Mafiaafire: Mozilla vs. US-Heimatschutzministerium
Mafiaafire dient zur Umleitung von Nutzern, die auf eine Seite zugreifen wollen, deren Domain von den Behörden beschlagnahmt wurde. Die Erweiterung sorgt dafür, dass die entsprechenden Inhalte automatisch auf anderem Weg erreicht werden. Im Hintergrund wird dafür eine entsprechende Datenbank gepflegt.
Bei den fraglichen Angeboten handelt es sich in erster Linie um Streaming-Portale, die Pay-TV-Inhalte - meist Sportveranstaltungen - live ins Netz bringen, sowie Torrent-Verzeichnisse. Die US-Behörden waren erst kürzlich in größerem Stil gegen entsprechende Seiten vorgegangen.
Mozilla erhielt nun eine Aufforderung, das Tool von seiner Addon-Seite zu entfernen. Das Unternehmen weigert sich jedoch. Auf das entsprechende Schreiben des US-Heimatschutzministeriums antwortete die Firma mit der Nachfrage, ob es denn irgendeine gerichtliche Entscheidung gebe, die Mafiaafire als illegal einstuften.
Man bat darum, das entsprechende Urteil doch zugeschickt zu bekommen. Sollte dies nicht möglich sein, wolle man erklärt bekommen, aufgrund welcher rechtlicher Grundlage der Download deaktiviert werden sollte. Offenbar hatte man beim Ministerium damit gerechnet, dass Mozilla in vorauseilendem Gehorsam reagiert und es nicht so genau nimmt. Eine Antwort hat das Unternehmen nämlich nicht erhalten.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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