Studie: Web-Zugang selten so schnell wie beworben
Die Bundesnetzagentur hat im Rahmen einer Studie die tatsächlich erreichten Datenraten von deutschen Internetzugängen per Festnetz und im Mobilfunk untersucht und dabei festgestellt, dass nur rund jeder fünfte Kunde auch die vom jeweiligen Anbieter beworbenen Datenraten erreicht.
Im Zeitraum zwischen Juni und Dezember 2012 wurden von der Bundesnetzagentur die Geschwindigkeiten der Internetzugänge von 250.000 Verbrauchern getestet. Es handelte sich um eine der am breitesten angelegten Untersuchungen dieser Art, die bisher durchgeführt wurden. In nur 21 Prozent der Fälle wurden bei mobilen Breitbandzugängen die von den Netzbetreibern versprochenen Geschwindigkeiten erreicht, wie aus den jetzt veröffentlichten Ergebnissen der Studie hervorgeht.
Beim Zugang über das Festnetz per DSL kamen nur 15,7 Prozent der geprüften Anschlüsse auf die von den Zugangsanbietern beworbenen Maximalgeschwindigkeiten. Auch in den meisten anderen Ländern der Europäischen Union sollen die von den Betreibern angegebenen maximalen Datenraten nur in vergleichsweise wenigen Fällen auch tatsächlich im Alltag erreichbar sein, so die 'New York Times' unter Berufung auf eine Quelle, die mit den bisher vorliegenden Ergebnissen einer entsprechenden EU-weiten Untersuchung vertraut ist.
Einige Ergebnisse der Studie der Bundesnetzagentur
In deutschen LTE-Netzen werden höchstselten die beworbenen Höchstgeschwindigkeiten erreicht. So lag die Datenrate bei fast der Hälfte der Nutzer nur halb so hoch wie versprochen oder gar darunter, heißt es. Für die Bundesnetzagentur bestätigen ihre Untersuchungsergebnisse das, was viele Kunden ohnehin vermuten - dass die Geschwindigkeit ihres Internetzugangs nur in den seltensten Fällen auch tatsächlich dem entspricht, was der jeweilige Anbieter bewirbt.
Wie überall sonst in Europa und der Welt sind die Zugangsanbieter nicht verpflichtet, dies zu gewährleisten. Die meisten Unternehmen bewerben ihre Zugänge mit "bis zu"-Werten, die höchst unterschiedlich ausfallen können. Versuche der EU, Mindestgeschwindigkeiten festzulegen, konnten von der Telekommunikationsindustrie bisher abgewehrt werden.
Der Präsident der Bundesnetzagentur will nun einen Dialog mit den Zugangsanbietern aufnehmen, um die Genauigkeit der von ihnen in der Werbung aufgestellten Angaben zu den Datenraten zu erhöhen. Von Seiten der Deutschen Telekom war zu hören, dass "technische Gründe" dafür sorgen, dass man den Kunden keine bestimmte Geschwindigkeit garantieren kann. Darauf habe unter anderem die Qualität der Festnetzleitungen oder die Distanz zwischen den Kunden und den Knotenpunkten des DSL-Netzes Auswirkungen.
Bei LTE-Verbindungen gebe man den Kunden sehr genaue Angaben über die beim Vertragsabschluss zu erwartenden Geschwindigkeiten, wobei eine Analyse der örtlichen Umgebung zugrunde gelegt wird. Die Verbraucher hätten dabei die Möglichkeit, neu abgeschlossene Verträge zu kündigen, wenn die versprochenen Datenraten nicht erreicht werden. Ein Sprecher des Bundesverbands der Verbraucherzentralen erklärte zu dem Thema, dass es in der Verantwortung der Netzbetreiber liege, ihre Kunden nicht mit überzogenen Werbeversprechungen zu täuschen.
Beim Zugang über das Festnetz per DSL kamen nur 15,7 Prozent der geprüften Anschlüsse auf die von den Zugangsanbietern beworbenen Maximalgeschwindigkeiten. Auch in den meisten anderen Ländern der Europäischen Union sollen die von den Betreibern angegebenen maximalen Datenraten nur in vergleichsweise wenigen Fällen auch tatsächlich im Alltag erreichbar sein, so die 'New York Times' unter Berufung auf eine Quelle, die mit den bisher vorliegenden Ergebnissen einer entsprechenden EU-weiten Untersuchung vertraut ist.
Einige Ergebnisse der Studie der Bundesnetzagentur
In deutschen LTE-Netzen werden höchstselten die beworbenen Höchstgeschwindigkeiten erreicht. So lag die Datenrate bei fast der Hälfte der Nutzer nur halb so hoch wie versprochen oder gar darunter, heißt es. Für die Bundesnetzagentur bestätigen ihre Untersuchungsergebnisse das, was viele Kunden ohnehin vermuten - dass die Geschwindigkeit ihres Internetzugangs nur in den seltensten Fällen auch tatsächlich dem entspricht, was der jeweilige Anbieter bewirbt.
Wie überall sonst in Europa und der Welt sind die Zugangsanbieter nicht verpflichtet, dies zu gewährleisten. Die meisten Unternehmen bewerben ihre Zugänge mit "bis zu"-Werten, die höchst unterschiedlich ausfallen können. Versuche der EU, Mindestgeschwindigkeiten festzulegen, konnten von der Telekommunikationsindustrie bisher abgewehrt werden.
Der Präsident der Bundesnetzagentur will nun einen Dialog mit den Zugangsanbietern aufnehmen, um die Genauigkeit der von ihnen in der Werbung aufgestellten Angaben zu den Datenraten zu erhöhen. Von Seiten der Deutschen Telekom war zu hören, dass "technische Gründe" dafür sorgen, dass man den Kunden keine bestimmte Geschwindigkeit garantieren kann. Darauf habe unter anderem die Qualität der Festnetzleitungen oder die Distanz zwischen den Kunden und den Knotenpunkten des DSL-Netzes Auswirkungen.
Bei LTE-Verbindungen gebe man den Kunden sehr genaue Angaben über die beim Vertragsabschluss zu erwartenden Geschwindigkeiten, wobei eine Analyse der örtlichen Umgebung zugrunde gelegt wird. Die Verbraucher hätten dabei die Möglichkeit, neu abgeschlossene Verträge zu kündigen, wenn die versprochenen Datenraten nicht erreicht werden. Ein Sprecher des Bundesverbands der Verbraucherzentralen erklärte zu dem Thema, dass es in der Verantwortung der Netzbetreiber liege, ihre Kunden nicht mit überzogenen Werbeversprechungen zu täuschen.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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