Cyanogen-Chef über OnePlus:
Ohne uns hätten sie ein Gerät verkauft
Cyanogen, der kommerzielle Ableger der bekannten Aftermarket-ROM CyanogenMod, will vor allem über den chinesischen Markt seine globalen Ambitionen ausbauen, wie CEO Kirt McMaster in einem aktuellen Interview sagt. Der Cyanogen-Chef trat dabei sehr "selbstbewusst" auf und teilte auch ordentlich in Richtung des ehemaligen Partners OnePlus aus.
Chinesische Hersteller haben längst nicht mehr den Ruf als Billig-Hersteller, auch wenn sich dieses Vorurteil durchaus noch hält. Das meint auch Cyanogen-CEO Kirt McMaster und verweist gegenüber PCWorld darauf, dass man diesen Unternehmen mit seinem eigenen bekannten Markennamen helfen kann.
"Es ist ein großartiger Weg für sie, eine Identität außerhalb Chinas aufzubauen, nämlich indem sie eine bereits halbwegs bekannte Marke verwenden", so McMaster. Um welche Hersteller bzw. Partner aus China es sich dabei handelt, sagte der Cyanogen-Chef jedoch nicht. Für OS-Anbieter wie OEMs geht es dabei aber gar nicht um den chinesischen Markt, da dieser mit über 100 Smartphone-Marken sehr umkämpft ist.
Es ist zwar unbestritten, dass OnePlus ohne Cyanogen nicht dort wäre, wo man heute ist, die Aussagen von McMaster sind allerdings sicherlich auch etwas überspitzt. OnePlus-Co-Gründer Carl Pei sprach hingegen diplomatischer von einer Partnerschaft, von der beide Seiten profitiert hätten.
Zwischen OnePlus und Cyanogen hatte es Ende des Vorjahres Streit gegeben, im Mittelpunkt der "Scheidung" (die beiden Unternehmen gehen künftig getrennte Wege) stand eine exklusive Partnerschaft zwischen dem OS-Anbieter und einem Hersteller am indischen Markt.
"Es ist ein großartiger Weg für sie, eine Identität außerhalb Chinas aufzubauen, nämlich indem sie eine bereits halbwegs bekannte Marke verwenden", so McMaster. Um welche Hersteller bzw. Partner aus China es sich dabei handelt, sagte der Cyanogen-Chef jedoch nicht. Für OS-Anbieter wie OEMs geht es dabei aber gar nicht um den chinesischen Markt, da dieser mit über 100 Smartphone-Marken sehr umkämpft ist.
"Ohne uns wären sie nichts"
McMaster verweist auf den Erfolg des OnePlus One, das als junges Startup bis Ende des Vorjahres bereits eine Million Geräte verkaufen konnte. Das schreibt der CEO des Betriebssystems vor allem sich selbst zu: "Ohne Cyanogen hätte OnePlus auf internationalen Märkten in etwa ein Gerät verkauft", so McMaster. "Sie haben ihre Marke im Wesentlichen auf dem Rücken von Cyanogen aufgebaut."Es ist zwar unbestritten, dass OnePlus ohne Cyanogen nicht dort wäre, wo man heute ist, die Aussagen von McMaster sind allerdings sicherlich auch etwas überspitzt. OnePlus-Co-Gründer Carl Pei sprach hingegen diplomatischer von einer Partnerschaft, von der beide Seiten profitiert hätten.
Zwischen OnePlus und Cyanogen hatte es Ende des Vorjahres Streit gegeben, im Mittelpunkt der "Scheidung" (die beiden Unternehmen gehen künftig getrennte Wege) stand eine exklusive Partnerschaft zwischen dem OS-Anbieter und einem Hersteller am indischen Markt.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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