Amazon-Mitarbeiter streiken zum Höhepunkt der Cyber-Monday-Woche
Die Cyber-Monday-Woche bei Amazon gehört zu den geschäftigsten Tagen im Jahr bei dem Online-Handelsriesen. Nun hat die Gewerkschaft Verdi ausgerechnet heute wieder einmal zum Streik aufgerufen - und zwar zum Höhepunkt der Angebots-Woche. Gestreikt wird nun in Graben/Augsburg, Leipzig, Rheinberg und Werne, in den beiden letzteren läuft der Streik auch morgen noch weiter.
"Beschäftigte fordern Tarifvertrag und menschenwürdige Arbeitsbedingungen", schreibt die Gewerkschaft Verdi zur heutigen Arbeitsniederlegung in vier der mittlerweile neun Logistikzentren, die das US-Unternehmen in Deutschland betreibt. Der Streit zwischen Verdi und Amazon wird schon seit 2013 offen ausgetragen und immer wieder kommen neue Details an Licht. "Die Beschäftigten nehmen nicht hin, dass Amazon sich grundsätzlich einem Tarifvertrag verweigert. Diese beschäftigten- und gewerkschaftsfeindliche Haltung des Versandhändlers ist ein Skandal, der keine Schule machen darf," erklärt Verdi auf ihrer Homepage.
Infografik: Black Friday und Cyber Monday in Deutschland
Erst Ende Oktober hatte Verdi zur Arbeitsniederlegung bei Amazon aufgerufen. Gefolgt waren dem Aufruf rund 1.500 Mitarbeiter in Deutschland an fünf Standorten in der Republik. Auswirkungen auf die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber hatten die Streiks bisher aber nicht, ganz im Gegenteil.
Für die Kunden, die diese Woche bei den Schnäppchen zugeschlagen haben, sollen die Arbeitsniederlegungen aber keine Auswirkungen haben, man rechne bei Amazon aktuell weiterhin mit einer pünktlichen Lieferung und schnellen Bearbeitung.
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Rigides System
"Amazon will die Öffentlichkeit glauben machen, man biete gute Arbeitsbedingungen. In Wahrheit herrscht bei Amazon ein rigides System der Überwachung von Arbeitsleistungen, von Druck und Hetze und einseitig diktierten Bedingungen. Das führt zu extrem hohen Krankenquoten von teilweise 20 Prozent und mehr. Diese Streiks werden erneut den Betriebsablauf empfindlich stören. Wenn Amazon nicht umsteuert, wird es auch im Weihnachtsgeschäft zu weiteren Streiks kommen. Wer pünktliche Lieferungen will, muss die Rechte der Beschäftigten auf tarifliche Bezahlung achten", sagte Stefanie Nutzenberger, Mitglied im Bundesvorstand von verdi.Erst Ende Oktober hatte Verdi zur Arbeitsniederlegung bei Amazon aufgerufen. Gefolgt waren dem Aufruf rund 1.500 Mitarbeiter in Deutschland an fünf Standorten in der Republik. Auswirkungen auf die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber hatten die Streiks bisher aber nicht, ganz im Gegenteil.
"Amazon und Verdi passen nicht zusammen"
Amazon zeigt mittlerweile auch nach außen hin ganz offiziell kein Verständnis für die Klagen der Gewerkschaft und der Mitarbeiter. Eine Amazon-Sprecherin hatte heute betont, dass das Unternehmen den Mitarbeitern in der Logistik einen Stundenlohn von mindestens 10,30 Euro zahle. Gespräche mit der Gewerkschaft lehne man ab. Es sei klar, dass Amazon und Verdi nicht zusammenpassen, hieß es.Für die Kunden, die diese Woche bei den Schnäppchen zugeschlagen haben, sollen die Arbeitsniederlegungen aber keine Auswirkungen haben, man rechne bei Amazon aktuell weiterhin mit einer pünktlichen Lieferung und schnellen Bearbeitung.
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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