Normal vs. Mini: Die Modelle der GoPro-Actioncams im Vergleich

Das GoPro-Portfolio ist in den letzten Jahren stetig größer geworden: Der Hersteller versorgt Action-Kamera-Fans jährlich mit Hardware-Updates. Während die GoPro Hero 12 mit einer verbesserten Stabilisation, dem Easy-Modus und der Creator Edition überzeugen kann, fehlt eine Sache: die Mini-Variante der zwölften Generation. Nach der GoPro Hero Session brachte der kalifornische Action-Kamera-Hersteller 2022 die Hero 11 Black Mini auf den Markt. Die kompakte Action-Kamera versprach, den vollen GoPro-Funktionsumfang in ein kleines Gehäuse zu verpacken. Weiterhin gab es eine zusätzliche Montagemöglichkeit. Diese ist so elementar für die tägliche Verwendung, dass die Hero 11 Black Mini auch zwei Jahre später für einige Sportler und Content-Creator die bessere Wahl sein könnte. Unser Kollege Timm Mohn hat sich mit den Unterschieden beider Kamera-Arten auseinandergesetzt.
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Den größten Unterschied sieht man auf den ersten Blick: Die GoPro Hero 11 Black verfügt über ein Front- und Rückdisplay. Über diese kann das aufgenommene Bild kontrolliert und etwa der Winkel der Kamera passend eingestellt werden. Um den Bildausschnitt zu kontrollieren, ist keine App-Verbindung nötig. Insbesondere, wenn man mit ProTune arbeitet, kann ein schneller Blick in die Farbeinstellungen kostbare Zeit sparen: Ein gut eingestelltes Bild bedeutet auch, dass vor Veröffentlichung keine Farbänderungen mehr durchgeführt werden müssen. Das spart neben Zeit auch Nerven, Speicher und Rechenleistung.

Die GoPro Hero 11 Black Mini kommt ohne Bildschirm daher. Wer bisher nicht so geübt darin ist, einen Bildausschnitt zu finden, bemüht hierfür die App. Über diese können ProTune- und Linseneinstellungen vorgenommen werden. Der fehlende Bildschirm auf der Rückseite eröffnet allerdings neue Möglichkeiten: GoPro hat an der Rückseite ein paar Füßchen zum Mounten der Hero 11 Black Mini angebracht. Über diese kann die Action-Kamera unter anderem an Chesty befestigt werden. Im Test zeigt sich: Der kleine Höhenunterschied beim Montieren macht im Ergebnis einen großen Unterschied: Filmt man in Höhe des Chesty Mounts, fühlen sich Zuschauer deutlich mehr in der Action als bei herkömmlichen Blickwinkeln. Zentriert man Chesty optimal, könnte man beim Betrachten der Aufnahmen meinen, selbst mit dem Fahrrad oder auf Brettern unterwegs gewesen zu sein.

Der Hero 11 Black Mini fehlt eine Erweiterungsmöglichkeit, welche den großen Bruder zu einer Vlog-Allzweck-Waffe macht: der Media Mod. 2019 erstmals vorgestellt, überzeugt der elektronische Cage mit der Möglichkeit, externe Mikrofone, einen externen Monitor und ein Licht anzuschließen. Die zwei Kamera-Cold-Shoes bieten Erweiterungsmöglichkeiten bis hin zum Schatten spendenden Regenschirm, der, wenn die GoPro in direktem Sonnenlicht platziert ist, für kühlen Schatten sorgen kann.

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Das GoPro-Portfolio bietet derzeit drei Arten von Kameras: Action-Cams mit Bildschirm (Hero 10-12 Black), ohne Bildschirm (Hero 11 Black Mini) und die GoPro Max. Letztere ist eine 360-Grad-Kamera. Welches Modell mehr auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist, muss jeder für sich entscheiden. Es wird sicherlich Menschen geben, die unbedingt einen Bildschirm brauchen. Genauso dürfte es eine nicht zu kleine Zielgruppe an Personen geben, die eine möglichst kleine Action-Kamera in den Urlaub mitnehmen möchten. Die GoPro Hero 11 Black Mini ist aktuell für 285,31 Euro auf Amazon verfügbar. Der große Bruder, die GoPro Hero 11 Black, wird derzeit für 299 Euro angeboten.

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