Polaroid Selfie-Smartphone:
Ein kurios-dreister Fall von Design-Klau
Der Name Polaroid ist zweifellos ein besonders bekannter, die Sofortbildkameras des US-Herstellers wurden zu einer Kultmarke, die dazugehörigen Fotos sind den meisten bis heute ein Begriff. Mit Fotos hatte auch das neue Polaroid-Smartphone etwas zu tun, das auf der CES gezeigte "Selfie"-Gerät setzte auf eine schwenkbare Kamera.
Die Ähnlichkeit zum Oppo N3 (Mitte) hat u. a. Mobile Geeks per Foto dokumentiert...danach war das Polaroid Selfie plözlich weg
Das für solche Aufnahmen praktische System ist clever, aber nicht von Polaroid. Wie Phandroid berichtet, hat auch Oppo diese Ähnlichkeit bemerkt und das Polaroid wohl auch mitgeteilt. Auf das Schwenksystem hält Oppo nämlich ein Patent, entsprechend dürfte man Polaroid auch mit rechtlichen Schritten gedroht haben. Denn das Polaroid Selfie verschwand schnell vom Stand des Herstellers.
Es gibt allerdings einen signifikanten Unterschied zwischen Oppo und Polaroid: Während beim N3 die Drehung der Kamera motorisiert erfolgt, muss das beim zweitgenannten Smartphone manuell getan werden. Für die grundsätzliche Lösung sowie die patentrechtlichen Aspekte hat das aber wohl kaum Auswirkungen.
Kurios wird die Angelegenheit bei den Erklärungsversuchen von Polaroid: Laut Mobilegeeks versuchte man, sich mit diversen Ausreden aus der Sache herauszuwinden, was aber gründlich misslang. Denn zunächst versuchte man das Gerät als Messe-Highlight in den Vordergrund zu rücken, nach dem Auftauchen der Vorwürfe sprach man u. a. von einem "beliebigen Prototypen".
Kleiner Hinweis zum Schluss: Bei Polaroid handelt es sich nicht mehr um den Kult-Hersteller von Seinerzeit, sondern um ein chinesisches Unternehmen, das sich den Namen als Lizenz gesichert hat.
Alles nur kopiert...
Doch bei dieser Drehkamera des Selfie-Smartphones von Polaroid ließ sich der Hersteller offenbar von einem Konkurrenzgerät inspirieren: Auf der CES wurde das Gerät vorgestellt, dabei fiel aber einigen Journalisten und Bloggern eine große Ähnlichkeit zum Oppo N3 sowie dem Vorgänger N1 auf. Grund dafür ist eben die schwenkbare Kamera, die sich bei einer Drehung um (zumindest) 180 Grad vom rückseitigen Shooter zum Selfie-"Spezialisten" verwandeln lässt.
Die Ähnlichkeit zum Oppo N3 (Mitte) hat u. a. Mobile Geeks per Foto dokumentiert...danach war das Polaroid Selfie plözlich weg
Das für solche Aufnahmen praktische System ist clever, aber nicht von Polaroid. Wie Phandroid berichtet, hat auch Oppo diese Ähnlichkeit bemerkt und das Polaroid wohl auch mitgeteilt. Auf das Schwenksystem hält Oppo nämlich ein Patent, entsprechend dürfte man Polaroid auch mit rechtlichen Schritten gedroht haben. Denn das Polaroid Selfie verschwand schnell vom Stand des Herstellers.
Es gibt allerdings einen signifikanten Unterschied zwischen Oppo und Polaroid: Während beim N3 die Drehung der Kamera motorisiert erfolgt, muss das beim zweitgenannten Smartphone manuell getan werden. Für die grundsätzliche Lösung sowie die patentrechtlichen Aspekte hat das aber wohl kaum Auswirkungen.
Kurios wird die Angelegenheit bei den Erklärungsversuchen von Polaroid: Laut Mobilegeeks versuchte man, sich mit diversen Ausreden aus der Sache herauszuwinden, was aber gründlich misslang. Denn zunächst versuchte man das Gerät als Messe-Highlight in den Vordergrund zu rücken, nach dem Auftauchen der Vorwürfe sprach man u. a. von einem "beliebigen Prototypen".
Kleiner Hinweis zum Schluss: Bei Polaroid handelt es sich nicht mehr um den Kult-Hersteller von Seinerzeit, sondern um ein chinesisches Unternehmen, das sich den Namen als Lizenz gesichert hat.
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