mit 5204,20 Megabyte pro Sekunde. Da wäre insgesamt mehr drin gewesen, wie andere Gaming-Rechner eindrucksvoll beweisen. Laut Hersteller kann eine weitere 1-TB-SSD installiert werden. Der Slot, in dem die PCIe-4-SSD verbaut ist, unterstützt PCIe Gen 5 M.22280-SSDs. Mit einer solchen wären Lesegeschwindigkeiten von 14.800 MB/s möglich.

Eine knappe Stunde Cyberpunk

Chuwi setzt beim Gamebook auf einen 77,77-Wh-Akku. Die verbaute Hardware fordert ihren Tribut: Bei Spielen wie Cyberpunk merkt man die Akku-Belastung schnell. Exemplarisch hat unser Kollege Timm Mohn die Akku-Laufzeit an einer Runde Cyberpunk ausprobiert. Zu Beginn des Tests war der Akku vollständig geladen. Der Test begann um 19:15 Uhr. Es folgten 40 Minuten reine Spielzeit, bis zur ersten Überprüfung des Akkustands, hier stand der Akku dann bei 18 Prozent. Dass der Strom knapp wird, merkt man an der orange blinkenden LED. Windows gibt an, dass die 18 Prozent im Akku bei aktueller Auslastung noch für 15 Minuten reichen würden. Sieben Minuten später steht der Akku bei 9Prozent - und es sind noch sieben Minuten verbleibend. Das Spielvergnügen hielt aber nur noch knapp 45 Sekunden an: Ab diesem Moment empfiehlt Windows den Ruhezustand.

Review: Chuwi GamebookReview: Chuwi GamebookReview: Chuwi GamebookReview: Chuwi GamebookReview: Chuwi GamebookReview: Chuwi Gamebook
Review: Chuwi GamebookReview: Chuwi GamebookReview: Chuwi GamebookReview: Chuwi GamebookReview: Chuwi GamebookReview: Chuwi Gamebook

Das Chuwi Gamebook spielt aktuelle Spiele so, dass Performance-technisch fast keine Wünsche übrig bleiben. Auch Videoschnitt oder aufwendigere Foto-Edits sind kein Problem. Das Gamebook kann sowohl zur Rezeption von Medien als auch zur Erstellung jener dienen. Ein Gamebook 2 sollte im besten Fall mit Wi-Fi 7 ausgestattet sein. Auch ein Fingerabdrucksensor wäre ein nettes Detail. Viele deutsche Nutzer würden sich wahrscheinlich anstelle der QWERTY-Tastatur ein deutsches Layout wünschen. Weitere Verbesserungsvorschläge, wie ein OLED-Display, würden wahrscheinlich nur zulasten des Verkaufspreises gehen. Chuwi bietet das Gamebook aktuell für 2300 Euro an. Der Gutschein-Code "Winterspiele" reduziert den Einkaufspreis auf 1932 Euro.

Mehr von Timm: Nerdbench auf YouTube