Apple wettert in einem 16-seitigem Bericht gegen iOS-Sideloading

Es ist kein Geheimnis, dass sich Apple mit aller Macht dagegen wehrt, iOS-App-Installationen über externe Quellen zuzulassen. Der Druck auf den Konzern wird aber dennoch immer größer und Apple versucht nun u. a., sich mit einem 16 Seiten langen Bericht dagegen ... mehr... Apple, iOS, Software, Apps, App Store, Downloads, Appstore, Apple App Store, Programme Apple, iOS, Software, Apps, App Store, Downloads, Appstore, Apple App Store, Programme

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"mimimimi - wir schieben Gründe vor, damit wir weiterhin neben den Lizenzkosten/Entwicklergebühren von allem 30% im Store abbekommen ohne Alternativmöglichkeiten anzubieten"
Wenn man da an Zeiten denkt, wo Microsoft noch zerpflügt wurde und das auf einem offeneren System (auf dem man selbst installieren konnte worauf man Lust hatte) und das nur wegen vorinstallierten Programmen, dann ist das schon ein Trauerspiel.

Der Großteil wird wie bei Android eh hauptsächlich weiterhin den regulären Store verwenden & Apple mehr als genug weiterhin verdienen, also sollen sie sich nicht so anstellen..
 
@Tical2k: genau das ist der Punkt! "Vorgeschobene Gründe" ... Sideloading zu ermöglichen zerstört nämlich definitiv nicht mal ein kleines Bisschen an Sicherheit.
> Inwiefern man Sideloading ggf. ausnutzen kann steht auf einen anderen Blatt.

In einem soliden Betriebssystem kann man sagen "Jo ich akzeptiere die App vom Entwickler X aus Quelle Y" wenn man nen kleinen Schritt weiter geht "mit Zugriff auf, A, B, C und D" dann kann man sich selbst "unsicher machen"... Außerdem könnte man es ja von Haus aus sperren, aber dennoch dem Kunden die Option lassen (natürlich gesichert).

> Ich kann auch ein Foto von meiner Kreditkarte auf Facebook hochladen ... da ist auch jede Bank noch so viele Sicherheitsmechanismen einbauen... irgendwann ist alles ausgehebelt.
 
Getroffene Hunde bellen... Warum dann nicht einfach dem User die Option geben: Auf eigene Verwantwortung die Möglichkeit bieten, dass man auf dem Gerät auch andere Apps installieren kann. Dieser Option muss der Nutzer ausdrücklich zustimmen und dafür sein Apple-ID Passwort eingeben.
Damit gibt es kein Argument mehr. Und die 16 Seiten sind ja wohl eher zwei Seiten an tatsächlichem Inhalt.
 
@Fleischmann: eigene Verantwortung... der war gut. Es geht hier immer noch um Apple ;-)
 
"Kritiker verweisen aber darauf, dass die laut Apple-PR so gut funktionierende Kontrolle der App Store-Anwendungen alles andere als lückenlos sei und regelmäßig betrügerische Apps auch auf die Apple-Plattform durchrutschen." Nur interessiert das, zumindest im Rechtsrahmen, niemand. Da ist der Maßstab immer "wurde das Beste versucht" und "ist die Maßnahme grundsätzlich geeignet" - da wird niemand, weder in der EU, noch in den in dieser Hinsicht noch viel mehr "gelasseneren" USA, eine 100 - oder auch nur eine locker erfüllte 90%-"Quote" fordern. Und zieht man den Vergleich zu Android, zieht man die schiere Anzahl der Apps in Betracht, hat Apple da nun einmal eine verdammt gute Erfolgsquote.

Und ich selbst tu mich hier immernoch ein wenig schwer, weil mir einfach absolut nicht klar ist, warum man zu einem Gerät mit einem absolut geschlossenem Ökosystem greift, bei dem man bereits vor dem Kauf weiß "alles, was ich mit und auf diesem Gerät - ohne Verlust der Garantie - machen kann, wird von Apple bestimmt", wenn man genau das dann doch nicht haben will. Warum nehme ich dann nicht mein Geld und kauf ein Gerät von Samsung oder irgendeinem anderen Premium-Hersteller, der in dieser Hinsicht auf eine ein Stück weit offenere Plattform setzt? Ja, sicher wäre ein "offeneres iOS" für den ein oder anderen potenziellen Kunden interessant. Aber am Ende ist das eben immernoch deren selbst geschaffenes, separates, aber nicht alternativloses Ökosystem aus Hardware und Software und wenn die es ausschließlich als geschlossene Einheit verkaufen wollen, jeder die Spielregeln kennt, bevor er sich an dieses System bindet... dann ist das halt einfach so. Kann man individuell natürlich nicht so toll finden, aber ne Handhabe für einen nötigen staatlichen Eingriff seh ich da persönlich eher nicht so.
 
@NewRaven: Man kauft ein Gerät ja nicht nur aus einem Grund. Viele kaufen die Geräte auch wegen dem Design und der einfachem Bedienung, der Kamera etc. und hätten aber gerne auch die Möglichkeit Apps selbst zu installieren oder andere App-Stores zu nutzen. Und wenn andere App-Stores möglich wären, dann müsste Apple auf langs Sicht vermutlich seine Gebühren reudzieren, was am Ende den Entwicklern zu Gute kommt und auch die Preise für die Apps senkt. (ist ja bei Epic und Steam genau das gleiche).
Auch finde ich es bedenklich einem Unternehmen die alleinige Macht zu überlassen was die Auswahl der Apps angeht.

Und da man wie ich bereits in meinem Kommentar weiter oben erklärt habe die Sache optional machen kann, also man selbst zwischen Sicherheit und Freiheit wählen kann, dann ist das doch überhaupt keine Diskussion mehr wert, dann fehlt der Argumentation doch jegliche Grundlage.
 
@Fleischmann: So funktioniert das aber nicht. Ich hätte auch gern in meiner Canon DSR-Kamera Zeiss-Linsen, in meinem Mercedes einen BMW-Motor, in meinem Toshiba-Fernseher das UI von Sony. Ist jetzt aber eben nicht, weil diese Dinge kein Allgemeingut sind, dass jeder andere verwenden kann, wie er möchte. Wenn du dir also nun ein iPhone kaufst, dann weißt du, dass du dieses eben nur als "Rundum-Sorglos"-Paket bekommst und das ist völlig legitim. Zumindest würde man in anderen Fällen (siehe obrige Beispiele) den Kopf schütteln, wenn die Leute versuchen würden, diese Dinge einzuklagen nur "weil sie sie gern hätten".

Wie kommst du denn darauf, dass Apple (und nur Apple, nicht etwa auch Google, MS, Sony, Nintendo...) ihre Gebühren senken "müssten"? Wie kommst du überhaupt darauf, dass diese objektiv zu hoch seien? Weil Epic dir das erzählt hat? Das gleiche Epic, dass zwar in seinem Store diese Gebühren gesenkt hat, diese Ersparnis aber nicht mal auch nur einen Cent an die Endkunden weitergegeben hat? Diese "viel zu hohen" 30% stammen aus einer Zeit, in der Publisher im Regelfall maximal 30-50% der Einnahmen gesehen haben, weil das nun einmal die Marge im Retail-Markt war. Das war also durchaus eine Quote, mit der sowohl Distributoren als auch Publisher super einverstanden waren, weil jeder davon im Vergleich zu vorher profitiert hat. Nun kommt Epic, braucht etwas gute PR um ihren Store zu etablieren und erzählt der Welt, dass 30% viel zu hoch sind. Und die Leute glauben es. Die Leute glauben es selbst dann noch, wenn aufgrund geleakter Gerichtsunterlagen klar ersichtlich ist, dass Epics "innovative" 18% eben nicht ausreichen, um kostendeckend zu arbeiten. Warum?

Und auch was die "optional machen"-Sache angeht, irrst du dich. Das klingt in der Theorie super, aber aufgrund der Gesetzeslage ist das eben nicht ganz so einfach, wie es hier dargestellt wird. Die Rechtslage lässt es gar nicht zu, dass Apple hier einfach "raus" ist - genau deshalb gibts nämlich auch im PlayStore keine anderen Stores. Die musst du sideloaden, aber genau das will Epic ja nicht, die fordern, dass ihr eigener Store im AppStore - und im PlayStore - angeboten wird. Genau deshalb existiert ja auch zusätzlich zu der Klage gegen Apple auch eine gegen Google. Warum wollen sie das? Weil sie den Werbeeffekt der "offiziellen Stores" mitnehmen wollen. Warum geht das nicht? Weil die Gesetze sagen, dass Endkunde und Apple/Google nun einmal ebenfalls Vertragspartner sind. Apple könnte zwar natürlich auch Richtlinien für die angebotenen Stores erstellen und diese Stores dann jeweils für die von ihnen angebotenen Apps... aber rate mal, wer zusätzlich zum Third-Party-Store haften würde, wenn eine dieser im Third-Party-Store heruntergeladenen Apps "Mist baut". Ja, richtig... Apple/Google... die Unternehmen, die auf diese App nicht den geringsten Einfluss haben, sie nicht einmal kennen müssen. Die "Store im Store"-Sache ist also rein aus Gründen der Gewährleistung schon raus. Bleibt das sideloaden (was Epic ja nicht ausreicht)... das wäre theoretisch natürlich möglich... nur gibt es eben nicht wirklich einen Grund aus Apples Sicht, warum sie ein solches Einfallstor öffnen sollten. Sie müssten das ja generell erlauben, für jegliche Art Apps (denn wenn sie die Sideloads vorher inhaltlich prüfen würden, würden sie, wie wenn sie sie im Store selbst anbieten, dafür im Zweifelsfall haften müssen) - warum sollten sie also ihren walled garden, ihr Sicherheitskonzept, dass ja durchaus auch von einer Menge Kunden geschätzt wird, aufs Spiel setzen? Das wäre doch aus deren Sicht einfach nur strunzdumm. Dieses geschlossene System, diese kontrollierte Umgebung, dieses "Komplettpaket aus Hardware, Software und Service" ist eines der wichtigsten Merkmale, dass sie eben von der direkten Konkurrenz (-> Google) unterscheidet.
 
Absoluter Bullshit. Wenn ich bei Android in den Einstellungen die Einstellung für das installieren externer APKs ausgeschaltet lasse, bin ich genauso sicher als ob es diese Möglichkeit überhaupt gar nicht geben würde. Wenn ich aber aus Googles System ausbrechen möchte, dann kann ich das selbst bestimmen. Und wenn nicht, dann nutze ich es nicht und verbleibe im Googles Universum. Das gleiche ist zu 100% genauso bei iOS möglich.
 
@kingstyler001: Ich bin auch kein Apple Fan, aber das mit den freigeben des Sideload beim IOS halte ich auch für wesentlich gefährlicher als bei Android. Denn IOS ist doch mehr mit anderen Systeme im Apple Universum verzahnt als es Android mit anderen Systemen macht.
Und wer unbedingt den Sideload haben will, soll zu Android wechseln.
 
@Alphawin: In welcher Hinsicht soll das Sideloading bei iOS gefährlicher sein? Auf beiden Systemen hast du Accounts, auf beiden Systemen erhältst du 2FA Nachrichten. Auf beiden Systemen laufen die Anwendungen eigentlich in einer Sandbox und die Apps müssen sich ans Rechtemanagement halten. Eine Sideload-App bekommt nicht mehr Rechte, sie darf nur Inhalte enthalten die der Store-Zensor nicht haben will bzw. kann sogar identisch mit der Store-App sein, weil nur keine Store-Abgabe gezahlt werden musste.
Mit dem Verzahnungsargument dürftest du dann auch bei macOS keine fremden Inhalte installieren.
 
@Alphawin: Das halte ich für ein fadenscheiniges Argument. Man kann eine Sideload-App als solche flaggen und es verbieten sich im "Apple Universum" zu bewegen sofern es valide sicherheittechnische Argumente dafür gibt.
 
Kein App Entwickler ist dazu gezwungen auf Apple Geräten zu veröffentlichen, möchte er es doch, muss er sich an die Regeln halten. Wenn jemand in mein Haus kommt, muss er sich auch an meine Regeln halten oder draußen bleiben. Entwickler können die 30% auch an Google oder Huawei zahlen. Wer Apps sich aus fragwürdigen Seiten oder Stores installiert, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen, kann aber auch dies tun indem er die Sichermechanismen der Betriebssysteme umgeht. Das Geht bei Google einfach, ist aber auch bei Apple kein Hexenwerk.
 
@MrDI: Dein Haus stellt aber keine Marktmacht dar, also ist der Vergleich sinnlos. Aber einer gewissen Tragweite gilt aber nicht mehr "Mein Haus, meine Regeln". Was wäre der App Store oder iOS ohne Apps? Warum können die Entwickler nicht sagen: "Meine App, meine Regeln"
 
@AcidRain: können die doch sagen, kann aber der App Store Betreiber sagen, ok, dann kommst du nicht rein.
 
@MrDI: Nein, weil Marktmacht... ist doch nicht so schwer oder?
 
@AcidRain: niemand gezwungen seine Apps in einen Store zu stellen, wenn einen die Regeln nicht passen. Nennt man freie Marktwirtschaft, es soll ja nicht alles gleich sein oder allein gleich gehören, das klappt nun mal nicht. Außerdem wieviel Android Handys gibt es und wieviel Apple Handys.
 
@MrDI: Aber einer gewissen Tragweite... Ok ich wiederhole mich, ich glaub das macht jetzt keinen Sinn mehr.
 
@AcidRain: eben macht kein Sinn mehr, wird nicht wahrer.
 
@MrDI: Da bei iOS trotz der geringeren Marktanteile, höhere Umsätze erzielt werden, kann aus wirtschaftlicher Sicht ein Entwickler iOS nicht ignorieren. Genau diese Marktsituation ist das Problem, wenn eine App wirtschaftlich bestehen muss, dann ist die Versorgung beider Plattformen zwangsweise nötig.
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