Kostenloser öffentlicher Nahverkehr: Hannover übt die Verkehrswende

Die Region Hannover wird am Samstag, den 30. November, einen Ver­such wagen: An diesem Tag kann der gesamte öffentliche Nahverkehr kostenlos genutzt werden. Die Stadt muss sich dabei auch laute Kritik für die Aktion gefallen lassen. mehr... Aktion, Gratis, Hannover, ÖPNV Bildquelle: GVH Aktion, Gratis, Hannover, ÖPNV Aktion, Gratis, Hannover, ÖPNV GVH

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"...Hannover setze ein "völlig falsches Signal"...Denke ich nicht! Solange der Bund Milliarden für jegliche andere nutzlose Dinge übrig hat, kann dieser auch den Ländern und Kommunen finanziell den Rücken stärken, egal, ob öffentlicher Nahverkehr oder kostenfreies Schulessen. Ebenso sollten durch Steuergelder finanzierte öffentliche Einrichtungen wie Museen, Schwimmbäder u.ä. kostenfrei nutzbar sein.
 
@tommy1977: So sehr ich da an sich bei dir bin, aber da bleibt wohl der Wunsch Vater des Gedanken. :-( Dafür müsste sich unsere Regierung um 180Grad drehen...
 
@tommy1977: Aber das alles zu finanzieren + Fiinanzgräber, die Deutschland so hat wird für die Bevölkerung nur noch teurer.
 
Es sind oft nicht alleine die Preise, welche mich aus dem Nah- und Fernverkehr in Richtung Auto getrieben haben.

Von nicht mehr vorhandenen Haltestellen (vor allem ländliche Bahnhöfe wurden doch ab Anfang der 90er schon zigfach geschlossen), über keinen Sitzplatz bekommen, fließend zur Unpünktlichkeit und das trotz Anschlussverbindung, um dann wegen zu kleiner Transportkapazität in einem enormen Lärmpegel oder im "rollenden Sarg" ohne Klimaanlage mich aufhalten zu müssen.
Den Rest hat mir dann so mancher schlechter Fahrintervall oder gar ein benachbarter Stinker, egal ob Schweiß oder Knoblauch, gegeben.
 
@Postman1970: Ach, die Haltestelle existiert noch in unseren Kaff, nur fallen ca. 30 Prozent der Verbindungen aus (offizielle Zahlen, nicht gefühlt)
 
@Motverge: Schlimmer wohl nur noch in den Schulferien.
Ist man aber täglich darauf angewiesen oder ist man im Schichtbetrieb nachts tätig stinkt man ohne Auto einfach ab.
 
@Postman1970: Also die "technischen" Probleme und Unwägbarkeiten: Keine Frage, das kann ich auch so bestätigen (wenn auch nicht ganz so drastisch, meist haut das hier ganz gut hin), aber dafür, dass du offenbar ein Menschenfeind bist, können die öffentlichen Verkehrsmittel nun wirklich nichts. Das ist dieselbe Argumentation wie bei den Nicht-Kinogängern, weil angeblich alle anderen IMMER mit Tüten rascheln und Popcorn durch die Gegend schmeißen würden... ^^
 
@DON666: Ist doch auch so. Sobald man sich bewusst unter Menschen begibt, egal, ob ÖPNV oder Kino, sollte man ein gewisses Maß an Benehmen und vor allem Körperhygiene an den Tag legen. Das mit dem Knoblauch finde ich jetzt gar nicht sooo schlimm, da kann man einen Kaugummi kauen, aber für eine Duschbad- und Wasserphobie habe ich null Verständnis.
 
@tommy1977: Nur dass ja gar nicht alle Menschen so sind. Noch nicht mal die Meisten. Aber okay, das führt wohl in diesem Rahmen zu weit.
 
@DON666: Im Kino reichen schon 1-2 Störenfriede aus, die sowas lustig finden. Was die ÖPNV angeht, sind diese Stinker gar nicht mal so selten und das hat auch gar nichts mit der sozialen Stellung zu tun. Körperpflege sollte man beherrschen.
 
@Postman1970: Da hast du recht. Die Preise sind nicht alles. Ich kann nun im zweiten Jahr in Folge den ÖPNV in ganz Hessen kostenlos nutzen. Gemacht habe ich es bisher noch nicht. Gerade wenn man vom Land in die Stadt muss, ist es eine Frage, wie viel Zeit man investieren möchte. Mit den Öffis brauche ich täglich zur Arbeit und zurück geschlagene 3 Stunden (Wartezeiten wegen nicht ganz passender Fahrzeiten relativ zu den Arbeitszeiten und Komplikationen nicht mit eingerechnet). Mit dem Auto brauche ich etwa 40 Minuten und kann genau dann losfahren, wenn ich soweit bin.
 
In Ulm kann man jeden Samstag kostenlos mit Bus und Straßenbahn fahren. Ist ganz normal.
 
wird nicht kommen. es sind unzählige Arbeitsplätze in der Automobilindustrie in Gefahr.
Bessere Luft, mehr Grün, weniger Verkehr, weniger Stress, mehr Zeit zum Lesen/Musik hören usw sind zwar ganz nice, aber das wichtigste ist dem deutschen die Arbeitsplätze. die Bundesregierung hat vor steigenden Arbeitslosenzahlen mehr Angst als vor einem Meteoriteneinschlag.
 
@Skidrow: Das kommt davon, wenn man alles auf ein Pferd setzt.
 
@Remotiv: Aufs falsche Pferd zu setzen macht man nun mit der E-Mobilität erneut ;-)
 
@Skidrow: Wenn ich offen bin ist mir der heutige Arbeitsplatz auch lieber, als die Menschheit in zig Generationen und ich will mir da auch kein schlechtes Gewissen einreden lassen. Ohne Einkommen eben keine Wohnung oder Essen oder es müsste mich die Gesellschaft mittragen.

Das Problem ist nicht, dass sich keiner ändern will, sondern dass sich alles radikal umstellen müsste, welches einfach in der heutigen Zeit zu verzahnt und weltweit zudem unmöglich ist. Man schaue als Beispiel noch bei einem eigentlich einfacheren Thema der Zeitumstellung in der EU.
 
@Postman1970: Die Veränderungen werden kommen, so oder so. Die Frage ist nur, mit welchen gesellschaftlichen Verwerfungen, was wiederum davon abhängt, wie gut wir vorbereitet sind.
Wie man merkt, sind es vor allem die Rechten, die diese Ängste abschöpfen und für ihre Macht missbräuchlich nutzen. Und sie verstärken das oben beschriebene Problem.
Verzahnt oder nicht, die Richtung zu ändern geht immer.
 
@Skidrow: Jene die sich aktuell ein Fahrzeug kaufen müssen stehen generell vor einem Scheideweg: Der Wasserstoffantrieb ist teuer und lohnt sich primär nur für größere öffentliche Transportmittel und die E-Mobilität schafft ähnliche Umweltprobleme mit zudem konzeptlosen Betankungsnetz und beutet sogar ärmere Länder noch stärker aus. Ein Diesel ist warum auch immer verpönt und ein Benziner steht in manchen Ländern (Norwegen ab 2025) schon auf der Verbotsliste.

Wer zahlt einen Werteverlust in die Abertausende und dass zu Zeiten in denen immer mehr Billiglöhner ausgenutzt werden und zig Kilometer täglich zur Arbeit fahren müssen in Erwartung einer mageren Rente?

Wenn man sehr viel Geld hat, ein Öko-Lebenskünstler mit Minimalvorstellung ist oder man noch ein Kind ohne Eigenverdienst wäre hat man leichter reden.
 
@Postman1970: ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre schon mal der erste wichtige Schritt.
 
Was soll denn das? Ähnliche " 1 Tag umsonst ÖPNV"-Aktionen gibt es doch immer wieder mal in diversen Städten - was ist hier jetzt besonders?!
 
@DRMfan^^: Wenn es das aber in einer Stadt sonst NIE gibt - wie z. B. auch hier in meiner Stadt, und vielleicht ja auch in Hannover -, dann ist das durchaus was Besonderes.
 
@DON666: So besonders, dass es auf einer IT-News-Seite erwähnenswert ist? Und das jetzt bei jeder dusseligen Stadt, die das dann auch mal ausprobiert?
 
@DRMfan^^: Oh Gott, die Verschwendung von wertvoller Stellfläche im Internet hatte ich natürlich total vergessen! Tut mir leid, ist ja auch verdammt eng hier.
 
Fahrzeit zur Arbeit (einfache Strecke!)

Auto: 30 Min.
ÖPNV: 4,5 Stunden

Ich denke, in diesem Leben werde ich auf den ÖPNV verzichten. Und da bin ich auch froh drüber. Sich mit dutzenden Leuten auf engstem Raum quetschen ist einfach schlimm. Ich wohne nicht umsonst am A**** der Welt, wo mir niemand auf den Zwirn geht ;)
 
@Fekal: Jaaaa, manche Menschen möchte man wirklich nicht um sich haben und freut sich daher, wenn die am A***** der Welt wohnen :-P
Mal im Ernst: 30 min vs. 4,5 Stunden sind nun wirklich extrem, muss eine echt einsame Wohngegend sein. Bei mir sind es nur 18 Minuten vs. 65 Minuten für 7 km ....
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