100 Mio. von 3,8 Mrd: Breitband-Förderung erschreckend wenig genutzt

Es gibt viele Gründe, warum er Breitbandausbau in Deutschland nur schleppend vorangeht. Wie sich jetzt zeigt, ist nur ein sehr geringer Anteil der entsprechenden Fördermittel bisher überhaupt ausgezahlt worden: Von 3,8 Milliarden sind 100 Millionen ... mehr... Glasfaser, Licht, Fiber Bildquelle: Alex Blackie Glasfaser, Licht, Fiber Glasfaser, Licht, Fiber Alex Blackie

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Da kann aber etwas nicht stimmen, allein unsere Stadt hat 18Mio € erhalten, und dann sollen erst 100 geflossen sein, nie im Leben.
 
Um das einzuordnen wäre es interessant zu wissen, wie lange das Prozedere von Antrag bis Auszahlung üblicherweise dauert, wieviel Prozent der Antrage abgelehnt wurden und was die Seite, die diese Gelder eigentlich abrufen sollte, dazu sagt.

Auch interessant wäre zu wissen, wie man plant mit dem Kapazitätsproblem im Baugewerbe umzugehen. Wenn das so ein enger Flaschenhals ist, dass er dieses milliardenschwere Progrann quasi im Alleingang stoppt, dann behindert das doch sicher noch andere Bereiche unserer Wirtschaft.
 
@dpazra: Es ist ja auch tatsächlich so, dass zum Beispiel der öffentliche Wohnungsbau (zumindest in einigen Bereichen) schleppend läuft, weil das Baugewerbe stark ausgelastet ist.
 
Vieler Orts liegen die Leerrohre schon drin, das Problem ist doch einfach nur dass gerade die Älteren, ich sehe es bei meinen Eltern, die bisher mit sagen wir mal 6MBit auskamen, nichts anderes wollen. Meine Eltern haben drei Mobilfunkverträge laufen wo einer fürs Handy, einer fürs Tablet und einer über den das Festnetztelefon läuft gebucht wurde, vor ca. 15 Jahren der letztere. Per LTE kommen so an die 12MBit bei meinen Eltern an. Nun hat hier die Telekom im Bauabschnitt eins im Dorf bis 250/40MBit ausgebaut, Bauabschnitt zwei im Dorf bis 50/10MBit. Beides mit SuperVectoring, heißt meine Eltern wohnen Bauabschnitt zwei, ergo kämen an die 57/12MBit bei ihnen an. Jedoch wurde mein Vorschlag zu wechseln, mit der Aussage ""Uns reicht das, ich spiele nur Clash of Clans!!!"" akribisch verneint.

Und ich denke mal da sicher viele in Deutschland so denken und sie ggf. Angst vor der Veränderung haben. Wird es wohl oder übel auch weiterhin beim Ausbau stocken. Man kann ja nunmal die Eigenheimbesitzer nicht zum Ausbau/Wechsel zwingen. Hier im Dorf sind es in beiden Bauabschnitten gerade einmal insgesamt 12 Haushalte die das schnelle Internet nutzen, die anderen zahlen weiterhin die horrenden Wucherpreise beim hiesigen Kabelanbieter und nehmen die Geschwindigkeitsschwankungen sowie die öfter auftretenden Ausfälle in Kauf.

Deshalb denke ich wird wohl von den ISP's wohl auch immer wieder das Argument gebracht dass es sich nicht lohne so schnell aus zu bauen. :)
 
@Windows 10 User: Kabelanbieter in einem Dorf? Wo wohnst du denn? Und wo sind die Preise der Kabelanbieter horrend? Diesen Begriff würde ich eher bei der Telekom einordnen.
 
@tommy1977: Also wenn man für 72/4Mbit 58,85€ mit Telefonie zahlt weil der örtliche Anbieter anderen Anbietern wie Vodafone-Kabel den Ausbau verwährt. Dann ist das schon horrender Wucher. Für ca. 4€ weniger bekäme ich bei der Telekom 250/40MBit. Mit Telefonie.
 
@Windows 10 User: Ich glaube, du wirfst hier was durcheinander...ich sortiere mal. Man hat grundsätzlich 2 Möglichkeiten, Internet zu bekommen...DSL über diverse Anbieter (i.d.R. Leitung der Telekom) oder über den Kabelanschluss seitens der herkömmlichen Kabelanbieter (z.B. Telecolumbus, Kabel Deutschland und zunehmend auch die ansässigen Energieversorger). Im ersten Fall ist es immer davon abhängig, welche Ausbaustufe der TK vorliegt. FTTB ist kein Thema, da greift die Netzneutralität und man kann sich einen DSL-Anbieter nach Wunsch aussuchen. Bei FTTH sieht es anders aus, da hat die TK erstmal die Hand drauf und man kann nur bei der TK einen Vertrag abschließen. Wenn zusätzlich noch ein Kabelanschluss vorhanden ist, gibt es immer nur EINEN Anbieter, was erstens durch entsprechende Gestattungsverträge gedeckelt ist und der Einspeispunkt auch in den Händen des jeweiligen Anbieters liegt, technisch also auch nicht ohne größere Aufwendungen möglich. Die Kabelanbieter sind immer die preiswertere und stabilere Lösung...Kabel Deutschland/Vodafone bietet aktuell z.B. die 1.000 MBit/s im ersten Jahr für 19,99 € an und ab dem 2. Jahr für 49,99 €, Pyur (Telecolumbus) die 200 MBit/s für 30 €...finde ich ganz OK so.
 
@tommy1977: Das ist ja das was ich meine, Kabelinternet via Sat-Kabel-Online geht hier, Vodafone Kabel und so weiter ist hier nicht verfügbar, weil eben Sat-Kabel-Online es hier im Dorf nicht zulässt dass sich die Großen in ihre Anlage einschalten. Telekom wie gesagt bekäme ich für 54,95€ 250/40 MBit stabil und mit voller Bandbreite 24/7.
 
@Windows 10 User: Alles klar...Sat ist natürlich sauteuer. Da bist du echt arm dran...mind. 55 Euro für ne Datenleitung...da haben wir wieder das "Neuland". Tauschen will ich da nicht... :-(
 
Wenn ich bei meinem Anbieter 1&1 auf die Seite gehe und meine Adresse prüfe, ist 100 und 200MB/s angeblich verfügbar. Wenn ich dann in den Vertrag wechseln will, ist aber nur 16MB/s verfügbar, der Ausbau wäre in Arbeit und das schon über ein halbes Jahr. Ich finde, das ist eine glatte Verarschung nur auf Kundenfang aus.
 
@almhirt: 1,6 Gb / s ist aber auch schon eine Hausnummer... ;)
 
@JuserName: ...das schaffen derzeit nichtmal alle SSD's. :D
 
@almhirt: Das "prüfe" ich schon seit Jahren aus Spaß für verschiedene Adressen nach. Immer das gleiche Spiel. Ich denke, 1&1 geht da wirklich auf Dummfang und verweist im Fall der Fälle auf die Fallback-Option.
 
@almhirt: Da 1&1 kein eigenen Netz hat, solltest du eher auf der Telekom Homepage nachschauen, was dort als verfügbar angezeigt wird. Das stimmt dann schon eher!
 
@almhirt: Na immerhin wird bei dir was als verfügbar angezeigt. Ich werd wohl ewig auf meinen 16 MBit/s sitzen bleiben. Dabei kann eine Häuserreihe weiter (direkt an der Straße, die aber auch nur eine popelige Nebenstraße ist) 100 MBit/s geliefert werden. Letztens war ein Techniker hier um meinen DSL Anschluss zu reparieren und der sagte, der nächste Verteiler für meine Häuserreihe liegt fast 2 Kilometer entfernt. Und das in einer nicht unbedeutenden Stadt mitten im Ruhrgebiet...
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