Xgimi Horizon 20 Max: Flaggschiff-Modell fürs Heimkino im Test

Beim Xgimi Horizon 20 Max handelt es sich um einen Triple-Laser-Projektor mit Lens Shift und optischem Zoom. Beides sind Features, auf die man bei smarten Google-TV-Projektoren lange verzichten musste. Der Beamer stellt das aktuelle Flaggschiff für private Nutzer dar. Mit einer Helligkeit von 5.700 ISO-Lumen erreicht der Horizon 20 Max eine maximale Bildschirmdiagonale von bis zu 300 Zoll.

Auch wenn es sich beim Horizon 20 Max auf den ersten Blick um einen Heimkino-Beamer handelt, stattet Xgimi den Projektor mit einer Transporttasche aus. Erfreulicherweise muss man diese nicht extra erwerben und noch einmal draufzahlen, wenn man den Projektor auch mobil nutzen möchte. Zwar gibt es viele Heimkino-Begeisterte, die ihren Projektor nur stationär aufstellen, aber genauso viele Menschen bewegen ihn auch bisweilen.

Der Xgimi Horizon 20 Max verfügt über einen Gimbal. Durch eine Drehplatte auf der Unterseite kann der Projektor um seine eigene Achse gedreht und auf eine Leinwand ausgerichtet werden. Außerdem lässt sich der Projektor noch anwinkeln, um das Bild genauer auf die Wand auszurichten. Ähnlich wie der MoGo 4 Pro kann der Horizon 20 Max frontal an die Decke projizieren. Bevor man den Beamer aber auf jene ausrichtet, sollte man sicherstellen, dass kein Kabel im Weg ist. Der Gimbal beinhaltet auch den Stromanschluss. Das ist ein zweischneidiges Schwert: Positiv ist, dass das Stromkabel nicht von der oberen Rückseite nach unten hängt. Allerdings kann der Gimbal-Stand nicht so einfach abgeschraubt werden - oder besser gesagt: gar nicht. Am Boden des Gimbals befindet sich eine Einlassung für Stative. Somit kann der Horizon 20 Max auf eben jene geschraubt werden, aber auch die Verwendung einer Deckenhalterung ist möglich.
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Der Xgimi Horizon 20 Max wird 5.700 ISO-Lumen hell. Es ist damit der hellste Projektor, den unser Kollege Timm Mohn jemals verwendet hat. Das Kontrastverhältnis liegt bei 20.000 zu 1. Ähnlich wie der Xgimi Aura 2 verfügt der Horizon 20 Max über IMAX Enhanced. Dolby Vision und HDR10+ werden ebenso unterstützt. Inzwischen sind Features wie Autofokus in der breiten Masse angekommen. Wie zu erwarten war, kann auch der Horizon 20 Max das Bild automatisch scharf stellen. Um das Bild auf die Projektionsfläche anzupassen, gibt es beim Horizon 20 Max einige Möglichkeiten. Dazu gehört die Vier-Ecken-Korrektur. Über jene wird das Bild digital an die Wand oder Leinwand angepasst. Da hierbei die maximal mögliche Auflösung effektiv verloren geht, hat sich die Beamer-Gemeinde bereits länger einen optischen Zoom gewünscht. Der Horizon 20 Max erfüllt diesen Wunsch. Das Bild kann um das 1,25-Fache vergrößert werden - und zwar ganz ohne, dass der Projektor bewegt werden muss. Wenn das Bild dann immer noch nicht exakt auf die Leinwand passt, kann über Lens Shift das Bild nach oben bzw. unten sowie nach links und rechts bewegt werden.

Breite Port-Auswahl

Die Rückseite bietet einiges an Ports. Dazu gehören ein Optical-Out, zwei USB-A-Ports und zwei HDMI-2.1-Eingänge. Der erste der beiden HDMI-Anschlüsse unterstützt eARC. Auch die USB-Ports unterscheiden sich: Beim ersten handelt es sich um USB-A 2.0, beim zweiten um USB 3.0. Bisher verzichtet der Hersteller noch auf USB-C-Anschlüsse. Zwischen den HDMI-Anschlüssen und dem Power-Button verbaut Xgimi einen Klinkenausgang.

Xgimi setzt beim Horizon 20 Max auf Google TV. Das smarte Betriebssystem ermöglicht das Streamen von Netflix-, Amazon-Prime- und Disney+-Inhalten, ohne dass ein externer Zuspieler benötigt wird. Der Projektor verfügt über 4 GB RAM und 128 GB internen Speicher. Gerade Letzteres ist besonders wichtig, da man bei vielen Spielen im Play Store liest, dass man sie kaum installieren kann. Grund hierfür ist oft zu wenig Speicher. Digitale Platzangst dürfte beim Horizon 20 Max nicht auftreten. Google wirbt mit zahlreichen Apps und Spielen. Gerade die Möglichkeit, Asphalt nativ auf dem Projektor spielen zu können, dürfte viele Gelegenheitsspieler abholen. Über HDMI entfaltet der Horizon 20 Max aber sein ganzes Spielpotenzial. Sei es die Nintendo Switch, der Gaming-PC oder die PlayStation: Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Spielt man in Full HD, werden 240 Hz und ein wirklich herausragender Delay von nur 1 ms erreicht. Bevorzugt man Spiele in 4K bei 60 Hz, steigt der Delay auf 3 ms. Der verwendete Chip kann kein 4K bei 120 Hz ausgeben, was für einige Hardcore-Gamer sicherlich ein Ausschlusskriterium darstellen dürfte. VRR wird unterstützt.
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Insgesamt hat Xgimi drei neue Horizon-Modelle vorgestellt. Der Max ist das Flaggschiffmodell der Serie. Nur den Xgimi Titan siedelt der Hersteller qualitativ noch über dem 20 Max an. Selbst das kleinste Modell, der Xgimi Horizon 20, verfügt über 3.200 ISO-Lumen und Lens Shift. Auch der optische Zoom ist bei diesem Modell vorhanden. Neben der Helligkeit ist wohl der optische Zoom das wichtigste Argument für den Xgimi Horizon 20 Max. Die Möglichkeit, das Bild größer bzw. kleiner zu stellen, ohne dabei an Auflösung zu verlieren, ist eine willkommene Veränderung. Ganz wunschlos glücklich lässt einen der Horizon 20 Max nicht zurück: Es wäre wünschenswert, wenn ein Horizon 30 Max wieder über den Linsenschutz vergangener Generationen verfügen würde. Aktuell kann der Xgimi Horizon 20 Max in Deutschland nur vorbestellt werden. Der Projektor wird für 2.999 Euro angeboten. Mehr von Timm: Nerdbench auf YouTube
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