Amazon schickt jetzt selbst Transport-Schiffe auf die Reise
Der Online-Händler Amazon arbeitet keineswegs nur daran, die letzte Meile der Waren-Lieferungen mit Drohnen, Fahrradkurieren und anderem zu optimieren, sondern dringt auch in den Backbone der Warenströme vor. Der Konzern verfügt nun über eine Lizenz für die Handelsschifffahrt auf hoher See.
Inne hat diese die chinesische Landesniederlassung des Unternehmens. Grundsätzlich könnte die Firma natürlich ihre eigene Fracht auch ohne entsprechende Lizenz auf ein Boot laden und über das Meer fahren - allerdings lohnt sich dies kaum. Die Lizenz macht es möglich, hierbei auch im Auftrag anderer Firmen aktiv zu sein und somit gleich größere Warenmengen zu transportieren.
Über diese Tatsache berichtete zuerst Ryan Petersen, der Chef der Logistikfirma Flexport. Demnach beschränkt sich die Lizenz allerdings auf die Organisation von Transporten über See-Routen. Derzeit kann Amazon China also noch nicht selbst mit einer eigenen Hochsee-Flotte in die Handelsschifffahrt einsteigen, sondern ist noch auf die Frachter von externen Reedereien angewiesen.
Amazon dürfte es aber nicht nur darum gehen, einen Fuß in diesem riesigen Markt zu haben, sondern auch mehr Einfluss auf die eigenen Logistik-Ansprüche zu bekommen. Einer der großen Flaschenhälse in den Prozessen des Konzerns ist immerhin noch immer der Transport zahlreicher Produkte von den zahlreichen Produktionsbetrieben in Asien hin zu den großen Absatzmärkten in Nordamerika und Europa. Amazon China kann hier nun dafür sorgen, dass die eigenen Waren mit Priorität transportiert werden und so vielleicht bis zu Tagen früher am Ziel ankommen.
Über diese Tatsache berichtete zuerst Ryan Petersen, der Chef der Logistikfirma Flexport. Demnach beschränkt sich die Lizenz allerdings auf die Organisation von Transporten über See-Routen. Derzeit kann Amazon China also noch nicht selbst mit einer eigenen Hochsee-Flotte in die Handelsschifffahrt einsteigen, sondern ist noch auf die Frachter von externen Reedereien angewiesen.
Rückgrat der Weltwirtschaft
Trotzdem ist der Einstieg in das Geschäft eine ziemlich beachtenswerte Sache. Denn zum einen handelt es sich um einen riesigen Zweig der Weltwirtschaft. Dessen finanzielles Volumen liegt bei rund 350 Milliarden Dollar im Jahr. Das ist wenig verwunderlich, ist doch der Anteil des Warentransports auf Hochseeschiffen wesentlich höher als der aller anderen Transportwege zusammengenommen.Amazon dürfte es aber nicht nur darum gehen, einen Fuß in diesem riesigen Markt zu haben, sondern auch mehr Einfluss auf die eigenen Logistik-Ansprüche zu bekommen. Einer der großen Flaschenhälse in den Prozessen des Konzerns ist immerhin noch immer der Transport zahlreicher Produkte von den zahlreichen Produktionsbetrieben in Asien hin zu den großen Absatzmärkten in Nordamerika und Europa. Amazon China kann hier nun dafür sorgen, dass die eigenen Waren mit Priorität transportiert werden und so vielleicht bis zu Tagen früher am Ziel ankommen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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