Raubkopien kosten der Musikindustrie viele Arbeitsplätze

Die Plattenindustrie gerät nach eigenen Angaben durch das verstärkte Kopieren von Musik-CDs und das Herunterladen von Songs aus dem Internet zunehmend in Bedrängnis. Im vergangenen Jahr hätten die deutschen Hersteller von Tonträgern 800 Arbeitsplätze abbauen müssen, im Handel seien es 500 Jobs gewesen, sagte der Chef der deutschen Phonoverbände, Gerd Gebhardt, dem Nachrichtenmagazin "Focus". Nach den im April veröffentlichten Umsatzzahlen der Musikindustrie wurden 2002 rund 165 Mio. CDs verkauft. Zugleich wurde auf 259 Mio. CD-Rohlinge Musik kopiert - eine Steigerung von 42 Prozent im Vergleich zu 2001. Aus dem Internet luden Musikfans demnach 622 Mio. Titel herunter.

Die Schere zwischen verkaufter und kopierter Musik gehe immer weiter auseinander, erklärte Gebhardt damals. "Musik wird heute mehr gehört denn je - nur bezahlt wird dafür seltener."

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