Seattle: Demonstranten blockieren Microsoft-Shuttle
Nach ähnlichen Aktionen in San Francisco haben Aktivisten nun auch in Seattle die Shuttle-Busse eines großen Technologiekonzerns blockiert. Nach Google und anderen typischen Internet-Unternehmen war nun allerdings der Softwarekonzern Microsoft betroffen.
Wie GeekWire berichtet, blockierten Demonstranten in Seattle gestern über einen Zeitraum von insgesamt 45 Minuten die Abfahrt von Microsoft-Shuttles. Sie verteilten Informationsblätter und hielten Schilder mit Botschaften wie "Gentrifizierung endet hier" hoch.
Die Proteste sind offenbar Teil einer größeren Bewegung, die sich gegen die Aufwertung bestimmter Stadtteile durch den Zuzug der gutverdienenden Mitarbeiter großer Technologieunternehmen richten. Die Argumentation der Kritiker richtet sich gegen die Ausnutzung der öffentlichen Infrastruktur in Form der von der Stadt eingerichteten Bushaltestellen, von denen die privat betriebenen Shuttles von Microsoft & Co in Richtung des Firmencampus starten.
Microsoft Shuttle-Bus: The Connector
Laut einem Flugblatt der Demonstranten ermöglicht der für die Angestellten kostenlose Shuttle-Bus den Mitarbeitern nicht wie von Microsoft behauptet, auf umweltschonende Art und ohne anstrengende Pendelfahrten mit dem eigenen Auto zum Arbeitsplatz zu kommen - weil die Busse angeblich oft leer sind.
Stattdessen würden die kostenlosen "Connector"-Busse Microsoft dabei helfen, seine Mitarbeiter mit der Aussicht auf einen bequemen Arbeitsweg bei der gleichzeitig bestehenden Möglichkeit in einem "hippen" Stadtteil wohnen zu können, zu locken. Dies passe gut zu dem von der Stadt angeblich verfolgten Ziel, Seattle zu einem "Upscale Yuppie-Spielplatz" zu machen.
Im letzten Jahrzehnt hätten gutbezahlte Mitarbeiter der Technologieindustrie die Stadt Seattle "überflutet" und die Lebenskosten ansteigen lassen. Hinzu kämen Veränderungen im Stadtbild, zu denen auch eine gestiegene Zahl von Überwachungskameras und eine wachsende Einheitlichkeit der Bevölkerung gehören.
Die Verdrängung durch Besserverdienende habe zu sozialen Spannungen und Auseinandersetzungen geführt, worauf die Stadt jedoch mit mehr Kameraüberwachung und einer gesteigerten Polizeipräsenz reagiert habe. Die Flyer der Demonstranten fordern die Mitarbeiter von Microsoft dazu auf, sich Gedanken darüber zu machen, ob sie in einer derart "sterilen Zukunft" leben wollen.
In San Francisco hat die Stadt mittlerweile auf die Proteste reagiert und ein Pilotprogramm ins Leben gerufen. In dessen Rahmen werden die privaten Shuttle-Dienste, die die Busse im Auftrag der Technologieriesen betreiben, für die Nutzung der Haltestellen zur Kasse gebeten. Microsoft wollte sich bisher nicht zu dem Thema äußern.
Die Proteste sind offenbar Teil einer größeren Bewegung, die sich gegen die Aufwertung bestimmter Stadtteile durch den Zuzug der gutverdienenden Mitarbeiter großer Technologieunternehmen richten. Die Argumentation der Kritiker richtet sich gegen die Ausnutzung der öffentlichen Infrastruktur in Form der von der Stadt eingerichteten Bushaltestellen, von denen die privat betriebenen Shuttles von Microsoft & Co in Richtung des Firmencampus starten.
Microsoft Shuttle-Bus: The Connector
Laut einem Flugblatt der Demonstranten ermöglicht der für die Angestellten kostenlose Shuttle-Bus den Mitarbeitern nicht wie von Microsoft behauptet, auf umweltschonende Art und ohne anstrengende Pendelfahrten mit dem eigenen Auto zum Arbeitsplatz zu kommen - weil die Busse angeblich oft leer sind.
Stattdessen würden die kostenlosen "Connector"-Busse Microsoft dabei helfen, seine Mitarbeiter mit der Aussicht auf einen bequemen Arbeitsweg bei der gleichzeitig bestehenden Möglichkeit in einem "hippen" Stadtteil wohnen zu können, zu locken. Dies passe gut zu dem von der Stadt angeblich verfolgten Ziel, Seattle zu einem "Upscale Yuppie-Spielplatz" zu machen.
Im letzten Jahrzehnt hätten gutbezahlte Mitarbeiter der Technologieindustrie die Stadt Seattle "überflutet" und die Lebenskosten ansteigen lassen. Hinzu kämen Veränderungen im Stadtbild, zu denen auch eine gestiegene Zahl von Überwachungskameras und eine wachsende Einheitlichkeit der Bevölkerung gehören.
Die Verdrängung durch Besserverdienende habe zu sozialen Spannungen und Auseinandersetzungen geführt, worauf die Stadt jedoch mit mehr Kameraüberwachung und einer gesteigerten Polizeipräsenz reagiert habe. Die Flyer der Demonstranten fordern die Mitarbeiter von Microsoft dazu auf, sich Gedanken darüber zu machen, ob sie in einer derart "sterilen Zukunft" leben wollen.
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