Telefonica: O2-Netz kann LTE-Nutzer jetzt viel besser versorgen

Auch der Mobilfunkbetreiber O2 hat jetzt neue Daten zum Ausbau seines 4G-Netzes veröffentlicht. In den letzten Wochen seien demnach über 700 neue LTE-Sender im gesamten Bundesgebiet in Betrieb genommen worden, hieß es. mehr... Mobilfunk, Provider, O2, Telefonica, Telefonica Germany Bildquelle: Telefonica Mobilfunk, Provider, O2, Telefonica, Telefonica Germany Mobilfunk, Provider, O2, Telefonica, Telefonica Germany Telefonica

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Das Problem ist, dass 700 Sender auf ganz Deutschland bezogen so gut wie nichts ist. Guckt man sich die inoffiziellen Netzabdeckungskarten an, wo man per Slider zwischen der Abdeckung des aktuellen Monats und der Vormonate hin- und herschalten kann, muss man wenn man ganz Deutschland vor sich hat schon mit der Lupe nach den kleinen Fitzelchen LTE-Abdeckung suchen, die durch die mittlerweile fast jeden Monat zugeschalteten ~700 LTE-Sender dazugekommen sind.

Das bedeutet, dass natürlich für einzelne, die gerade in diesen kleinen dazugekommenen Fleckchen wohnen, die LTE-Versorgung deutlich besser geworden ist.
Allerdings bedeutet es umgekehrt auch, dass die Wahrscheinlichkeit auf ganz Deutschland bezogen, dass man als Anwohner oder z.B. als Reisender oder Urlauber vom monatlichen Ausbau irgendwie profitiert, äußerst gering ist.

An einigen Orten, wo ich mehrmals im Jahr hinfahre und bei O2 weder LTE noch 3G, sondern nur 2G habe, hat sich nun schon in den letzten 10 Jahren zusammengenommen genau rein gar nichts an der Netzabdeckung verbessert, trotz monatlich fast 1000 aufgeschalteter neuer LTE-Sender. Das ist eben nur ein Tropfen auf den heißen Stein und vermutlich kaum mehr als ohnehin erforderlich wäre, um an den bereits bestehenden LTE-Standorten mit den zunehmenden Anforderungen der Nutzer die Kapazität nachzulegen damit das Netz nicht zusammenbricht.

Damit etwas wie ein in breiter Bevölkerung spürbarer Effekt eintritt, müsste man den Ausbau schon um eine Größenordnung beschleunigen, d.h. nicht 1.000 im Monat, sondern 10.000 oder 20.000.
 
Seit einigen Tagen teste ich das O2 Netz via Roaming mit einer ausländischen SIM in einer Großstadt - und merke selbst hier deutliche Unterschiede zum Telekom-Netz, das ich sonst nutze. Vom ländlichen Bereich ganz zu schweigen
 
@DRMfan^^: Hier ist jedoch Vorsicht angesagt, ausländische Karten werden heruntergestuft. Konnte ich vor zwei Jahren sehr schön merken, als mein Bruder (mit deutscher Karte) im O2 Netz war, und ich direkt neben ihm (mit spanischer Karte) nur 3G-Empfang hatte, während er mit 4G surfen durfte. Ich hab mich dann probehalber im Telekom-Netz eingebucht, da flitzte dann auch mein Gerät wieder. Ich denke mal, das ist beim Empfang dann nicht anders.
 
@Islander: Das hat nichts mit der SIM Karte zu tun. Das ist eine Maßnahme zum Netzmanagement. In Überlasteten Zellen werden Nutzer dynamisch auf 2G /3G /4G und auf Nachbarzelle verschoben. Sobald man mehr Daten transferiert (über ca. 10-20 Sekunden) wird hochgeschaltet und ggf. ein anderes Endgerät verschoben.
 
@Islander: Wie kann denn das Netz bestimmen, ob man 3G oder 4G nutzt? Das müsste doch das Endgerät nach Empfangsstärken wählen (sofern die IMSI grundsätzlich 4G in dem Netz nutzen darf, das mal vorausgesetzt).

An einem normalen Tag ohne Großveranstaltung sollte das Netz zudem nicht überlastet sein. Es geht hier ja auch nicht um hohe Übertragungsgeschwindigkeiten oder Datenmengen, sondern um Basis-Konnektivität.
 
@DRMfan^^: Wie das technisch geht, da bin ich überfragt. Trotzdem hat mich das Gerät damals grundsätzlich nur mit 3G eingeloggt, nur bei der Telekom lief es unter 4G. Auch bei gutem Empfang, und auch, wenn das Netz mit Sicherheit nicht überlastet war. Daher meine Aussage, es geht eben doch (auch?) nach in- bzw. ausländischem Provider.
 
@DRMfan^^: Diese Info ist ohne genaue Angaben total unnütz. Welche Großstadt ? Was für ein Unterschied wurde bemerkt? Was für eine Karte mit welchen Roaming hast du getestet.

Ich hab selber schon eine eSIM mit Roaming im o2 und Vodafone Netz getestet. Gegenüber einer richtigen o2 oder Vodafone Karte gibt es noch mal riesige Unterschiede !!!
 
Wo vor ein paar Jahren E+ geschluckt wurde, sind viele E+ Funktürme gekappt worden.
Mein Beispiel ist Oranienburg / Lehnitz.
unter E+ konnte man noch relativ zeitgemäß surfen. Jetzt ist dort das kleine "e" im Display. Telefonieren ist oft auch nur mit dem richtigen Handy (alte Geräte haben besseren Empfang) und Standort möglich.
Ich zahle lieber etwas mehr bei der Telekom und habe für deutsche Verhältnisse einen guten Empfang...
 
@Sonnenschein11: Wenn ich das so anschauen ist in Lehnitz im Brieseweg ein LTE Mast, der nächste ist dann in der Villacher Straße in Oranienburg. In Oranienburg selbst gibt es ein paar LTE Lücken, der Mast in der Berliner Straße, südlich vom Gericht ist nur ein 3G Mast, das gleiche in Borgsdorf ein 3G Mast. Entweder wurden die Masten vom Vermieter gekündigt oder es wird in kürze noch auf LTE aufgerüstet. Es muss ja auch die Glasfaser bzw. Richtfunkstrecke ausreichend sein für LTE. Aber das du nur EDGE hast kann eigentlich nicht sein. Die Region ist jedenfalls außerhalb von Gebäuden vollständig mit LTE abgedeckt, in Lehnitz sogar indoor.
 
@Nero FX:

Ich finde es immer äußerst witzig, dass es immer wieder Menschen gibt, die meinen, dass einer, der vor Ort ist und die Probleme live hat, als zu blöde hingestellt wird.
Nach der Theorie und der Statistik, haben alle deutschen einen schnellen Internetzugang...
Was in deiner Theorie und Annahme wohl vergessen wird ist, dass es ein paar Hügel und ein paar Vertiefungen gibt. Bei der Ecke, wo ich mich rumtreibe, ist leider nur D1 brauchbar...
 
Rhein-Main Gebiet ist man mit o2 meistens sogar schneller unterwegs als mit Telekom oder Vodafone.
Habe es über Wochen getestet und o2 war eigentlich fast immer schneller und der LTE Empfang besser.
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