Porsche hat seine E-Fuels-Produktion in Chile jetzt offiziell gestartet

Die Luxuswagen-Marke Porsche hat ihre Pilotanlage für die Produktion von E-Fuels jetzt offiziell eröffnet. Das Unternehmen betreibt die Produktionsstätte namens "Haru Oni" im chilenischen Punta Arenas, wo man das System mit Strom aus Windkraft ... mehr... Logo, Auto, Autos, PKW, Porsche Logo, Auto, Autos, PKW, Porsche stux/CC0

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Schade, dass Deutschland auf dem Sektor politisch so rückständig ist. Sonst könnte man vermutlich in einigen Regionen Deutschlands mit mehreren kleinen Anlagen den gewonnenen Solar- und Windstrom regional herstellen und dort an Tankstellen verkaufen statt den Strom verpuffen zu lassen und dafür auch noch Geld zu zahlen, weil er nicht eingespeist werden darf.
 
@Rashiade: Das will doch niemand. künstlichen Diesel gibt es schon lange. Wurde aber von allen Vorgängerregierungen unterdrückt. Es würde mich nicht wundern, wenn die Öl-Industrie hier massiv den Vorsprung in der Entwicklung unterdrückt hat.
 
@skyjagger: Künstlichen Diesel gibt es an jeder dritten Tankstelle. Der nennt sich nur in der regel "Bio Diesel" weil er aus Pflanzlichen Ölen durch eine sehr simple 1 Schritt Reaktion Synthetisiert wird.
Kann man auch zu hause machen und in vielen Ländern manchen das auch einige, ihn zu nutzen wäre in Deutschland aber Steuerbetrug.
 
@Alexmitter: Ich rede nicht von Bio Diesel, was ich für die größte Verschwendung von Lebensmitteln halte. Schlag mal im Wiki nach wann der erste "E-Fuel" gebraut wurde. Das war schon knapp 100Jahre früher....
 
@Rashiade:
e-Fuels in Deutschland herzustellen ist einfach von den Energiekosten her zu teuer. Man muss mit um die 25 kWh an Energieaufwand rechnen pro Liter e-Fuel bei der Erzeugung.
Selbst wenn man niedrige 10 Cent pro kWh ansetzt dann kostet alleine die Energie für einen Liter e-Fuel 2,50 €. Wie soll das für weniger als 3 € pro Liter verkauft werden?

Aber selbst wenn man nun Überschussstrom dafür nutzen wollte, die Anlagen für e-Fuel-Herstellung sind für stabile Energieversorgung ausgelegt u. nicht für ständig wechselnde Stromverfügbarkeit.
 
@Winnie2: Also meines Wissens nach ist einem Elektrolyseur ziemlich egal, ob der Strom zwischenzeitlich unterbrochen wird oder nicht, also sollte zumindest Wasserstoffproduktion einwandfrei funktionieren. Für den restlichen Teil der Anlage (oder andersartige Anlagen) gibt es sicher auch passende Lösungen, wenn man denn will.

Und zum Thema zu teuer: Der Strom wird ja bezahlt (abgeregelter Strom muss bezahlt werden), er verpufft bloß ungenutzt. Das waren Q4 2021 über 6000 GWh Strom, davon sind zwar nur etwa 1500 GWh aus erneuerbaren Quellen, aber der Strom wurde ja produziert, warum also nicht nutzen? N-Ergie hat gesagt, dass sich der Wert alleine im Q1 2022 vervierfacht hätte. Das wären gut 24 GWh Strom, die einfach produziert und nie genutzt werden.
 
@Rashiade:
Dem Elektrolyseur dürfte es egal sein, aber die Wasserstoffproduktion ist nur ein Arbeitsschritt zur Erzeugung von e-Fuels,
weil es gibt da noch weitere Arbeitsprozesse bis zum fertigen e-Fuel.

Der Energieaufwand und der erforderliche Platzbedarf für die Anlagen um CO2 für die Herstellung von e-Fuels aus der Luft zu sammeln ist da noch nicht berücksichtigt.
Theoretisch wäre zwar die Abscheidung von CO2 bei Industrieanlagen notwendig, aber diese befinden sich zumeist nicht in der Nähe von Windrädern.
Jetzt stellt sich die Frage was einfach zu bauen ist: Neue Stromstrassen oder Rohrleitungen für CO2 zu den e-Fuel-Produktionsanlagen?

Wasserstoff aus Überschusstrom zu erzeugen mag in Deutschland noch sinnvoll sein, mehr aber auch nicht.
 
@Rashiade: Nein, was du sagt ist reines Wunschdenken. Niemand baut eine doch recht teure Fabrikationsanlage für E-Fuels die dann weniger als 10% der Zeit auch produziert weil ansonsten nicht zu viel Strom da ist.

Solange noch Strom aus Kohle oder Erdgas erzeugt mach die Umwandlung von Strom in E-Fuels auch absolut keinen Sinn da ein mit E-Fuels betriebenes Fahrzeug im Vergleich zu einem mit Akku etwa 6 mal mehr Strom pro km braucht.

Ist halt etwas für reiche Leute die ihren Porsche-Oldtimer dann noch fahren wollen wenn es keine fossilen Treibstoffe mehr gibt und denen ansonsten der Benzinpreis dafür recht egal ist.
 
Ich kann es kaum abwarten E-fuels zu tanken, ich hoffe nur das sie nicht zuerst beim E10 eingemischt werden da mein Fahrzeug dieses nicht verträgt.
Es ist nicht so das E-Fuels das effizienteste ist was man mit überschüssigem Wind und Solar Strom machen kann, Reiner Wasserstoff ist bei druck deutlich kompakter pro Energiemenge doch ist dieser Schwer zu lagern, aufwendig zu transportieren und schwer zu nutzen. E-Fuels, also Synthetische Kohlenwasserstoffe dagegen sind super einfach zu transportieren, zu lagern und es gibt bereits einen Markt an Anbietern und Abnehmern.
 
@Alexmitter: Wenn dein Auto schon kein E10 verträgt, dann vergiss E-Fuels gleich. Ethanol hat die chemische Formel C2H6O, E-Fuels werden aus CO2 und Wasser, also H2O hergestellt - was meinst du wohl, was da am Schluss bei rauskommt?
Nur, dass das dann eben E100 statt E10 ist. Wenn du da ein Auto mit fahren möchtest, was schon E10 nicht verträgt, kannst du dich schonmal auf größere Umbauten freuen.
 
@Breaker: Nun, das ist wirklich schade. Zur Vollständigkeit würde Ich Sie bitten die Chemische Formel von Benzin zu betrachten, vielleicht geht ihnen dann ein licht auf.
Vielleicht werden Sie sehen das auch Benzin aus Kohlenstoff-Wasserstoff ketten besteht...

"was meinst du wohl, was da am Schluss bei rauskommt?"
Benzin, langkettige Kohlenwasserstoffe, was denn sonst.
 
@Alexmitter: Nein, was da rauskommt ist eben kein Benzin, es sind E-Fuels, und die bestehen aus einfachen Kohenstoffverbindungen - sowas komplexes wie Benzin, das aus mehr als 150 verschiedenen Kohlenwasserstoffen besteht, darüber kann man vielleicht nach weiteren 50 Jahren Forschungsarbeit reden - ich vermute aber mal, dass selbst du das Zeug dann wohl eher nicht mehr brauchst.
 
@Breaker: Ja natürlich wird es keine 1:1 Kopie von regulärem "Benzin", nur etwas Chemisch Kompatibles. Benzin aus Crude besteht nun mal aus einem gewissen Spektrum an langkettigen Kohlenwasserstoffen, eben dem was gerade in dem verwendeten Crude vorhanden war vor der Verarbeitung. Das ist kein Feature von Benzin.
In dem Synthetischen ist das natürlich nicht nötig, hier kann man Präzise die Kohlenwasserstoff Verbindungen Synthetisieren die man will, und das muss eben nicht Ethanol sein.
Ethanol hat seine besonderen, Kunststoff zersetzenden Eigenschaften, andere Kohlenwasserstoffe haben diese Eigenschaften nicht.
 
@Alexmitter: Ethanol wird es nicht, stimmt schon. Da aber die Komplexizität ein (Forschungs-) Problem ist, langkettige Kohlenwasserstoffe zudem weit weniger inert und damit zündfreudig sind als kurzkettige, ist davon auszugehen, dass wir hier von E-Fuels sprechen, die, ähnlich wie Ethanol, Kautschuk und manche Kunststoffe zersetzen werden. Selbst wenn sie nicht ganz so scharf sind wie Ethanol, wird ein E10-zugelassener Wagen die vielleicht noch fahren können. Alle anderen erst nach Umrüstung auf neue Schläuche und Dichtungen. Immerhin reden wir hier nicht von 10% Beimischung, sondern von reinem Synthetik-Treibstoff.
Zumal das für Porsche natürlich auch noch eine Win-Win-Situation ergibt. Du willst deinen alten, luftgekühlten 911er weiterfahren mit E-Fuel? Wir können den für einen kleinen Obulus umrüsten, nur drölfzigtausend Euro, kein Problem ...
Aber ja, hast ja auch recht, wer weiß schon, was kommt. Im Grunde stellen wir gerade beide Vermutungen an. Lass uns in ein paar Jahren nochmal darüber sinnieren, vielleicht lagen wir dann ja beide falsch :D
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