WP7: Microsoft-Entwickler dürfen eigene Apps bauen
Für gewöhnlich gilt bei dem Unternehmen die Regelung, dass die Rechte an jeglicher Software, die von einem Angestellten geschrieben wird, bei Microsoft liegt. Dies ist auch bei den meisten anderen Firmen der Fall. Von diesem Prinzip weicht Microsoft nun aber ab.
Der Konzern gibt seinen Entwicklern laut einem Bericht der 'New York Times' die Freiheit, in der Freizeit Apps für Windows Phone 7 zu schreiben. Die Rechte an den Programmen verbleiben dann bei den jeweiligen Programmierern, diese können ihre Produkte wie jeder andere über den Windows Phone 7 Marketplace vermarkten und erhalten 70 Prozent vom Umsatz.
Mit diesem Schachzug will Microsoft die Entwicklung neuer Anwendungen für die Plattform beschleunigen. Immerhin kommt man so schnell zu einem großen Pool an Entwicklern, die einerseits motiviert sind, eigene Produkte einzubringen, andererseits aber auch viel Erfahrung mit der Plattform selbst haben.
Für die Entwickler bietet sich so die Möglichkeit, eigene Ideen kommerziell umzusetzen. Bisher mussten sie eher das Risiko eingehen, ihren lukrativen Arbeitsplatz bei Microsoft aufzugeben und mit einem eigenen Startup versuchen, erfolgreich zu sein.
Microsoft hatte seine neue Smartphone-Plattform erst im vergangenen Herbst gestartet. Die Konkurrenten Apple und Google haben mit ihren Betriebssystemen entsprechend einen deutlichen Vorteil, was die Zahl der verfügbaren Applikationen angeht. Dies ist für viele Nutzer ein Argument, sich für iOS- oder Android-Systeme zu entscheiden.
Zum Vergleich: Auch der Suchmaschinenkonzern Google gewährt seinen Programmierern Freiraum für die Arbeit an Projekten, an denen sie privat Interesse haben. Hierfür können sie sogar 20 Prozent ihrer Arbeitszeit einsetzen. Die Rechte an den daraus entstehenden Anwendungen verbleiben aber bei Google.
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