Stiftung Warentest warnt vor Fake-Testern, die in ihrem Namen werben

Die Stiftung Warentest warnt jetzt einmal nicht vor einem Produkt, sondern vor angeblichen Produkttestern. Dabei sollen sich derzeit betrügerische Portale breitmachen, die mit dem Namen der Stiftung Warentest werben und Test­ergeb­nisse fälschen, um ... mehr... Test, Stiftung Warentest, Heft, Symbolbild, test.de Bildquelle: Stiftung Warentest Test, Stiftung Warentest, Heft, Symbolbild, test.de Test, Stiftung Warentest, Heft, Symbolbild, test.de Stiftung Warentest

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Gibt's da denn keine rechtliche Handhabe gegen einerseits solche Betrugsportale, andererseits Hersteller die solche Betrugsportale nutzen?
 
@moribund: Hinter solchen Portalen werden wohl eher windige Händler als Hersteller stecken ... und das globale Internet bietet nunmal keine global wirksamen Rechtsgrundlagen.

Zugleich sind die hiesigen nationalen Regelungen eher die hilflosen Versuche von Ahnungslosen ... Niemand macht sich bislang wirklich Gedanken um ein sinnvolles Gesamtkonzept, welches nebst rechtlicher Regelungen dann auch technische Umsetzungs-Möglichkeiten braucht ...

Bislang findet so was alles immer nur punktuell statt. Beispiel1: die Sperre gegen KiPorno-Seiten. Beispiel2: die Alterskontrolle und rechtswirksame Identifizierung im Internet ... zwar wurde ein ePerso geschaffen, der aber nicht verpflichtend ist. Statt dessen dürfen alle möglichen AVS-Betreiber weiter mit ihren proprietären Lösungen Geld abkassieren ... so wird man nie zu Einheitlichen Systemen und Regeln kommen.

AVS sind im Grunde eh sinnfrei, so lange Seitenbetreiber einfach auf Server irgendwo im fernen Ausland Ausweichen können um sich vor der Umsetzung von deutschem Recht zu drücken. Das gleichmaßen für alles andere gilt ... Beispiel3: selbst das übermächtige Hollywood und die MPAA konnten die Anbieter von Software, die Kopierschutzverfahren entfernen kann, nicht endgültig aus dem Internet vertreiben. Die sitzen jetzt halt woanders. Und wenn man deren Insel dort auch noch dicht macht, gehen sie dann eben ins Darknet oder man baut eigene Verteiler-Netze auf. Notfalls wieder BBS-Mailbox-Systeme, die per Modem erreichbar sind. Die technischen Möglichkeiten sind so vielfältig, das man sie eigentlich nie gänzlich kontrollieren kann. Sofern man nicht die totale Kontrolle aller Kommunikationsnetze auf allen Ebenen anstrebt, wofür dann Firmen aus Ländern wie Deutschland die nötige Software liefern ... ist ja nicht so, das wir Niemanden hätten der weiß wie es geht ...

Und wenn man sich unser polit. System anschaut ist es wohl auch besser so, das man bislang noch zu doof ist, eine hinreichende Kontrolle zu organisieren ... in einem Land wie China würde ich definitiv komplett Offline gehen ... sofern eben möglich ... da man via Bezahlverfahren und ähnlichen Dingen zunehmend dazu gezwungen wird einen Internetzugang zu haben, ein Smartphone zu benutzen ... es wird in den nächsten Jahren sicherlich zunehmend immer schwieriger auf diese Dinge zu verzichten.

Angefangen hat das Elend mal mit der Reduzierung von Verkaufspersonal zu Gunsten von mehr Automaten bei der Bahn ... bis man irgendwann schließlich einen Aufschlag verlangte, wenn man sein Ticket von einem Menschen am Fahrkartenschalter kaufen möchte ... also ein Straf-Aufschlag für Automaten und Internet-Muffel? Diskriminierung? Gesetzliche Regelungen hierzu? Solche Aufschläge könnte man ja bspw. verbieten! Und das würde dann sogar Arbeitsplätze sichern, was Politik doch sonst immer so wichtig ist .... ???
 
@Hobbyperte: Arbeitsplätze waren in der Politik noch nie wichtig! Außer sie dienten als Lobbyargumente! Nicht umsonst wird unsere Arbeitslosen Statistik ständig geschönt!
 
@moribund: Es dürfte leider wie immer sein: kaum steht der hostende Server außerhalb deutscher Landesgrenzen, kaum ist der im Impressum genannte Seitenbetreiber nur ne Hinterhof Briefkastenfirma...wirds schwer und schwerer, solches Unkraut mitsamt Wurzel ausgerissen und in die (Bio)Mülltonne geworfen zu kriegen.
Aber selbst wenn, wird das Kernproblem nicht beseitigt. Das die Macher von sowas es komischerweise als unumstößliches Indiz für vorhandene (Eigen)Intelligenz ansehen, "sowas" aufzuziehen oder im Zweifels bzw. Abschaltungsfall eben: erneut aufzuziehen.
 
@DerTigga: Ist doch ganz einfach, in der Natur überleben nur Organismen, die sich permanent Anpassen. Unser pol. System ist nicht bereit sich Anzupassen ... das Internet ist ein globales, sehr schwerfälliges System dessen Anpassung zu langsam ist ... somit sind es sterbende Systeme, die irgendwann mal in sich kollabieren, oder von etwas Neuem einfach überrollt und weg gefegt werden ... wobei man die Walze nicht unbedingt kommen sieht, vlt. ist sie schon fast da und wir alle nehmen sie gar nicht wahr ... ein schweres Gewitter hat aus genügend Entfernung auch ästhetische Aspekte ... vlt. finden wir das, was uns morgen überrollt, heute noch nett, praktisch und schön ...
 
@Hobbyperte: anpassen schön und gut..aber ich sehe es so, das mit genau dieser Ausrede so einige ihr zunehmend assozialer werden, ihr gefühlskälter werden, ihr massiv egoistisches Verhalten, in Summe also ein sich massiv verhärten, schönreden bzw. herbeilegitimieren. So über die Schiene: so wie ich mich (zum schlechten) verändert habe und daher nun bin, ist doch wohl "normal", "ok" ..."x..y..z Ausrede" !
Schlimm finde ich daran, das das ne gefühlt im Moment stark zunehmende Tendenz ist.
Forciert und vermeintlich gesellschaftsfähig gemacht durch gewisse "Über-Leichen-gehen-ist-okay" Prediger. Seien es nun Typen wie Herr Trump, wie ein Herr Orban oder unsere Afd-Flügler. Allen gemeinsam ist, meiner Ansicht nach, die folgende Denkweise: lieber einmal mehr assozial als einmal zuviel sozial sein !
Meiner unmaßgeblichen Meinung nach, wird uns das viel eher überrollen und niedermachen, als das "Internet".
 
@DerTigga: Das nennt sich Sozialdarwinismus. Wird gerne von Leuten und Gruppen mit faschistischen Tendenzen als Rechtfertigung hergezogen.
 
@DerTigga: Der allg. Empathiemangel, die verbreitung von Egoismus und Rücksichtslosigkeit haben doch solchen Typen wie Trump und Co erst den Boden bereitet, sonst wären die doch nicht so erfolgreich geworden. Die Tatsache das Extreme Positionen "gesellschaftsfähig" wurden, hängt mit den systemischen Mängeln dieser Pseudo-Demokratie zusammen ... wäre das System in einem Gleichgewicht, würde es nicht immer mehr Verlierer (Arme) auf der Einen und Gewinner (Millionäre) auf der anderen Seite produzieren... diese Entwicklung kann man CDSU-mäßig ignorieren und einfach behaupten "Deutschland geht es gut" oder man könnte Konsequenzen daraus ziehen und müsste die Umverteilung Umkehren ... was erfordern würde, das man sich mal Gedanken darum macht, wie man eine Kapitalflucht erschwert/verhindert ... Bislang belohnt man Unternehmen sogar noch, wenn sie Arbeitsplätze in Europa abbauen um eine Produktion in China oder Gott weiß wo zu errichten ... dann mindert so was sogar noch die Steuer"Last"! Über derartige "Fehlanreize" wird öffentlich merkwürdiger Weise gar nicht gesprochen ... statt dessen redet man sich jahrelang lieber die Münder fusselig über so Themen wie die Euro-Krise (ja wo die denn wohl her kommt !), endlose Debatten um und über die ganzen Flüchtlings- und Migrations-Themen ... oder man Palavert darüber ob man u25-Jährige im H4-System nun Sanktionieren soll oder nicht. Über Themen, warum das Geld seit Jahrzehnten ausschließlich von Arm nach Reich fließt, wird NICHT debattiert ... warum wohl nicht? Sicher NICHT deshalb, weil das hier eine Demokratie ist und alle gemeinsam beschlossen haben nicht darüber zu reden...
 
Halb so tragisch und teilweise ist das Problem sogar hausgemacht.
Punkt1: Die Tests von Warentest sind sowieso schon lange mit Vorsicht zu genießen und verlassen würde ich mich auf diese schon lange nicht mehr.
Punkt2: Würde Warentest nicht solch Paywall haben, könnte man das in diesem Falle sogar kiinderlicht nachprüfen - so aber wird dieses Vorgehen ja sogar noch beflügelt.

Ich für meinen Teil lese Tests und Bewertungen sowieso hauptsächlich rückwärts. Wenn man erstmal nach Sternen sortieren kann, ist gut, aber danach werden erstmal die ganzen negativen Bewertungen angeschaut. Kann man da hauptsächlich "Der Nutzer ist einfach zu dumm" rauslesen und restliche Probleme treten nur vereinzelt auf, dann ist man sicherer als mit einem Testergebnis von Warentest und Co.
 
@bLu3t0oth:
Punkt 1: Deine Aussage, das deine per Lesen abschätzenden Augen und dein dranrum analysierendes Hirn ein ganzes Warentest 'Labor' kompensieren oder sogar leistungsmäßig übertreffen können, ist mit Vorsicht zu genießen. Ich würde mich auf daraus resultierende Aussagen von dir noch lange nicht verlassen.
Punkt 2: Im Punkt Paywall: Es ist eine Fakelegitimation, "einfach" auf was anderes ausweichen zu dürfen, ja quasi dazu gezwungen zu werden, weils eben an der einen, ganz offiziellen Stelle nur kostenpflichtig zu kriegen wäre.
Mit der Denke kannste auch dafür sein, das im Supermarkt frische Kirschen nichts kosten dürfen, weil man sie ja auch irgendwo 'draußen' mundrauben kann. Wird man sogar regelrecht dazu gezwungen näh, sie sich anderweitig kostenlos "besorgen" zu wollen - was kostet das denn auch einfach was, da im Laden ?? Pöhsa Laden abba auch !
Nur der ist Schuld, das man Standorte von Kirschbäumen herauskriegen / halbseidene Testfakeseiten suchen gehn wollte ..äähh..MUSSTE und daher drauf hereinfallen ist ! Aber doch nicht etwa die eigene Gier !
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