Apple plant eigene Gesundheitskliniken, zunächst nur für Mitarbeiter

Die großen Konzerne entdecken in den letzten Jahren immer mehr ein spezielles Feld für sich, nämlich das "digitale Gesundheitswesen". Hintergrund ist die Tatsache, dass personalisierte Medizin immer mehr über Apps und IoT-Geräte abläuft. mehr... Apple, Gesundheit, AC Wellness Bildquelle: AC Wellness Apple, Gesundheit, AC Wellness Apple, Gesundheit, AC Wellness AC Wellness

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Dann haben bald alle Großunternehmen ihre eigenen Krankenhäuser und der Unterschied zwischen arm und reich wird noch gravierender. Den öffentlichen Krankenhäusern läuft dringend gebrauchtes Personal davon, sodass die Öffentlichkeit darunter leidet, und als Angestellter dieser Konzerne hat man einfach den Nachteil, dass man ggf. nur in diesen Unternehmens-eigenen Krankenhäusern versichert ist. Sich eine zweite Meinung einzuholen dürfte dann schwer werden. Wird sicher auch geil, wenn man das Unternehmen dann (freiwillig oder unfreiwillig) verlässt und plötzlich nicht mehr zu seinem Arzt gehen kann.
 
@eN-t: oder der arbeitgeber damit anfängt, sonderleistungen an z.b. ernährungsgewohnheiten u.ä. festzumachen. ein nogo.
 
@pappkamerad: Genau da sehe ich auch das Problem. "Wie, du hast privat das Rauchen noch nicht aufgegeben? Wie, du magst Fast Food? Nee, wenn du keine Abmahnung willst, dann änder das mal schnell, sonst bist du für uns nicht mehr tragbar!"...
 
@eN-t: "Den öffentlichen Krankenhäusern läuft dringend gebrauchtes Personal davon, sodass die Öffentlichkeit darunter leidet."
Du meinst so wie aktuell in Deutschland mit den ganzen Privatkliniken und den privaten Krankenversicherungen?
 
@gutenmorgen1: Wahrscheinlich noch schlimmer, ich könnte mir vorstellen dass Apple und andere da ordentlich zahlen. Aber ja, die private Krankenversicherung sollte man abschaffen. Ebenso wie die Beitragsbemessungsgrenze. Kann ja nicht angehen, dass ausgerechnet die Gutverdiener sich aus der Verantwortung ziehen. So funktioniert ein Sozialstaat nicht...
 
@eN-t: dann sollte der Staat mal nachdenken, weshalb solchen Branchen das qualifizierte Personal davon läuft... #bezahlung
 
@wat-on: nujaaaaaa die is wahrlich nicht schlecht
 
@eN-t: Bei allem vergesst Ihre aber auch das Risiko, dass der Arbeitnehmer in den betriebseigen Kliniken dieser IT-Firmen als Versuchskaninchen dient / dienen kann.
 
Es geht wohl schon los, also das was man vor Jahren schon als Zukunftsvisionen prognostiziert hat.

Der Bürger schließt sich dabei einem Konzern an, dessen Produkte er nutzt.
Dessen Produkte seinen Lifestyle und seine Bio-Daten überwachen,ihn bei guter Lebenseise belohnen.
Natürlich hat der Bürger dann auch entsprechende Ärzte und Kliniken aufzusuchen, die den Kliniken angeschlossen sind.
Der Bürger ist also nicht mehr unter Selbstbestimmung, sondern gehört einem Konzern.

Konzerne werden auch in Zukunft mehr Macht haben und die Regierungen steuern.
Kriege führen dann nicht mehr die Regierungen sondern verfeindete Konzerne.

Das geht weit über Orwels 1984 hinaus.
 
@Nibelungen: als betroffener sehe ich aber auch einen Vorteil: sehen die Ärzte gesundheitliche Einschränkungen (Burnout, Überlastung, etc.) muss der Arbeitgeber reagieren. Damit sind dann auch z.B vorgeschriebene Arbeitszeiten einzuhalten, Richtlinien und Bestimmungen in Fabriken für Abgase oder andere Chemikalien könnten sich noch mehr verschärfen, usw.

ABER: ich sehe im Moment auch mehr Nachteile als Vorteile.
 
@Rumpelzahn: Kommt darauf an ob die Ärzte dann nicht eher dem Arbeitgeber unterstellt sind. Ich denke da jetzt z.B. an den medizinischen Dienst der Krankenkassen der meiner Meinung nach eindeutig schon nicht mehr objektiv ist. Mal so als Beispiel, mein Vater hatte sich zwei künstliche Knie ensetzen lassen und konnte kaum Laufen. Laut den Tabellen des medizinischen Dienstes war er nach einer Wocher aber wieder voll arbeitsfähig.
 
@Rumpelzahn: Oder der Arbeitgeber erkennt frühzeitig einen unbelastbaren Mitarbeiter und kann ihn kicken.
 
Ich mache mir um weitaus Gravierenderes Sorgen. Apple-"Gesundheits"kliniken führen sicher zu noch mehr militanten Hipster-Veganern.
 
All das wurde in "The Circle" voraus gesehen.

Ihr solltet dieses Buch lesen.

Man bekommt das Buch gebraucht bei Amazon für ein paar Euro
 
Man sollte das ganze Thema von mehreren Seiten betrachten. Natürlich ist Datenschutz ganz wichtig und darf nicht aufgeweicht werden, aber gerade in Ländern wie den USA, wo eine Krankenversicherung recht teuer ist, könnte sich sowas wirklich für alle Beteiligten rechnen.

Wenn ein MA etwas hat und zu einem Arzt möchte, wäre es durchaus vorteilhaft wenn er so schnell wie möglich einen entsprechenden Termin bekommen könnte. Das kann eventuelle Verschleppungen von Krankheiten verhindern und dessen Gesundheit und Arbeitskraft sichern.

Aus Sicht es AG ist es sicherlich auch von Vorteil wenn man den Ärzten trauen kann. Ich könnte jedes mal kotzen wenn ich von Kollegen höre daß sie da einen Arzt kennen. Letztendlich ist sowas dann immer Betrug am Arbeitgeber und an den Kollegen, was auf diese Art und Weise vielleicht doch verhindert werden könnte.

Aus Sicht der Medizin wird es ganz besonders interessant. Man stelle sich vor die Mediziner hätten auf gesammelte Fitnesstracker und ähnliche Sensoren der Mitarbeiter Zugriff, dann könnte man womöglich bei einigen Krankheitsbildern neue Zusammenhänge erkennen welche ohne solche Informationen nie herausgekommen wären.
Und sein wir mal ehrlich. Ein Arzt zu sein ist ungefähr so wie IT-Support. Man hat viel gelernt, aber wenn man einen Kaputten mit begrenzten Diagnosemöglichkeiten vor sich hat fängt dann immer ein wildes Raten an. Man weil vielleicht in welche Richtung man Raten soll, aber geraten ist es trotzdem irgendwie.

Als jemand der schon mal in einem Krankenhaus gearbeitet hat, muß ich sagen daß ich zu keiner Zeit Bedenken wegen die Verschwiegenheit der Ärzte gegenüber meinem Arbeitgeber hatte. Ich hatte viel mehr das Gefühl daß sie meine Gesundheit, die meiner Kollegen und die der Patienten nach besten Wissen und Gewissen schützen.
 
So hält man das Geld in der Firma. Kantinen sind nichts anderes. Angestellte verdienen Geld und bringen es direkt wieder zurück.

Und wie sieht es hier mit krankschreiben aus? Der Arzt erhält wahrscheinlich Provision um so weniger er krank schreibt - also passiert das erst wenn jemand schon kurz vorm Exitus steht :D
 
@Paradise: Ganz im Gegenteil, die meisten Kantinen großer Firmen sind externe Dienstleister. Z.T. wird die Kantine sogar für Mitarbeiter vom Unternehmen subventioniert, d.h. der Arbeitgeber zahlt noch drauf. Einen finanziellen Vorteil haben die Firmen damit mit Sicherheit nicht.
 
Man muss hier vorsichtig sein, dass amerikanische Gesundheitssystem ist grundlegend anders als bei uns in Deutschland. Mitarbeiter sind idR über die Firma krankenversichert und Leistungen gelten oftmals auch für den Rest der Familie. Von daher machen die im Prinzip nichts anderes, als wären alle Mitarbeiter der Firma X in Deutschland grundsätzlich über die Firma noch privatversichert.
 
Zurück in den Feudalismus
 
Es ist typisch deutsch eine Überschrift zu lesen und das schlimmste zu erwarten. Die Deutschen sind undefeated heavyweight worldchampion of the world im jammern.
 
Und dann soll Apple angeblich die Gesundheitsdaten seiner Nutzer nicht kommerziell nutzen?
 
Würde ich auch echte Probleme darin sehen. (Auf Deutschland übertragen)

Erstens kann der Arbeitgeber dann die gesamte Krankengeschichte einsehen und so noch früher "unbeliebte" Mitarbeiter (nicht böse gemeint) "entsorgen".

Klar vom Datenschutz kann jeder reden. Was im Hintergrund aber dann angezapt wird, wird keiner erfahren.

Zum anderen wie schon gesagt wurde, können Großunternehmen mit dem Geld großzügiger agieren und sie würden von normalen Krankenhäusern das Personal abwerben.

Dann wird es für die normalen Leute draussen noch bitterer. Hier in Deutschland sind Krankenhäuser massiv überlastet. Pflegeplätze sind keine frei usw. usw.

Sieht man ja auch am Gehaltsgefälle Staatlich/Behörden, Handwerk und dann die Industrie.
 
Na ja, vielleicht gibt's dann neue Patente, wie der erste eckige Auswurf oder Taschentücher mit Nasenerkennung. Mal abwarten.
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