Nächstes DDoS-Botnetz schlägt in der neuen 650-Gbit/s-Klasse zu
Spätestens seit den Schlagzeilen über die Mirai-Botnetze zeichnete sich ab, dass die Abwehr von DDoS-Angriffen in der kommenden Zeit zu einer Herkulesaufgabe wird. Jetzt ist das nächste Botnetz aufgetaucht, das ebenfalls mit Rekord-Trommelfeuer auf seine Opfer losgeht.
Seit der Freigabe der Mirai-Quellcodes ist man in der Security-Szene darauf eingestellt, dass zahlreiche Ableger in Erscheinung treten - was durchaus auch der Fall ist. Das nun aufgetauchte Botnetz hat mit der fraglichen Malware allerdings nichts zu tun, sondern ist ein komplett eigenständiges Werkzeug. Es wird von den Sicherheitsexperten unter der Bezeichnung 1337 (Leet) in den Datenbanken geführt.
Erstmals auffällig wurde die Infrastruktur in den Tagen vor Weihnachten, als das Security-Unternehmen Imperva bei einem Kunden damit beschäftigt war, einen größeren DDoS-Angriff abzuwehren. Hier prasselte ein Traffic von satten 650 Gigabit pro Sekunde auf die attackierten Server ein. Das ist die Dimension, die erstmals von Mirai erreicht wurde.
Auffällig ist dabei die Gestaltung der Payload. Die beim Angriff beteiligten Bots holen sich erst einmal selbst Inhalte von einigen Webservern ab und rühren diese nach einem Zufallsprinzip durcheinander. Die IP-Pakete werden dann mit diesem Mischmasch bestückt. Das soll es offenbar erschweren, mit automatisierten Filtern, die Pakete nach bestimmten Regeln einfach wegwerfen, die Wucht des Angriffs abzufedern.
Vorerst ist es inzwischen gelungen, die Datenströme in den Griff zu bekommen. Die Imperva-Experten wollen im Zuge der Veröffentlichung erster Erkenntnisse allerdings nicht nur vor dem 1337-Botnetz an sich warnen. Vielmehr, so hieß es, sei dessen Auftauchen ein Zeichen dafür, dass man sich für die kommenden Monate auf diverse weitere Attacken in der genannten Heftigkeit wappnen muss.
Erstmals auffällig wurde die Infrastruktur in den Tagen vor Weihnachten, als das Security-Unternehmen Imperva bei einem Kunden damit beschäftigt war, einen größeren DDoS-Angriff abzuwehren. Hier prasselte ein Traffic von satten 650 Gigabit pro Sekunde auf die attackierten Server ein. Das ist die Dimension, die erstmals von Mirai erreicht wurde.
Analyse dauert an
Aktuell ist noch nicht viel über die Malware hinter dem Botnetz bekannt. Es gibt nicht einmal handfeste Fakten dazu, welche Geräte an den Attacken beteiligt sind. Klar wurde lediglich, dass der DDoS-Angriff nicht einzelne Server, sondern die Netzwerksysteme in einem Firmennetz zum Ziel hatte.Auffällig ist dabei die Gestaltung der Payload. Die beim Angriff beteiligten Bots holen sich erst einmal selbst Inhalte von einigen Webservern ab und rühren diese nach einem Zufallsprinzip durcheinander. Die IP-Pakete werden dann mit diesem Mischmasch bestückt. Das soll es offenbar erschweren, mit automatisierten Filtern, die Pakete nach bestimmten Regeln einfach wegwerfen, die Wucht des Angriffs abzufedern.
Vorerst ist es inzwischen gelungen, die Datenströme in den Griff zu bekommen. Die Imperva-Experten wollen im Zuge der Veröffentlichung erster Erkenntnisse allerdings nicht nur vor dem 1337-Botnetz an sich warnen. Vielmehr, so hieß es, sei dessen Auftauchen ein Zeichen dafür, dass man sich für die kommenden Monate auf diverse weitere Attacken in der genannten Heftigkeit wappnen muss.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Videos zum Thema Sicherheit
- E-Mail-Sicherheitslücke in Microsoft Office lässt sich einfach abstellen
- Vorsicht vor Windows Toolbox: Malware kommt unerkannt mit
- Geht immer noch: So kann sich Malware per E-Mail einschleichen
- Cambridge Analyticas großer Hack - Neuer Trailer zur Netflix-Doku
- Zum Abschuss freigegeben: iOS-Geräte sind per Funk angreifbar
Beiträge aus dem Forum
Beliebt im Preisvergleich
- Hardware-Firewall:
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- 7 Tage ohne Laden: Honor testet Smartphones mit 15.000-mAh-Akku
- Notebooksbilliger: Angebote der Woche stark reduziert
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Google lässt US-Schulen keine Wahl: KI-Suche oder gar keine Suche
- FritzBox 5690 bekommt fertiges 8.51-Update: Neue Funktionen starten
- Ein Jahr auf dem Mars: NASA beendet Simulationsexperiment DuneAlpha
- Microsoft: Windows jetzt bis zu 40% schneller auf PCs mit 8 GB RAM
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen