Zahnloser Tiger: Verdi bestreikt Amazon auch zu Ostern wieder

Verdi und seine Gewerkschaftsmitglieder in Anstellung bei Amazon werden nicht müde, den Online-Riesen zu bestreiken. Zum laufenden Oster-Geschäft will man wieder etwas Sand ins Getriebe streuen und mit Arbeitsniederlegungen auf die Aufnahme ... mehr... Amazon, Gewerkschaft, Streik, Verdi Bildquelle: Hubert Thiermeyer/ver.di Amazon, Gewerkschaft, Streik, Verdi Amazon, Gewerkschaft, Streik, Verdi Hubert Thiermeyer/ver.di

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Ver.di...
Das sind doch die, die selbst bei einer Niederlage von einem Sieg schwafeln und sich mit trotz fehlendem Verhandlungsgeschick wundern, dass keiner dem Verein beitreten will.
 
Das bringt Amazon sicher dazu mehr auf das Ausland auszulagern...
 
@Rage87: die nehmen einfach mehr billige Zeitarbeiter.
 
@Rage87: bzw. noch mehr zu automatisieren. Die Standorte in Deutschland sind wichtig für Amazon, nur so können die wirklich schnell liefern. Aber das übernehmen zukünftig noch mehr Roboter.
 
@FatEric: An der Grenze zu Polen hat Amazon doch einen guten weg gefunden....das rüber Transportieren der Wäre ist ja kein Problem und von da aus kann dhl und Co ja schnell liefern...
 
Der Verdi-Terror schlägt wieder zu.. besonders beeindruckend die alljährlichen Terrorattacken auf Berufspendler im öffentlichen Verkehr zu den Sommermonaten. Zum Wohle von Berufsgruppen die eh schon gut bis überreichlich bezahlt und abgesichert sind. Unvergessen vor einigen Jahren eine Verdi-Tabelle über die Hungerlöhne von Frauen in Ostdeutschland. Danach lag mein steuerpflichtiges Jahreseinlommen als hartarbeitender Industrie-Kontraktorarbeiter (Leiharbeit West) 20% unter dem Durchschnittslohn einer Frau im Osten. Und das bei einem Monatsschnitt von über 180 Stunden den ich hatte, 15 Urlaubstagen (den Rest ließ ich mir auszahlen) und 6 Kranktagen in dem Jahr. Unvergessen auch der persönliche Terror in den späten Neunzigern der damaligen Verdi Betriebsratsvorsitzenden im örtlichen Wal-Mart. Als ich es wagte am damals neuen "langem Donnerstag", geöffnet bis 20h um 19:45h an der Kasse aufzutauchen mit vollem Einkaufswagen. Zu 3 schauten die Damen (sonst nichts zu tun) mir beim einladen zu. Hinderten mich am eintüten und zwangen mich bei Starkregen umgehend den Laden zu verlassen. Anschließend beobachteten sie mich durch die Scheiben stehend wie ich draußen im Regen eintütete... Die Dame wurde damals in der Lokalpresse regelmäßig als Heldin abgefeiert, ein Kommentar von mir nicht veröffentlicht..
 
@szlu941om: Sign.

Deine Dame war vermutlich neben überzeugter Gewerkschaftlerin auch noch hardcore Feministin.
 
@szlu941om: Was meist Du, warum die Berufsgruppen gut verdienen? Eben weil sie eine starke Gewerkschaft im Rücken haben. Klingt doof? Ist aber so. Und wenn andere Arbeitnehmer sich nicht gewerkschaftlich organisieren, sollen se auch nicht heulen.
 
@topsi.kret: komisch. Als wir in der Firma von verd.di Hilfe brauchten konnten die angeblich nix machen. Da haben sie nur mit den Schultern gezuckt. War ja auch nur eine kleine Firma. Da konnten die natürlich nicht als Helden in der Presse dastehen.
Aber Unsummen in einen Streik investieren der seit X Jahren geht und AMAZON unbeeindruckt weiter macht.
Und verdienen tun manche Berufsgruppen auch nicht viel. Das waren auch nur faule Deals. Genug damit die Gewerkschaft Ruhe gibt und zu wenig das es den Mitarbeitern etwas bringt.
 
@MarcelP: Ohne zu wissen, welche Branche, wieviele Mitarbeiter und die Anzahl der Verdi-Mitglieder ist deine Story ziemlich nichtssussagend.
 
@topsi.kret: Genau so sieht es aus. Bei uns hat es die Verdi letztes Jahr geschafft, dass die Ausbildung endlich vergütet wird. davor mussten die Azubis jeden Monat die Kohle noch mit bringen.
 
So sehr ich auch für gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne bin und auch weiß, dass bei Amazon nicht alles in Butter ist:

Die Ver.di geht mir auf den Geist.

Als ob die sich um ihre Mitglieder wirklich scheren würden.

Wenn in einem Betrieb 1000 Leute arbeiten und die fordern 10 % mehr Lohn und der Arbeitgeber nach Streiks einlenkt und sagt, "OK, ich zahle 10% mehr und entlasse dafür aber 100 Leute", dann ist das ein Sieg für die.

Wen interessieren schon die Jobs, die dabei verloren gehen. Hauptsache man kann sich damit brüsten, man habeeine Gehaltserhöhung für seine Leute rausgehandelt.

Außerdem gab es doch noch folgendes:

"Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten."

Wer auch immer das gesagt hat (angeblich ja Einstein, was aber umstritten ist), trifft hier genau ins Schwarze. Seit Jahren hört man immer zu Weihnachten von Streiks bei Amazon.
Auswirkungen bisher praktisch 0.

Vielleicht sollte man mal überlegen, ob es nicht auch noch einen anderen Weg gibt?
 
Mich würden echt mal Daten interessieren, was anderswo verdient wird, bei ähnlicher Arbeit. Zalando, Mediasaturn, Otto oder bei kleineren Onlinehändlern, wie Alternate zum Beispiel. Nur so kann ich mir dann auch ein ehrliches Bild machen, ob Verdi da den richtigen an den Pranger stellt. Ich vermute eher, man hat das prominenteste Unternehmen genommen.
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