Indien: Gratis-Handys für 70 Millionen Haushalte?
Die indische Regierung will Familien, die unter der Armutsgrenze leben, kostenlos mit Mobiltelefonen ausstatten. Noch ist das Vorhaben, das vom Büro des Ministerpräsidenten angeregt wurde, aber höchst umstritten.
Wie die Zeitung 'Times of India' berichtet, sieht die aktuelle Planung vor, mehr als 70 Millionen Haushalten, die derzeit unter der Armutsgrenze des Landes leben, kostenlose Handys zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich sollen die Geräte Guthaben für 200 Minuten regionale Telefongespräche mitbringen, heißt es.
Das Finanzministerium will den Plan allerdings nicht unterstützen, weil man davon ausgeht, dass die finanziellen Mittel der Regierung nicht ausreichen. Sie müssten stattdessen zur Bekämpfung größerer Probleme als der Anbindung der armen Bevölkerung ans Kommunikationsnetz eingesetzt werden, so die Forderung.
Nach Berechnungen des Finanzministeriums würde jedes der an die Armen zu verteilenden Mobiltelefone insgesamt Kosten in Höhe von rund 1000 Rupien verursachen, was umgerechnet knapp 15 Euro entspricht. Die Gesamtkosten des geplanten Programms würden sich somit auf rund 1,05 Milliarden Euro summieren.
Um das Vorhaben zu finanzieren, überlegt die Regierung nun, einen Finanztopf anzuzapfen, der eigentlich zur Förderung der ländlichen Regionen gedacht ist. Die Verteilung der kostenlosen Telefone an Haushalte, die unter der Armutsgrenze leben, würde jedoch auch in Städten erfolgen.
Kritiker fordern nun, das Geld lieber für eine Verbesserung der Energieinfrastruktur zu verwenden. Ende Juli war es zu zwei weitreichenden Stromausfällen gekommen. Ein indischer Politiker erklärte dazu: "Was nützt ein Handy, wenn es keinen Strom gibt, um es zu laden?". Es sei falsch, den Handy-Plan umzusetzen, wenn die Regierung behaupte, dass kein Geld für die Sicherung der Lebensmittelversorgung vorhanden ist.
Das Finanzministerium will den Plan allerdings nicht unterstützen, weil man davon ausgeht, dass die finanziellen Mittel der Regierung nicht ausreichen. Sie müssten stattdessen zur Bekämpfung größerer Probleme als der Anbindung der armen Bevölkerung ans Kommunikationsnetz eingesetzt werden, so die Forderung.
Nach Berechnungen des Finanzministeriums würde jedes der an die Armen zu verteilenden Mobiltelefone insgesamt Kosten in Höhe von rund 1000 Rupien verursachen, was umgerechnet knapp 15 Euro entspricht. Die Gesamtkosten des geplanten Programms würden sich somit auf rund 1,05 Milliarden Euro summieren.
Um das Vorhaben zu finanzieren, überlegt die Regierung nun, einen Finanztopf anzuzapfen, der eigentlich zur Förderung der ländlichen Regionen gedacht ist. Die Verteilung der kostenlosen Telefone an Haushalte, die unter der Armutsgrenze leben, würde jedoch auch in Städten erfolgen.
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