So kommt man per Greenscreen zum effektvollen Video

Bei Greenscreens handelt es sich um grüne Leinwände, die bei aufwendigen Videoproduktionen mit Trickfilm-Anteil verwendet werden. Während sie früher vor allem in Hollywood zum Einsatz kamen, finden sie heute immer mehr Anwendung in privaten Haushalten. Mögliche Anwendungszwecke sind Schulungsvideos, die interaktiver gestaltet werden sollen, oder Trickfilme, bei denen man sich bspw. auf die Brücke der Enterprise begibt. Während früher besonders leistungsstarke PCs notwendig waren, um die Arbeit mit dem Greenscreen zu ermöglichen, haben sich Hardware und Software derweil so stark verbessert, dass auch günstigere Einsteiger-Computer von Microsoft oder Apple für die entsprechende Video-Bearbeitung geeignet sind. Die Arbeit mit einem Greenscreen ist heutzutage sehr einfach: Die passende Videoschnitt-Software vorausgesetzt, sind nur wenige Klicks notwendig, um den Video-Hintergrund auszutauschen.
So geht das mit dem Greenscreen So geht das mit dem Greenscreen So geht das mit dem Greenscreen
Im vorliegenden Beispiel arbeitet unser Kollege Timm Mohn teilweise mit einem Geekom Mini AS6 sowie mit einem MacBook 16 Zoll 2021. Für die Aufnahmen kommt ein Celexon Greenscreen sowie eine Sony Alpha 7 IV zum Einsatz. Da der Greenscreen nur knapp 1.90 groß ist, kam überdies eine TV-Bank von Ikea zum Einsatz, um die grüne Leinwand in der Höhe zu variieren. Den dadurch bei Timm entstandenen Haltungsunterschied kann man im Videoverlauf sehen.

Besonders einfach in Final Cut

Besonders einfach gestaltet sich die Bearbeitung des Rohmaterials mit Final Cut. Die Apple-Software kommt von Haus aus mit einem Video-Effekt, der den grünen Anteil im Bild filtert, daher. Greenscreen-Aufnahmen können folglich ohne Vorarbeit direkt in Final Cut importiert werden. Es empfiehlt sich, die grundsätzlichen Schnitte bereits ohne Effekt durchzuführen, damit der PC weniger rendern muss. Eventuell ist hierfür etwas mehr Vorstellungsvermögen notwendig, als beim einfachen Videoschnitt, machbar ist der Prozess allerdings auf jeden Fall. Neuere Geräte können die Last, die beim Bearbeiten von Videos mit ausgetauschtem Hintergrund entsteht, allerdings problemlos aushalten.

Funktion leichter zu finden

Ist ein Greenscreen-Video in Final Cut importiert, kann über den Effekt "Greenscreen-Keyer" der grüne Hintergrund ausgetauscht werden. Ursprünglich hieß der Video-Effekt nur "Keyer". Er wurde aber wohl erst kürzlich umbenannt: Wahrscheinlich haben viele Nutzer angegeben, dass sie nach Greenscreen gesucht, aber keinen passenden Effekt gefunden haben. Durch die Umbenennung ist der Effekt nun leichter zu finden. Um den Keyer anzuwenden, wird jener mithilfe der Maus auf den entsprechenden Videoschnipsel geschoben. Der grüne Bereich des Bildes ist nachfolgend schwarz bzw. transparent. Je nach Greenscreen-Größe entstehen links und rechts nun Ränder, die nicht automatisch wegfallen. Diese können wahlweise über die Zeichenmaske oder das simple Beschneiden des Bildes entfernt werden. Ist das jeweils aktuelle Bild frei vom ursprünglichen Hintergrund, können eventuell noch kleine Skalierungs-Korrekturen vorgenommen werden.

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Das Budget für Trickfilme ist abhängig davon, wie abwechslungsreich das Endresultat ausfallen soll. Der Celexon Mobile Chroma Key Green Screen ist aktuell für 169,99 Euro beim Hersteller verfügbar. Wer bereits einigermaßen aktuelle PC-Hardware sein Eigen nennt, braucht darüber hinaus keine weiteren Anschaffungen zu tätigen. Den im Beispiel verwendeten Geekom Mini AS6 mit AMD 6900HX CPU bietet der Hersteller für 679 Euro an. Für Windows gibt es verschiedene Software, wie Wondershare Filmora. Unser Kollege Timm Mohn ist im Apple-Universum zu Hause und verwendet deswegen Mac-eigene Software. Final Cut Pro kostet derweil 349 Euro bei Apple direkt. Nicht immer ist mehr Hardware besser: Mit der Elgato HD60 X können Videoaufnahmen für den Hintergrund zwar leicht aufgenommen werden, im oben stehenden Video verfälschte die Zusatz-Hardware allerdings die Farben in der Aufnahme. Eine einfache Bildschirmaufnahme ist kostenlos und teils völlig ausreichend für Trickfilm-Aufnahmen.

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